Für diejenigen, die sich an Margrit Kennedy erinnern, gibt es gute Nachrichten: Die Biografie, der 2013 verstorbenen Gründerin von monneta ist im oekom Verlag erschienen!

 

 

Der Autor Peter Krause hat die verschiedenen Etappen dieses reichen Lebens durchgehend recherchiert und konnte viele ausführliche autobiografische Aufzeichnungen verwenden. So portraitiert das Buch die hochbegabte und vielseitige Frau erstmals in einer anschaulichen Übersicht: Sie war nicht nur Architektin, sondern auch Ökologin, Frauenrechtlerin und weitsichtige Vorkämpferin für komplementäre Währungen. Das Engagement der bekannten „Geldexpertin“ speißte sich Zeit ihres Lebens aus ihrem Sinn für soziale Gerechtigkeit und machte sie so zu einer der überzeugendsten Persönlichkeiten der Ökologiebewegung des 20. Jahrhunderts.

 

Das Buch ist online beim oekom Verlag oder im regionalen Buchhandel erhältlich. Eine Übersetzung in englischer Sprache ist in Vorbereitung.

Die Monetative e.V. veranstaltet in Zeiten der Corona-Krise nun im wöchentlichen Rhythmus Web-Gespräche zu jeweils einem Aspekt des umfangreichen Themas „Monetäre und wirtschaftliche Aspekte der Corona-Krise“. Die Gespräche werden eine Stunde dauern und nach einer kurzen fachlichen Einführung zu Beginn, wird es den Teilnehmern ermöglicht sich in die Diskussion mit einzubringen.

Das zweite Gespräch dieses Formats wird am Gründonnerstag, den 09. April um 19 Uhr stattfinden und die Fragestellung „Droht jetzt eine Banken- und Kapitalmarktkrise?“ thematisieren. Anwesender Experte an diesem Tag ist Prof. Dr. Thomas Mayer. Er ist Ex-Chefvolkswirt der Deutschen Bank, leitet in Köln die Denkfabrik Flossbach vom Storch Research Institute, ist Kolumnist bei der Zeitung „DIE WELT“ und Honorarprofessor in Witten/Herdecke. Die Teilnehmerzahl ist auf 100 begrenzt, der entsprechende Link zur Anmeldung wird nach dem 03. April veröffentlicht.

Die Monetative e.V. veranstaltet in Zeiten der Corona-Krise nun im wöchentlichen Rhythmus Web-Gespräche zu jeweils einem Aspekt des umfangreichen Themas „Monetäre und wirtschaftliche Aspekte der Corona-Krise“. Die Gespräche werden eine Stunde dauern und nach einer kurzen fachlichen Einführung zu Beginn, wird es den Teilnehmern ermöglicht sich in die Diskussion mit einzubringen.

Das nächste Gespräch dieses Formats wird am 03. April 2020 um 19 Uhr stattfinden zu der Thematik „Zentralbanken in der Krise“. Anwesender Experte an diesem Tag ist Prof. Dr. Helge Peukert, Universität Siegen, apl. Professor für Plurale Ökonomik. Die Teilnehmerzahl ist auf 100 begrenzt, daher melden Sie sich bitte hier  an, um sich ihren Platz zu sichern.

 

Einige Aspekte für das Gespräch am 03. April:

  • Welches Mandat haben die Zentralbanken, und überschreiten sie es derzeit?
  • Mindestreserve, Leitzins, Offenmarktgeschäfte – welche Instrumente nutzen sie?
  • Möglichkeiten und Grenzen der Zentralbanken, auch im Hinblick auf die private Geldschöpfung der Banken
  • Demokratisierung und Transparenz der Zentralbanken
  • Welche Maßnahmen ergreifen die Zentralbanken in der Coronakrise und welche Wirkung haben diese?
  • Auswege: CBDC, direkte Staatsfinanzierung durch Zentralbank durch Änderung Art.123 AEUV, Coronabonds, Helikoptergeld, Buchung von Zentralbank-Geld als Aktivum,Vollgeld

 

(Neuer Termin wird noch bekanntgegeben)
Am 19. März findet um 20.00 Uhr im Toscanasaal der Residenz die öffentliche Podiumsdiskussion „Complementary Currencies – Shallow Utopia or  Tool to Democratize Finance?“ statt (siehe Plakat). Anlass ist eine zweitägige internationale und interdisziplinäre Tagung des Projekts „Demokratisierung von Geld und Kredit“ unter der Leitung von Prof. Isabel Feichtner. Das Projekt ist Teil des Forschungsverbundes „ForDemocracy“, der zur Zukunft der Demokratie forscht.
Im Laufe der Geschichte gab es immer wieder nichtstaatliche Komplementärwährungen, die in Zeiten von Krisen und gesellschaftlichen Herausforderungen entstanden sind.
Global gibt es etwa 200 nationale Währungen und mehr als 10.000 komplementäre Währungen, die unterschiedlichste Zwecke erfüllen. Aus Sardinien berichtet der Gründer des Sardex-Netzwerks, Giuseppe Littera, über die Entwicklung der Komplementärwährung Sardex seit der Finanzkrise. Mit über 4.000 Unternehmen und etwa 50 Millionen Euro Umsatz gehört das Währungsnetzwerk mittlerweile zu den erfolgreichst en Beispielen im Euro-Raum. Auch in Kenia entstehen immer mehr Gemeinschaftswährungen, die sich mittels Blockchain- Technologie vernetzen. Prof. Ester Barinaga hat dieses Phänomen erforscht und berichtet über seine Effekte. Was sagen die Zentralbanken zu Komplementärwährungen? Philippine Cour-Thiman, Ökonomin der Europäischen Zentralbank, hat sich mit der Frage von Komplementärwährungen aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht beschäftigt. Den Zusammenhang von Geld und Demokratie erforscht die Anthropologin und Rechtswissenschaftlerin Annelise Riles. Sie betont die Notwendigkeit des Dialogs zwischen Bürgerinnen und Institutionen der Geldschöpfung.

(Ausweichtermin zur ausgefallenen Veranstaltung im März 2020)
Seit mehr als fünf Jahren halten die Zentralbanken Japans, Skandinaviens, der Schweiz und der Eurozone ihre Leitzinsen nahe bei null oder sogar unterhalb von null. Das galt als völlig undenkbar, bis der US-amerikanische Ökonom Prof. Gregory Mankiw bald nach dem Beginn der großen Weltfinanzkrise im Herbst 2008 in einer Kolumne in der „New York Times“ schrieb, dass die Ökonomen und die Allgemeinheit sich in Zukunft genauso an negative Zinsen gewöhnen müssten, wie sich Mathematiker einstmals an negative Zahlen gewöhnt hätten. Mankiw erinnerte damals sogar an den Sozialreformer Silvio Gesell, der schon vor mehr als 100 Jahren die Idee negativer Renditen gehabt hätte. Der weltberühmte Ökonom John Maynard Keynes habe diese Idee für gut befunden. Und „in der Situation von Banken, die übergroße Reserven halten, erscheint Gesells Sorge über die Haltung von Geld ganz plötzlich sehr modern.“

Mehr Informationen zum Themen, Programm und Anmeldung finden sich unter:

https://www.sozialwissenschaftliche-gesellschaft.de/de/muendener-gespraeche.html

„Nachtschicht“ – Podiumsdiskussion in der Denkfabrik des Bundesarbeitsministeriums zum Schwerpunkt Geld vom 22. Januar 2020 (ca. 120 Minuten).

Die Monneta-Expertin Kathrin Latsch diskutierte gemeinsam mit Dr. Natalie Tillack (Scalewonder), Jakob von Weizsäcker (Bundesministerium für Finanzen), Prof. Dr. Bernhard Weisser (Numismatische Kommission der Länder), Lisa Nienhaus (Die Zeit) und Francesca Schmidt (Gunda-Werner-Institut) den „Wert von Währungen in der digitalen Welt“.

Eine Aufzeichnung der gesamten Diskussion finden sie unter folgendem Link: www.denkfabrik-bmas.de/diskussion-zum-thema-geld

 

Diskutierten Fragen waren:

Frage 1: Was hat Geld für eine wesentliche Bedeutung außer, dass man damit bezahlen kann?

Frage 2: Was vermittelt Geld neben einem ökonomischen Wert?

Frage 3: Wozu brauchen wir Geld?

Frage 4: Was ist Geld (nach einem Erlebnis wie der Finanzkrise)?

Frage 5: Im Zuge der Digitalisierung verändert sich Geld. Was macht das gerade (mit der Gesellschaft)?

Frage 6: Verändert sich durch die Digitalisierung unser Verhältnis zu Geld?

Frage 7: Sieht man, dass sich etwas in unserem Ausgabeverhalten ändert oder in der Art, wie wir mit Geld umgehen?

Frage 8: Macht es für die Menschen einen Unterschied, ob sie Geld Cash oder digital ausgeben?

Frage 9: Können Sie einen kurzen Überblick über Blockchain geben?

Frage 10: Verlieren wir eine gemeinsame Geld-Sprache, wenn wir ein Meer an Währungen haben?

Frage 11: Wird die Arm-Reich-Schere durch Digitalisierung verstärkt?

Frage 12: Was ist Swish?

Frage 13: Was ist der Vorteil von Regionalwährung?

Frage 14: Sehen Sie Chiemgauer als Währung?

Frage 15: Brauchen wir eine globale Währung?

Frage 16: Was ist M-Pesa und was ist Libra?

Frage 17: Brauchen wir eine Weltwährung?

Frage 18: Gab es in der Geschichte schon einmal Unternehmen oder Branchen, die Geld herausgegeben haben?

Frage 19: Wie sehen sie die unterschiedlichen Stellwerte von Freiheit in der heutigen Gesellschaft?

Frage 20: Wie verschieben sich Machtgefüge? Wovor sorgen Sie sich, wenn Sie an Libra denken und liegt die Gestaltungsmacht überhaupt noch in der Hand des Staates oder schon bei den Banken?

Zuschauerfragen:

Frage 21: Bei der Bank kann man überziehen. Muss das nicht auch reguliert werden?

Frage 22: Haben Bürger*innen das Recht, sich durch Bargeld vor Negativzinsen zu schützen?

Frage 23: Durch eine Bargeldabschaffung könnten Zentralbanken eine effektivere Geldpolitik ermöglichen. In einer Welt der grenzüberschreitenden Zahlungsmittel, zum Beispiel digitaler Natur – wie würde sich das auf die Einflussnahme der Zentralbanken auswirken?

Frage 24: Ist es möglich, dass eine Währung, die einer natürlichen Knappheit unterliegt, wie früher Gold und ein System aus Währungen, die von verschiedenen nicht staatlichen Autoritäten garantiert werden, gegebenenfalls ein Commitment erzeugen können, das hilfreich wird?

Frage 25: Ist eine Überlegung, 1- und 2-Cent-Münzen abzuschaffen?

Frage 26: Werden bei Bitcoin oder Libra Umsatzsteuern fällig?

Frage 27: Schalten Bitcoin die Banken und andere Arbeitsplätze aus?

Frage 28: Stellen wir uns vor, es sei 2040. Womit wird der Kaffee bezahlt?

 

 

Wutbürger auf den Straßen, anti-demokratische Parteien in den Parlamenten, Populisten an der Macht. Demokratische Prinzipien wie die politische Gleichheit aller, die Rechtsstaatlichkeit oder der Schutz von Minderheiten scheinen an Strahlkraft zu verlieren. Was müssen wir ändern, um die Demokratie als politische Organisationsform zu erhalten?
Der Bayerische Forschungsverbund Zukunft der Demokratie (ForDemocracy) lädt Sie ein, gemeinsam Utopien von Demokratie zu verschiedenen gesellschaftlichen Fragestellungen zu entwickeln. Machen Sie mit – Ihre Erfahrung, Ihr Wissen und Ihre Träume sind gefragt. Bei welchem Workshop Sie dabei sein möchten, entscheiden Sie am Tag selbst.

Diese Themen stehen zur Wahl:

  • Gutes Geld in der Demokratie. Wie können wir ein demokratisches Geldsystem entwickeln?
    Prof. Dr. Isabel Feichtner und Christian Gelleri, Julius-Maximilians-Universität Würzburg

  • Demokratie reparieren. Auf dem Weg in eine aktive Stadtgesellschaft
    Prof. Dr. Gerald Beck und Robert Jende, Hochschule für angewandte Wissenschaften München

  • Media Future Lab. Welchen Journalismus wünschen Sie sich und wie können wir den organisieren?
    Prof. Dr. Michael Meyen und Dr. Alexis Mirbach, Ludwig-Maximilians-Universität München

  • Digitale Bürgerbeteiligung – Utopie oder Dystopie?
    Prof. Dr. Jörn Hurtienne und Sara Klüber, Julius-Maximilians-Universität Würzburg

  • „Warum ich (nicht) in die Politik gehen würde…“ Hürden und Utopien kommunalpolitischer Partizipation
    Prof. Dr. Barbara Thiessen, Mina Mittertrainer und Simon Schmidbauer, Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut und Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

  • Demokratie im Unternehmen?! Wie können wir Unternehmen demokratischer gestalten?
    Prof. Dr. Lisa Herzog und Alexander Krüger, Universität Groningen und Technische Universität München

 

Mehr Inforamtionen und Anmeldung auf der Webseite der VHS München


Eine Veranstaltung des Bayerischen Forschungsverbundes ForDemocracy und der Münchner Volkshochschule.
Der Forschungsverbund Zukunft der Demokratie (ForDemocracy) wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.

(New date to be confirmed)
The advent of the financial crisis caused economists, politicians and citizens to question the legitimacy of a debt-based money system and highlighted the need to reassess our beliefs about the nature of money and the workings of the banking sector.

Today, with a new financial crisis on the horizon, the need to understand and rethink money and banking seems more important than ever. In line with an increasing number of politicians and economists, we acknowledge the urgency of understanding the deficiencies of the current money system and the need to examine monetary reforms and alternative forms of money as means to create a more stable and sustainable future.

On this basis, Gode Penge and IMMR will gather international experts on March 21 2020 to assess and discuss advantages and disadvantages of various monetary reforms and new forms of money with the further aim of examining how a sustainable money system could be designed in today’s digitized and globalized world.

The speakers of the conference are:
– Prof. Dr. Thomas Mayer (Ex-Chief Economist of Deutsche Bank)
– Miguel Fernandez Angel Ordonez (Ex-President of the Spanish Central bank)
– Prof. Steve Keen (University College London)
– Prof. Michael Hudson (University of Missouri-Kansas City)
– Svein Harald Øygard (Former Central Bank Governor of Iceland and former Deputy Minister of Finance in Norway)
– Prof. Dr. Fabian Schär (University of Basel)
– Prof. Joseph Huber (Monetative)
– Prof. Ole Bjerg (Copenhagen Business School)
– Prof. Mary Mellor (University of Northumbria)
– Jón Helgi Egilsson (Monerium)
– Edgar Wortmann (lawyer and member of OnsGeld)
– Prof. Dr. Martijn Van Der Linden (The Hague University)
– Leander Bindewald (Ph.D. in economics and member of Monneta)

Attendance is free of charge. Book your ticket now on https://www.eventbrite.com/e/future-of-money-private-vs-sovereign-currencies-tickets-89462315193

For further information please visit our website: https://futureofmoney2020.godepenge.dk/

For discount on selected hotels in Copenhagen or any other inquiries you are more than welcome to contact us via conference2020@godepenge.dk

Unser Netzwerk-Exerte Leander Bindewald bietet einen Überblick über laufende Veränderungen, Weiterentwicklung und Wahrnehmung des Geldes. Inhalt des Vortrages ist eine internationale Ist-Bestandsaufnahme von Komplementärwährungen/Zahlungsmitteln, Erfahrungsberichte und ein Ausblick, wo die Reise hingeht – von der Randerscheinung Komplementärwährung zum Mainstream Geldvielfalt und alternativer Zahlungsverkehr.

Mehr Informationen und Anmeldung auf der Webseite des Unterguggenberger Institutes, Wörgl, Österreich.

The summer school Alternative Economic and Monetary Systems (AEMS; 5 ECTS, completely in English) addresses the problems of the current economic and financial systems from a holistic perspective and offers an overview of innovative reform proposals. The interdisciplinary program is open to students and professionals of all fields, who learn about why a drastic systemic change is needed in order to reach the climate target of 1.5°C. The orientation towards illusory limitless growth will be critically questioned and discussed in lectures, workshops and (panel) discussions with experts from different fields, as well as a final project work.

More information on the program and application process can be found here.

The report from 2019 with 51 participants from 23 nations can be found here. There is also an Image-Video available.