Eine Auflistung von Veranstaltungen in der Vergangenheit. Hier geht es zurück zu den aktuellen Veranstaltungen.

Am Sonntag, 10. Juni 2018 kommt es in der Schweiz zur Volksabstimmung über das Vollgeld-System.
Dies ist eine historische Chance, in der Bürgerinnen und Bürger eines Staates darüber abstimmen können, ob private Banken weiterhin selbst Geld herstellen können oder ob dies ausschließlich der Zentralbank, in diesem Fall also der Schweizer Nationalbank vorbehalten bleibt.

Mehr Informationen zur Abstimmung und der Vollgeld Initiative finden Sie hier:

www.vollgeld-initiative.ch

Der nächste Geldgipfel der GLS Bank Stiftung findet am Sa 28. April und So 29. April 2018 – erneut an der Universität Witten/Herdecke statt. Das Motto: Von der Finanzwirtschaft zur Realwirtschaft – 10 Jahre nach Lehman Brothers.

Mit dabei sind u.a. Prof. Martin Hellweg, Ulrike Herrmann, Prof. Svenja Flechtner, Sven Giegold MdEP, Caspar Dohmen, Thomas Jorberg, Prof. Reinhard Loske und viele andere.

Was hat sich seit 2008 verändert, was nicht? Was muss sich ändern, damit wir in weiteren 10 Jahren im Jahr 2028 einen nächsten Finanzcrash nicht ebenso fürchten müssen wie heute?

Erfreulich viele Menschen und Gruppen arbeiten in Teilbereichen an Alternativen, die als Bausteine einen wichtigen Beitrag leisten für eine Geld- und Finanzordnung, die der Realwirtschaft dient und wirtschaftliche Stabilität durch ökologische, soziale und nachhaltige Ziele erreichen will. Dafür eine gemeinsame, gesellschaftlich und politisch wirksame Transformationsstrategie zu entwickeln ist ein wesentliches Interesse dieses Geldgipfels. Entsprechend breit wollen wir Akteurinnen und Akteure in diese Strategiebildung einbeziehen – von neuen Ansätzen in der Wohnraumbeschaffung bis hin zu neuen Investitions- und Finanzierungsansätzen in Folge des Pariser Klimaabkommens.

Die GLS Bank Stiftung will mit diesem Geldgipfel auch eine erweiterte Grundlage schaffen für eine längerfristig angelegte, kontinuierlichere Arbeit an Grundsatzfragen und praxistauglichen Lösungen für eine neue Geld- und Finanzordnung.

Einladung und Programm werden in der ersten Märzhälfte veröffentlicht.
Mehr Informationen und anmeldung unter:
http://www.glsbankstiftung.de/besucherinnen/geldgipfel-2018/

Veranstaltung der Monetative e.V. für Austausch und Vernetzung, inhaltliche Diskussionen sowie die Entwicklung von Kampagnen und Projekten, inklusive Kulturprogramm Samstag ab 19:30 Uhr.

Am darauffolgenden Sonntag, den 15. April wird zudem die offizielle Monetative Mitgliederversammlung mit Jahres- und Finanzbericht, Vorstandsneuwahl sowie anderen vereinsrechtlichen Tagesordnungspunkten stattfinden.

Die Gestaltung des Vollgeld Wochenendes ist weitgehend bewusst offen gelassen, damit die Teilnehmer ihre eigenen Interessen und Anliegen einbringen können. Daher freuen wir uns über Ihre Anregungen und Ideen für das Programm. Auch Nicht- Vereinsmitglieder sind herzlich zur Teilnahme an beiden Veranstaltungen eingeladen.

Ort: WeiberWirtschaft eG, Anklamer Str. 38 – 40, 10115 Berlin-Mitte

Mehr Inforamtionen und Anmenldung auf www.monetative.de

Die Fachtagung möchte Vertreterinnen und Vertreter von Initiativen und Wirtschaftsförderung in den Dialog bringen. Es wird diskutiert, inwiefern Wirtschaftsförderer soziale Innovationen und zivilgesellschaftliche Eigeninitiative konkret fördern können. Zudem geht die Tagung auch der Frage nach, welche Auswirkung das auf die soziale und wirtschaftliche Stabilitat einer Kommune hat.

Norbert Rost der zur Rolle von Regionalgelder sprechen, ausserdem sprechen werden der Projektleiter Dr. Michael Kopatz vom Wuppertal-Institut, die ehemalige Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries, Prof. Gisela Kubon-Gilke der Evangelischen Hochschule Darmstadt, Michael Kolmer von der Stadtverwaltung Darmstadt sowie Prof. Uwe Schneidewind vom Wuppertal-Institut.

Mehr Informationene, Programm und Anmeldung unter:

https://www.wirtschaftsfoerderungviernull.de

Der Chiemgauer wird in diesem Jahr 15 Jahre alt. Anlass genug, auf die vergangenen 15 Jahre zu blicken: Was haben wir erreicht? Was gibt es zu verbessern? In den letzten beiden Jahren ist ein Film über den Chiemgauer entstanden, der am 3. März erstmalig gezeigt wird. Anschließend werden Erfahrungen ausgetauscht, um dann in eine moderierte Methode einzutauchen, der von Claus Otto Schamer am MIT entwickelt worden ist und von Hanjo Achatzi moderiert wird.

Mehr Information  und Anmeldung hier.

Konferenz am schweizer Gottlieb Duttweiler Institut, zu Geldschöpfung in der modernen Wirtschaft

Die Schweiz ist heute die prominenteste halbdirekte Demokratie mit regelmässig stattfindenden, öffentlich initiierten und dann verbindlichen Volksabstimmungen. 2018 wird ein Referendum abgehalten, um die nationale Verfassung zu ändern, die eine Änderung des Geld-/Bankensystems in einen Chicago-Plan-Stil (Vollgeld) vorschreibt. Obwohl dies seit Jahrzehnten untersucht wurde, hat bisher kein Land die Massnahme ergriffen. Ziel der Konferenz ist es, dieses Thema aus allen Blickwinkeln zu beleuchten und eine Diskussion unter globalen Experten über die Auswirkungen dieses Wandels im heutigen wirtschaftlichen Umfeld anzuregen.

  • Wie entsteht heute in der Wirtschaft Geld?
  • Haben die seit dem globalen Crash 2007/2008 eingeleiteten Massnahmen unser Bankensystem stabilisiert?
  • Warum steigen die Schuldenstände exponentiell an?
  • Wie hat sich die Struktur des Geld-/Bankensystems in den letzten 50 Jahren grundlegend verändert?
  • Welche gesellschaftlichen Auswirkungen hat dieser grundlegende Wandel?
  • Ist ein radikales Umdenken unseres Systems möglich oder ist es nur ein Hirngespinst?

Mehr Informationen und Anmeldung auf www.gdi.ch

 

Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran und überfordert die meisten Menschen. Besonders schnell verändert sich die globalisierte Finanzwirtschaft. Können wir verhindern, dass unserer Gesellschaft die Kontrolle entgleitet? Welche Chancen entstehen neu?
Wie können Geldsysteme und Finanzwirtschaft den Menschen besser dienen?

Prof. Volker Wulf (Dekan Uni Siegen, Wirtschaftsinformatik, neue Medien)
Prof. Helge Peukert (Uni Siegen, Geldtheorie und heterodoxe Finanzwissenschaft)
Prof. Rainer Lenz (FH Bielefeld, innovative Finanzwissenschaft z.B. durch Blockchain und Fintech)
Christian Gelleri (Regios eG, Gründer der Regionalwährung Chiemgauer)
Leander Bindewald (University of Cumbria, Internationale Forschung zu alternativen Geldsystemen)

Moderation: Kathrin Latsch (Journalistin und Geschäftsführerin von MONNETA)

Kooperationspartner: Verein für Plurale Ökonomik, Universität Siegen und Scoutopia

Zeit: Freitag 19. Januar 2018, 16:00- 18:00
Der Eintritt ist frei, keine Anmeldung erforderlich. Veranstaltungsort:

57072 Siegen
Unteres Schloss 3
Raum US-A 120

Flyer (PDF) zur Veranstaltung kann hier heruntergeladen werden.

Zum 120. Todestag von Henry George

Nachdem die Krise auf den internationalen Finanzmärkten als Immobilienkrise in den USA begonnen hatte, setzten in Wechselwirkung mit sinkenden Zinsen horrende Bodenpreissteigerungen und eine exorbitante Spekulation mit dem Boden ein. Sie führten zu stark überhöhten Immobilienpreisen und Wohnungsmieten, bis die Blase platzte und die gesamte Weltwirtschaft mit in den Abgrund riss. Die weitgehend „bodenlose“ Wirtschaftswissenschaft konnte die Krise 2008 nicht voraussehen – sie versagte kläglich. Auch vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Niedrigzinsphase wird bezahlbares Wohnen zunehmend zum Problem. Die Niedrigzinsphase kam nicht etwa dem Faktor Arbeit zugute, sondern erhöhte die Bodenerträge und Bodenwerte. Die Wirtschaftswissenschaft und die von ihr angeleitete Politik sowie die Zivilgesellschaft hatten und haben all dem nicht wirklich etwas entgegenzusetzen. Bedingt durch ihre neoklassische Prägung, die den Boden als eigenständigen Produktionsfaktor eliminierte, ist die Wirtschaftswissenschaft hinter den Stand von vor 100 Jahren zurückgefallen, der mit den Arbeiten von Pierre Proudhon, Henry George, Michael Flürscheim, Silvio Gesell und Franz Oppenheimer erreicht war.

Es war insbesondere das Verdienst von Henry George – dessen Todestag 2017 zum 120. Mal jährt – auch auf den Zusammenhang zwischen Bodenerträgen und Besteuerung hingewiesen zu haben. Seine Nachfolger (darunter v.a. der amerikanische Ökonom Mason Gaffney) entwickelten seine Gedanken fort. Danach können die Bodenerträge als „sozialer Überschuss“ interpretiert werden; höhere Steuerlasten schmälern diesen Überschuss und umgekehrt. Nach Henry George ist dieser soziale Überschuss jedoch ein – durch die Gemeinschaft geschaffenes – Gemeingut. Dieses darf nicht privatisiert werden, wie es gegenwärtig geschieht. Das Mittel der Wahl zur Vergemeinschaftung der Bodenrente ist nach Henry George eine Bodenwertsteuer. Diese wollte er als einzige Steuer einsetzen und alle anderen Steuerarten abschaffen. Mit diesem radikalen Vorschlag einer Single Tax, der schon auf die französischen Physiokraten (und noch weiter) zurückgeht, wollte er Ziele versöhnen, die nach der vorherrschenden Wirtschaftswissenschaft nicht gleichzeitig erreichbar sind: Zugang zum Boden, Verteilungsgerechtigkeit, Effizienz sowie die auskömmliche Dotierung der Staatsfinanzen. Der Blick über die Grenze zeigt, dass es sich bei den Ideen nicht nur um Hirngespinste handelt.

Im Rahmen der Tagung wird das Verhältnis von Ökonomie und Gesellschaft zum Boden (Land und Natur) reflektiert und der systematische Zusammenhang mit der Staatsfinanzierung beleuchtet. Letztlich führt dies auch zur Diskussion um den Charakter des Staates an sich. Derzeit sichert er die Privatisierung der ökonomischen Renten zugunsten einer Minderheit ab und kann seine eigene Finanzierung nur durch ein repressives Abgabensystem sicherstellen. Reformer wie Proudhon oder George zeigten Alternativen hierzu auf. Es gilt mehr denn je, sich auf diese Theorien zu besinnen und sie fortzuentwickeln.

 

Mehr Informationen und Anmeldungsformular zu dieser Veranstaltung hier.

 

Vorläufiges Programm:

SAMSTAG, 18. November 2017

9.15 Uhr Begrüßung und Einführung in die Tagung

Dipl.-Volksw. Ass.jur. Jörg Gude

9.30 Uhr  Von den Physiokraten bis zur Neoklassik: Henry George und der vergessene Faktor Land

Dipl. sc.pol. Bernadette Felsch, München

10.45 Uhr Kaffeepause

11.00 Uhr Bezahlbarer Wohnraum durch Planungswertabschöpfung oder fortentwickelte Sozialbindung aus Art. 14 Abs. 2 GG

Prof. Dr. Fabian Thiel, Hochschule Frankfurt/M.

12.30 Uhr Mittagspause

14.30 Uhr Staatliche Überschüsse – Spielraum für Steuerentlastungen?

Dipl.-Volkswirt Heinz Gebhardt, RWI Essen, AK Steuerschätzung

16.00 Uhr Kaffeepause

16.30 Uhr Landreform und Staatsfinanzen – zur Single Tax von Henry George

Prof. Dr. Dirk Löhr, Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld

18.00 Uhr Abendpause

20.00 Uhr Zeit für informelle Gespräche

 

SONNTAG, 12. März 2017

9.15 Uhr Henry Georges verstreutes globales Erbe: Was können wir für die Bodenwertsteuer-Diskussion in Deutschland von der Handhabung in anderen Ländern lernen?

David Kapfer, M.Sc. Wirtschaftsingenieur, ehem. Gastwissenschaftler zur Bodenwertsteuer am Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC), Berlin.

10.15 Uhr Kaffeepause

10.45 Uhr Diskussion zum Vortrag und zusammenfassendes Rundgespräch

12.30 Uhr Ende der Tagung

Das Fair Finance Network Frankfurt lädt alle Interessierten herzlich ein zum Zuhören, Fragen stellen und Mitdiskutieren. Besuchen Sie uns an einem oder mehreren Abenden:

Wie kann Banking fair gestaltet werden? Welche Rolle spielt Geld für die Erfüllung der UN-Agenda 2030? Eine Woche lang wollen wir jeden Abend praktisch erprobte Lösungen und Überlegungen verschiedener Experten vorstellen und diskutieren.

Mehr Informationen zu den einzelnen Abendversanstaltungen auf:

http://www.fair-finance-frankfurt.de

Money is all around us. For most of us it determines status and success, it equates to power, pleasure and security. Even the majority of economists see it as a neutral and natural constituent of our socio-economic fabric. Yet, and reinforced by the financial crisis of 2008, questions about today’s monetary system, its institutional setup, governance and significance have been raised. Throughout history so called complementary currencies have existed in communities and parallel economies that expressed different value systems and enabled collaboration at odds with the conventional market logic. In this Lab we will unravel the nature of the money as we know it. And we will examine and experiment with novel currencies as social technologies to empower the economies of transition that are needed for social justice and sustainable development.

Workshop in English, more information and registration here (limited early bird tickets and discounts available):