Buchpräsentation:
Remaking Money for a Sustainable Future
von Prof. Ester Barinaga, Lund University (Schweden)
Geld dominiert nicht nur die Wirtschaft, sondern viele Bereiche unserer Gesellschaft, unserer Beziehungen und sogar unseres Denkens. Ester Barinaga argumentiert, dass nicht „das Geld an sich“, sondern seine Architektur – also die Gestaltung von Währungen und ihre Governance-Strukturen – an der Wurzel vieler aktueller Herausforderungen liegt, von nicht nachhaltigem Wachstum über zunehmende Ungleichheit bis hin zur Erosion der Demokratie. Komplementärwährungen (CC) eröffnen neue Möglichkeiten, sozioökonomische Resilienz aufzubauen. In ihrem Vortrag stellt sie Beispiele für CCs vor, die zur Verringerung von Ungleichheit mit Hilfe eines bedingungslosen Grundeinkommens umgesetzt wurden.
Wir haben unter anderem folgende Fragen diskutiert:
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Was können Komplementärwährungen (CC) zur Stärkung der sozioökonomischen und regionalen Resilienz beitragen?
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Was ist für die europäischen Ländern und der EU hinsichtlich des Potenzials von CCs zu empfehlen?
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Welches Potenzial haben CCs, um die Beziehung zwischen Wirtschaft (insbesondere dem Finanzsektor) und Demokratie zu verbessern?
Zur Autorin:
Ester Barinaga ist Professorin für Social Entrepreneurship an der Lund University(Schweden) sowie Professorin (mit besonderen Aufgaben) am Department of Business Humanities and Law (BHL) der Copenhagen Business School(Dänemark). Ihre Forschung konzentriert sich auf Konzepte, Strategien, Methoden und Praktiken, die Sozialunternehmer:innen nutzen, um gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben. Derzeit beschäftigt sie sich insbesondere mit Komplementärwährungen als Instrumenten zum Aufbau nachhaltiger Wirtschaften, inklusiver Städte und resilienter Gemeinschaften.