Währung ist für die meisten von uns selbstverständlich das nationale gesetzliche Zahlungsmittel, z.B. der Euro, den wir jeden Tag benutzen. Aber es gibt viele Formen von sogenannten Komplementärwährungen, die den Euro ergänzen, ohne ihn ersetzen zu wollen: Regionalwährungen wie der Chiemgauer, Bonussysteme und Kundenbindungsprogramme (Unternehmenswährungen), Business-to-Business-Währungen (Bartersysteme und WIR-Bank), staatliche Parallelwährungen, Tauschringe und Zeitbanken , so genannte Virtuelle und Krypto-Währungen wie z.B. Bitcoins, Energiewährungen, Freebanking und andere Komplementärwährungen. Jede von ihnen füllt eine andere Nische in unserem wirtschaftlichen Ökosystem. Eine Vielfalt von Geldsystemen ist dabei genauso nützlich für die Entfaltung unserer Beziehungen und Gesellschaft, wie die Artenvielfalt für eine nachhaltige Umwelt.

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Alle großen Religionen kennen das Zinsverbot, im Islamic Banking wird es bis heute gefordert. Ganz weltliche Unternehmen sind die schwedische JAK-Genossenschaftsbank, in der zinsfrei gespart und geliehen werden kann, die Regionalwährungen oder die auf den Kaufmann Silvio Gesell zurückgehende Idee des Freigeldes – einer „umlaufgesicherten“ Währung. Angesichts der Unwirksamkeit der klassischen finanzwirtschaftlichen Instrumente in zunehmenden […]

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Die meisten Menschen denken, dass Geld vom Staat gemacht wird bzw. von den Zentralbanken. Aber die Zentralbanken geben nur das Bargeld heraus, also ca. 10% des Geldes. Nur ein Bruchteil ist direkt staatlichen Ursprungs, nämlich das Münzgeld. Rund 90% der Geldmenge wird hingegen von Privatbanken durch Kreditvergabe geschöpft, die damit Geld verdienen. Um die Macht […]

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Weltweit wird über weitere Reformen unserer Wirtschaftsweise nachgedacht, Konzepte werden ersonnen und so manches ausprobiert. Dabei lassen sich grob zwei Herangehensweisen unterscheiden: Reform von oben, also von Seiten der staatlichen Strukturen aus (Top down) Reform von unten, also durch verändertes wirtschaftliches Handeln der Menschen (Bottom up) Auf dieser Webseite finden weiterführende Erläuterungen zu den Themen: […]

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Ob wir Wirtschaftswachstum wollen oder nicht, können wir uns nicht aussuchen – unser kapitalistisches Geld- und Wirtschaftssystem muss mindestens in Höhe des Zinsniveaus wachsen um stabil zu bleiben. Die damit einher gehenden stetigen Zinseinkünfte der „Nettozinsgewinner“ sind nicht nur dafür verantwortlich, dass diese immer vermögender werden, sondern erzeugen einen Wachstumszwang, der alternativlos erscheint. Werden die […]

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Der Strom kommt bei uns aus der Steckdose, das Trinkwasser aus dem Hahn und das Geld von der Bank. Die meisten Menschen wissen nicht wie Geld entsteht. Aber wer macht das Geld? Oder in der Fachsprache: Wie wird es geschöpft? Unser Bargeld wird von der deutschen Bundesbank und der Europäischen Zentralbank (EZB) herausgegeben. Höchstens 10% […]

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Die Stabilität des Systems hängt ab vom Glauben an zukünftige Renditen und erwartetes Wirtschaftswachstum. Denn das Kreditgeldsystem ist ein Glaubenssystem, von lat. credere = glauben. Kredit ist der Glaube an die Fähigkeit des Kreditnehmers, den zur Verfügung gestellten Geldbetrag in der Zukunft – mitsamt Zinsen – zurückzahlen zu können. Alle Kredite gehen mit Zinsforderungen einher. […]

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