Das Wohlstandsversprechen ist die starke, bindende Kraft der Europäischen Union. Es hält die EU zusammen. Gerade in der östlichen und südlichen Peripherie Europas muss sich dieses Versprechen beweisen. Und doch sind die Unterschiede zwischen armen und reichen Ländern enorm. Wie sich das ändern lässt, ist die große Frage.

Unser Netzwerkmitglied Prof. Helge Peukert fordert Umverteilungsmechanismen für den sozialen Ausgleich in Europa. Prof. Aloys Prinz sieht als Basis für nachhaltigen Wohlstand vor allem solide Finanzen.
Das Interview beginnt ab Minute 17:10

Verursachen Fehler in unserem Geldsystem immer wieder Finanzkrisen? Systemkritische Fragen blieben in der Finanzkrise bislang unterbelichtet. Der neue Film »Fehler im Geldsystem?« zeigt in 7 ½ Minuten in anschaulichen Grafiken welche Folgen Zins und Zinseszins in der Finanzwirtschaft haben und wie systematisch von der großen Mehrheit der Bevölkerung zu den Vermögenden umverteilt wird.

Das Video wurde als Einspielfilm für Vorträge konzipiert und endet deshalb mit der Frage: „Wie können wir es besser machen?“, die anschließend diskutiert werden kann.

Dieses Video kann kostenlos auf der Vimeo Webseite heruntergeladen werden.

Vortrag in der Reihe Frieden und Gerechtigkeit, Kirchenkreis Lüneburg, 17. Juli 2014 (Vortragsfolien/Slideshare)

Wer verstehen will, wie Geld funktioniert und in welcher Weise es unser Leben beeinflusst, sollte Margrit Kennedy fragen. Mit ihren Bü­chern und Vorträgen deckt sie systematische Fehler unseres Geldsystems auf. Als Ausweg aus dem krisenanfälligen Monopolgeld beschreibt Kennedy die Einführung einer Vielfalt von komplementären Geldsystemen, die für spezielle Zwecke entworfen werden können, ähnlich dem Prinzip der Vielfalt in der Natur. Auf sehr persönliche Weise erzählt sie von ihrer eigenen Spurensuche in der Finanzwelt und berichtet von erfolgreichen Geldexperimenten, mit denen man in Zu­kunft Finanzkrisen vermeiden kann.

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Der Wirtschaftsdenker, Zentralbanker, Psy­chologe, Autor und Währungs-Designer Bernard Lietaer beschwört in eindringlichen Bildern die aktuelle Geldsystemkrise – und wie wir ihr entkommen können.weiter

Vortrag bei der Österreichischen HochschülerInnenschaft, Linz, 13. Juni 2013 (Vortragsfolien/Slideshare)

SWR2 Wissen mit Prof. Dr. Margrit Kennedy
Sendung vom Donnerstag, 27.09.2012, 8.30 Uhr

„Der Preis des Geldes“ – Alternativen zur Zinswirtschaft: Ein Blick in die Zukunft und die Geschichte des Zinses, der immer auch ein Machtinstrument war

Informationen zur Sendung und den Audio-Mitschnitt der Sendung finden Sie unter www.swr.de

SWR2 Radio-Feature (55 min.) vom 26.08.2012

Von Roman Herzog

Gezielte Spekulationsattacken auf ganze Volkswirtschaften, unantastbare Finanzagenturen, die Regierungen in die Knie zwingen, und ohnmächtige Politiker, die gebetsmühlenartig wiederholen, es gäbe keine Alternative: Europa befindet sich im Wirtschaftskrieg. Seit Jahrzehnten stehen Politiker im Bann neoliberaler Heilsverkünder. Wie entstand dieses heute unumstößlich scheinende System? Das Experimentierfeld Lateinamerika und die Analysen des Philosophen Michel Foucault aus den 70er- und 80er-Jahren machen Dynamik und Reichweite der neoliberalen Umstrukturierungen unserer Gesellschaften deutlich und erhellen die heutigen Finanzkrisen. Zum Vorschein kommt dabei ein Machtergreifungsmodell, das Politik, Gesellschaft und Individuen seit Jahrzehnten formt und konditioniert, ein ökonomischer Putsch, der heute den militärischen coup détat abgelöst und eine globale Disziplinierung geschaffen hat.

Das Manuskript der Sendung im Original als PDF-Dokument (209 KB) herunterladen.

Zur Seite der Sendung beim SWR2.