Prof. Dr. Ulrich Scheiper unterrichtet Volkswirtschaftslehre und Volkswirtschaftspolitik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt und war Mitglied im Fachbeirat des Regiogeld Verbands. Über sich selbst schreibt er:

“Der ‘Nebel um das Geld’ hatte auch mir lange Zeit den klaren Blick auf den großen Webfehler in unserem Geldsystem verwehrt. Vertrieben wurde der Nebel zunächst durch Hinweise von und Gespräche mit Roland Spinola und durch das Geldsyndrom-Buch von Helmut Creutz. Danach habe ich mit Hilfe von Margrit Kennedy sehr viel über Regiogeld gelernt. Ich bewundere die Initiativen, weil sie in einem unermüdlichen Einsatz für ihre Idee leben und weil sie sich für eine demokratische Herrschaft über das Geld einsetzen. In einem weiteren wichtigen Schritt hat mir mein sehr geschätzter Kollege Karl-Heinz Brodbeck klar gemacht, dass ‘Geld kein Ding ist, sondern eine milliardenfach reproduzierte Denkform, die einer abstrakten Einheit Macht verleiht’, und dass sich die Geldgier immer wieder neue Wege suchen wird, solange es Geld gibt.”

Als Referent versucht Ulrich Scheiper, im Rahmen von Lehrveranstaltungen, Vorträgen und Aufsätzen die Ideen seiner “Vordenker” möglichst vielen Menschen näher zu bringen.

Veröffentlichungen von Prof. Dr. Ulrich Scheiper auf monneta.org:

Über kreative Auswege aus der Krise (2009 – Video 5 min.)

von Eva-Maria Hubert, in: Zeitschrift für Sozialökonomie Nr. 160/161, April 2009

Einführung
Unterschiedlichste Faktoren seien für die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten verantwortlich. Regelmäßig werden auch das zu geringe Niveau von Schuldzinsen und übermäßige Renditeansprüche angeführt, sie rücken verstärkt in die öffentliche Diskussion. Doch verwischen zahlreiche Finanzinnovationen zunehmend die Grenzen zwischen Eigen- und Fremdkapital. Wenn daher im Folgenden vereinfacht von Zinsen die Rede ist, handelt es sich um Geldzinsen auf eigenes und fremdes Geldkapital, genauer: Zinsen werden hier als “Preis eigenen und fremden Geldes” definiert, ein Vorgehen, das gerechtfertigt erscheint durch die überwältigende Dominanz von Anlageentscheidungen als rein monetäre Entscheidung. Interessanterweise lässt eine solche Sichtweise die komplexe Funktionalität des Zinses deutlicher hervortreten.

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