Das Volk wird sich über die «Vollgeld-Initiative» äussern können. Das Initiativkomitee hat am Dienstag 112 000 beglaubigte Unterschriften eingereicht. Die Initianten von „Monetäre Modernisierung (MoMo) haben am Dienstag den 1. Dezember 2015 112 000 Unterschriften bei der Bundeskanzlei eingereicht. Im Kern will die Vollgeld-Initiative die Geldschöpfung der Geschäftsbanken via Kreditgewährung verbieten und das derzeit auf Noten und Münzen beschränkte Monopol der Nationalbank (SNB) auch auf Buchgeld ausdehnen.

Artikel im Original lesen: http://www.nzz.ch/schweiz/erfolg-fuer-vollgeld-reformer-1.18655693

Der Verein Monetäre Modernisierung (MoMo) hat bekannt gegeben, er habe für die eidgenössische Volksinitiative «Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank» 100’000 beglaubigte Unterschriften gesammelt. Sie sollen am 1. Dezember in Bern eingereicht werden, um einen Volksentscheid zu bewirken. In diesem Artikel sind die wichtigsten Fragen und Antworten zur Vollgeldinitiative zusammengestellt.

Artikel im Orignal lesen: http://www.fuw.ch/article/vollgeld/

AEMS Summer School an der Wirtschaftsuniversität Wien, 15. – 31. Juli 2015

Die Wirtschaft von Morgen muss sich an zukunftsfähigen Konzepten orientieren. In der Sommer-Universität werden Einblicke in die Alternativen zu bestehenden Wirtschafts- und Finanzmodellen geboten. Zahlreiche namhafte Professoren gehören zu den Vortragenden.

Zielgruppe: StudentInnen, Gemeinwohl-UnternehmerInnen, MitarbeiterInnen in Gemeinwohl-Unternehmen sowie interessierte Privatpersonen
ECTS Anrechung: 5 ECTS Punkte (Die Wirtschaftsuni Wien wird die AEMS als freies Wahlfach mit 5 ECTS anrechnen)
Sprache: Englisch

 

OeAD-Housing Office Summer University

 

In der Summer School werden Inhalte angeboten, die nicht zum Standard-Lehr-Programm einer Universität gehören. Vielmehr geht es um den State of the Art der alternativen Ansätze, konkrete Lösungsvorschläge für ein neues Wirtschaften und die dafür notwendigen Voraussetzungen. Dabei werden die natürlichen Grenzen als auch der Faktor Mensch gleichermaßen berücksichtigt.

Die AEMS Summer School ist ein Kooperationsprojekt der Universität für Bodenkultur (BOKU), Gemeinwohl-Ökonomie und OeAD-Housing Office. Am 16. März 2015 wurde sie mit dem Umweltpreis der Stadt Wien ausgezeichnet. Besonders hervorgehoben wurde von der Jury der Wille, Neues in die Welt zu setzen und dafür die notwendige Extrameile zu gehen – was speziell für Non-Profit-Projekte eine besondere Herausforderung darstellt.

Infos und Anmeldung: http://summer-university.net/study-abroad/aems-vienna/
Programm: http://summer-university.net/wp-content/uploads/2015/03/AEMS-Program-20151.pdf
Flyer zum Download: http://summer-university.net/wp-content/uploads/2015/02/AEMS-2014-Report-web.pdf

Einladung zur Unterstützung in Form von Stipendien: Im Sinne der sozialen Tarifgestaltung möchten wir all jenen den Besuch der Summer School ermöglichen, die sich eine Teilnahmegebühr nicht leisten können. Gemeinwohl-Unternehmen oder Privatpersonen werden hiermit eingeladen, ein Stipendium in der Höhe von € 1000,- netto (volles Stipendium) pro Platz oder € 500,- netto (halbes Stipendium) zu finanzieren. Dafür werden die UnterstützerInnen auf der AEMS Website mit Name und Logo (für Unternehmen) als solche erkennbar gemacht und im Report zur Sommeruniversität veröffentlicht. Wenn Sie StudentInnen und die Summer School so unterstützen möchten, dann kontaktieren sie bitte das AEMS Organisationsteam unter aems@oead.at mit dem E-Mail Betreff „Gemeinwohl-Ökonomie“. Wenn Sie daran interessiert sind, ein Stipendium für die Sommeruniversität zu finanzieren, dann kontaktieren sie bitte das AEMS Organisationsteam unter aems@oead.at – bitte „Gemeinwohl-Ökonomie“ angeben.

Im Jahr 2012 haben sich an einer Reform des Geldsystems interessierte Bürgerinnen und Bürger zusammengefunden und in Berlin den gemeinnützigen Verein Monetative e.V. gegründet (Satzung hier). Der Verein fordert eine grundlegende Reform des bestehenden Geldsystems. Er sieht die Hauptprobleme darin, dass:

  • nur das Bargeld von der Zentralbank herausgegeben wird, während das Geld für den bargeldlosen Zahlungsverkehr (Giralgeld) ausschließlich durch private Geschäftsbanken erzeugt wird
  • Banken bei Zahlungen an Nichtbanken immer neues Giralgeld aus dem Nichts schöpfen, etwa bei Kreditvergabe, Wertpapierkauf etc.
  • Instabilität und Finanzkrisen vorprogrammiert sind
  • Staat und Bürger bei Bankenpleiten haften müssen

Zu seinen Reformforderungen gehören:

  • die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung in der Verantwortung einer unabhängigen 4. Gewalt, der Monetative
  • ein sogenanntes Vollgeldsystem mit Beendigung jeglicher Geldschöpfung durch private Geschäftsbanken
  • die Inumlaufbringung neuen Geldes durch öffentliche Ausgaben zugunsten der Allgemeinheit

Der Verein Monentative e.V. ist der Internationalen Geldreformbewegung angeschlossen. Auf nationaler und europäischer Ebene verfolgt er das Ziel, die sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Erforschung der Funktionsweise von Geldwesen und Finanzordnung, insbesondere der Geldschöpfung in Geschichte, Gegenwart und möglichen Zukunftsszenarien; sowie die Wissensvermittlung und Erwachsenenbildung zu diesen Themen.

Der Verein und seine Mitglieder

  • veranstalten regelmäßige Infoabende, diskutieren Fachfragen in vereinsinternen Workshops und halten Jahrestagungen (siehe Veranstaltungen)
  • tragen zur allgemeinen Aufklärung zur Funktionsweise des Geldsystems bei
  • veröffentlichen einen regelmäßigen Newsletter
  • kontaktieren an Geldreform interessierte Journalisten, Politiker und Verbände
  • arbeiten weltweit mit inhaltlich nahestehenden Geldreforminitiativen zusammen

 

Die Monetative im Web:

Homepage: http://www.monetative.de/

Facebook: https://www.facebook.com/Monetative

Twitter: https://twitter.com/Monetative

youtube: http://www.youtube.com/channel/UCkxcl3lSt0WOJN1q5tlDRuA

Postanschrift/Geschäftsstelle

Monetative e.V.
Merseburgerstr. 14
10823 Berlin

Kontakt

Tel.  +49 (0)30 12064298

Mail: mail (at) monetative.de

Vertreten durch:

Klaus Karwat, 1. Vorsitzender

 

Heike Isenschmid berät als Financial Coach selbstständig Firmen, Institutionen und Privatpersonen. Sie arbeitete als Beraterin für zwei Banken, die Credit Suisse und die UBS. Davor war sie über 16 Jahre, auch in führenden Positionen, u.a. im IT-Management für große Bank kunden weltweit tätig. Durch ihre Zusammenarbeit mit leitenden Mitarbeitern von am Markt agierenden Unternehmen hat sie umfassende Kenntnisse über die Anforderungen und finanziellen Zielsetzungen von Firmen sowie des gesamten Finanzmarktes erworben. Während ihrer Zeit bei UBS engagierte sie sich für den Aufbau eines Unternehmerinnen-Netzwerkes sowie für „social responsible investments“.

Seit 2007, im Zusammenhang mit den großen Herausforderungen für die Banken, begann sie das heutige globale Finanzsystem mit anderen Augen zu sehen. Zusammen mit einem Netzwerk von Finanzreformern konzipierte sie ein nachhaltiges, Resourcen schonendes, ethisches Finanzinstitut und bereitet dessen Gründung vor.

Sie unterstützt mehrere Gruppen von Finanzreformern aktiv bei der Aufklärung über die Ursachen der Finanzkrise und der Entwicklung möglicher Lösungswege. Dabei ist es ihr ein Anliegen, dass Transparenz und langfristige Nachhaltigkeit im Mittelpunkt stehen.

Heike Isenschmid ist verheiratet, hat 2 Söhne und lebt in Meilen / Zürich.

E-Mail: heike.isenschmid (at) fairshare-am.com

http://fairshare-am.com

Norbert Rost leitet als Wirtschaftsinformatiker das Büro für postfossile Regionalentwicklung in Dresden. Er sieht in der Region jene Ebene, die für jeden Menschen beeinflussbar ist. Regionalwährungen sind für ihn hilfreiche Werkzeuge zur Schaffung regionaler Unternehmensnetze und Wirtschaftskreisläufe.

Als Vorsitzender des Elbland Forum e.V. sowie als Mitglied des Förderverein Elbtaler e.V. und des Lausitzer e.V. setzt er seine Erkenntnisse auf regionaler Ebene ein.

Zu seinen Themen schreibt Norbert Rost regelmäßig Artikel für Magazine wie Telepolis, Forum Nachhaltiges Wirtschaften, Humane Wirtschaft, Oya und viele mehr.

Norbert Rost ist über folgende e-mail zu erreichen: norbert.rost(at)regionalentwicklung.de

www.regionalentwicklung.de

www.peak-oil.com

Veröffentlichungen von Norbert Rost auf monneta.org:

Der Elbtaler (16. Januar 2016)

Energiewährungen – Grenzen und Wege (Septermber 2012)

Was ist Regiogeld? Eine Einführung in 10 Minuten (Januar 2009 – Video 10 min.)

Prof. Dr. Ulrich Scheiper unterrichtet Volkswirtschaftslehre und Volkswirtschaftspolitik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt und war Mitglied im Fachbeirat des Regiogeld Verbands. Über sich selbst schreibt er:

„Der ‚Nebel um das Geld‘ hatte auch mir lange Zeit den klaren Blick auf den großen Webfehler in unserem Geldsystem verwehrt. Vertrieben wurde der Nebel zunächst durch Hinweise von und Gespräche mit Roland Spinola und durch das Geldsyndrom-Buch von Helmut Creutz. Danach habe ich mit Hilfe von Margrit Kennedy sehr viel über Regiogeld gelernt. Ich bewundere die Initiativen, weil sie in einem unermüdlichen Einsatz für ihre Idee leben und weil sie sich für eine demokratische Herrschaft über das Geld einsetzen. In einem weiteren wichtigen Schritt hat mir mein sehr geschätzter Kollege Karl-Heinz Brodbeck klar gemacht, dass ‚Geld kein Ding ist, sondern eine milliardenfach reproduzierte Denkform, die einer abstrakten Einheit Macht verleiht‘, und dass sich die Geldgier immer wieder neue Wege suchen wird, solange es Geld gibt.“

Als Referent versucht Ulrich Scheiper, im Rahmen von Lehrveranstaltungen, Vorträgen und Aufsätzen die Ideen seiner „Vordenker“ möglichst vielen Menschen näher zu bringen.

Veröffentlichungen von Prof. Dr. Ulrich Scheiper auf monneta.org:

Über kreative Auswege aus der Krise (2009 – Video 5 min.)

Einführung in eine gerechtere Wirtschaftsform.

Eine Geldreform, die den Namen verdient, muss einige Zusammenhänge, die im bestehenden System von einem Nebel eingehüllt werden, klar und scharf voneinander unterscheiden und abgrenzen:

  • Leistungswerte (menschliche Leistung)
  • Nichtleistungswerte (Boden und natürlich vorhandene Ressourcen)
  • Waren (Tauschgüter mit intrinsischem Wert)
  • Geld (Tauschmittel und Wertmesser, ohne intrinsischen Wert
  • Kredit (Wertaufbewahrungsmedium)

Geld ist ein öffentliches Medium, das als Ausweitung des Menschen seine Fähigkeit erweitert, Leistung zu geben und zu empfangen.

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