Tauschringe Lokale Tauschringe (im englischsprachigen Raum als Local Exchange Trading Systems, LETS, bekannt) können als Professionalisierung und Weiterentwicklung der Nachbarschaftshilfe gesehen werden. Einerseits erlauben sie den Mitgliedern, sich auch ohne Geld gegenseitig Wünsche zu erfüllen. Andererseits spielen neben den materiellen Vorteilen auch ideelle und soziale Komponenten eine große Rolle. Der Zweck der zumeist ehrenamtlich oder […]

weiterlesen

Euro, Dollar, Pfund und Yen stehen in der Kritik: Die Währungen haben den Bezug zur Realwirtschaft verloren und nehmen keinerlei Rücksicht auf die Endlichkeit von Ressourcen und regionale Besonderheiten. Über die Kreditgeldschöpfung sind Wachstumsnotwendigkeiten und die Maximierung von Renditen vorprogrammiert. Energiewährungskonzepte versuchen dem gezielt etwas entgegen zu setzen: Wertmedien, die der Struktur erneuerbarer Energien entsprechenden, […]

weiterlesen

Im Juni 2014 hat die Europäische Zentralbank (EZB) erstmals einen Zinssatz unter 0% gesenkt. Diese „negativen Zinsen“ erhebt sie auf Übernacht-Einlagen der Geschäftsbanken – und sie ist damit nicht die erste und einzige Bank. Die Zentralbanker wollen damit erreichen, dass die Geschäftsbanken Kredite an die Realwirtschaft vergeben, anstatt überschüssiges Geld bei der Zentralbank zu lagern. […]

weiterlesen

Bonussysteme für nachhaltiges Verhalten NuSpaarpas war ein von 2000 bis 2002 laufendes Projekt, bei dem für Umweltaktivitäten Bonuspunkte gesammelt wurden: Mülltrennen, Einkaufen bei 100 lokalen Geschäften oder beim Kauf umweltfreundlicher oder fair gehandelter Waren. Das Projekt war eine Kooperation zwischen Stadtverwaltung Rotterdam, Rabobank und Qoin (das damals noch Barataria hieß). Das Projekt Umweltkarte ist ein […]

weiterlesen

Die Idee ein Geldsystem anders als mit positiven Zinsen zu konstruieren, geht zurück auf den deutsch-argentinischen Kaufmann Silvio Gesell und den französischen Ökonomen Maurice Allais. Gesell beobachtete das Auf und Ab der Wirtschaft, in der er seine Geschäfte machte und entwickelte die Idee, dass ein schwankender Geldumlauf auch die wirtschaftlichen Aktivitäten schwanken läßt. Läuft das […]

weiterlesen

Irving Fisher veröffentlichte vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1935 einen Vorschlag zum 100%-Geld, das heißt zu einer hundertprozentigen Deckung der Bankguthaben durch Zentralbankgeld (Fisher 1935; zur Entstehung des Vorschlags und Fishers politisches Vorgehen vgl. Allen 1993). Dieses Vorhaben ist auch als Chicago-Plan bekannt, da es von mehreren Chicagoer Ökonomen vertreten wurde. Banken müssen […]

weiterlesen

Vollgeld ähnelt dem 100%-Geld, indem Geld und Kredit voneinander gelöst werden und die Geldschöpfungskompetenzen ausschließlich bei der Zentralbank liegen. Ausgehend von der Annahme, dass „die Geldordnung unmissverständlich ein Teil der öffentlichen Rechtsordnung ist“ und nicht einfach „privatrechtlich ausgeübten Geschäftsinteressen“ folge (Huber 1998: 14), soll private Geldschöpfung verhindert werden. (…) Ein Unterschied liegt darin, dass Vollgeld […]

weiterlesen

Vorbild für ein nachhaltiges Geldsystem jenseits eines Wachstumszwangs? Mit dem Ziel, eine zinslose Wirtschaft zu ermöglichen, bietet die JAK-Bank in Schweden seit 1965 Bankdienstleistungen auf der Grundlage eines zinslosen Spar- und Darlehenssystems an. Die über 38.000 Mitglieder der Genossenschaftsbank sparen auf zinslosen Sparkonten und können sich Geld aus dem Gemeinschaftstopf deshalb zu Verwaltungskosten leihen. Das […]

weiterlesen

Modern Money Theory (Moderne Geldsystemlehre) nimmt für sich in Anspruch, die erste empirisch gestützte Darstellung der Funktionsweise des modernen Fiat-Geldsystems zu liefern. Unbare Kredite der Geschäftsbanken sind ihr zufolge Zahlungsversprechen, die als solche naturgemäß keiner Geldvorratsbeschränkung unterliegen. Die von MMT vertretene Auffassung zur Funktionsweise des Kreditmechanismus ist inzwischen durch Veröffentlichungen der Bank of England und […]

weiterlesen

Islamic Banking bezeichnet Bankgeschäfte nach islamischen, sharia-konformen Prinzipien. Zu den Besonderheiten des Koran-konformen Bankwesens gehören nicht nur das Zinsverbot, sondern auch der Verzicht auf Spekulationsgeschäfte und unethische Investitionen von Kundengeldern z.B. in Alkohol, Tabak und Pornographie. Islamic Banking beinhaltet darum einerseits die Vergabe zinsfreier Kredite und anderseits den Vertrieb von Investment- und Finanzprodukten, die zwar […]

weiterlesen