Virtuelle Währungen im engeren Sinne existieren nur in online Welten und Spielen. Sie haben keine physische Form und Verwendungsmöglichkeit außerhalb dieses Raumes.

Einige online Spielwelten wie „Second Life“ geben ihr eigenes Geld aus. Spieler kaufen diese Währung mit nationaler Währung. Sie können diese Währung nur im Spiel benutzen um Gegenstände zu benutzen, zu tauschen oder zu kaufen.

Oftmals werden die Begriffe virtuell, digital und elektronisch synonym verwendet, jedoch liegt auch der größte Teil konventioneller Währungen heute in digitaler Form auf elektronischen Speichermedien (Computern) vor, sodass diese Begriffe kaum Unterscheidungschärfe besitzen.

Eine weitere Gruppe von Währungen die ebenfalls oft missverständlich mit virtuellen oder digitale n Währungen zusammen behandelt wird, sind Kryptowährungen. Dies sind Währungen deren Zahlungsystem, Aufbewahrung, und Management durch ein dezentrales Computerprotokoll organisiert ist, dessen Fälschungssicherheit durch kryptographische Signaturenfolgen sicher gestellt wird. Aber auch diese Beschreibrung sagt über die Eigenarten einer Vielzahl an neuen Währungsprojekten dieser Art wenig über die einzelnenAnsätze aus.
Das bekannteste Beispiel für eine virtuelle bzw. Krypto-Währung ist „Bitcoin“. Sie war die erste Währung, die ein internationales online Bezahlsystem etabliert hat hat, welches keine Banken als Zwischenhändler und Garanten braucht. Es nutzt eine sogenannte ‘blockchain’ Technologie (deutsch: Block-Kette) eine Art dezentraler Datenbank, die Geschichte und Echtheit jeder Transaktion nachvollziehbar und ohne Hierarchien überprüfbar macht. Diese Technologie und der Erfolg von Bitcoin hat viele Imitatoren wie ‚Namecoin’, ‘Litecoin’, ‘Ripple’, ‘Faircoin’ etc. inspiriert. Manche dieser Währungen können bereits benutzt werden um weltweit Waren und Dienstleistungen zu kaufen.

Beide Währungsarten werden im Bericht der Europäischen Zentralbank „Virtual Currency Schemes“ behandelt: http://www.ecb.europa.eu/pub/pdf/other/virtualcurrencyschemes201210en.pdf