von Dr. Eva-Maria Hubert, in: Zeitschrift für Sozialökonomie (ZfSÖ) 172/173, Mai 2012

Was ist Geld? Wer denkt, das ist doch ganz einfach, es ist ein Zahlungsmittel, der hat Recht. Geld ist Zahlungsmittel. Zahlungsmittel zu sein, das ist seine ureigenste Aufgabe – und zwar unabhängig davon, ob es als Muschel-, Weizen-, Münz- oder Papiergeld, ob es als Zeit- oder Internetwährung auftritt. Zusätzlich kann Geld auch als Rechenmittel und Wertspeicher dienen. Doch das „Agens Geld“ ist weit mehr: Es ist eine Sozialtechnik und zwar eine, die sich über Jahrtausende hin entwickelte und immer noch weiterentwickelt.

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From the book description on Amazon
„Mathematical superstar and inventor of fractal geometry, Benoit Mandelbrot, has spent the past forty years studying the underlying mathematics of space and natural patterns. What many of his followers don’t realize is that he has also been watching patterns of market change. In The (Mis)Behavior of Markets, Mandelbrot joins with science journalist and former Wall Street Journal editor Richard L. Hudson to reveal what a fractal view of the world of finance looks like. The result is a revolutionary reevaluation of the standard tools and models of modern financial theory. Markets, we learn, are far riskier than we have wanted to believe. From the gyrations of IBM’s stock price and the Dow, to cotton trading, and the dollar-Euro exchange rate–Mandelbrot shows that the world of finance can be understood in more accurate, and volatile, terms than the tired theories of yesteryear. The ability to simplify the complex has made Mandelbrot one of the century’s most influential mathematicians. With The (Mis)Behavior of Markets, he puts the tools of higher mathematics into the hands of every person involved with markets, from financial analysts to economists to 401(k) holders. Markets will never be seen as „safe bets“ again.“

The mathematician Benoît Mandelbrot (* 1924) and the former publisher of the European edition of the Wall Street Journal Richard Hudson (*1955) edited notes of their numerous conversations to produce this book. This transcript captures the lively conversational tone of the original. It is enriched by many vivid examples and graphics as well as anecdotes, biting observations and humorous biographical details. The text consists of introductory texts, acknowledgements and three main parts as well as a comprehensive appendix in which the authors present a mathematical elaboration of their theories. The book is mainly aimed at non mathematicians.

Benoît B. Mandelbrot and Richard L. Hudson: „The Misbehavior of Markets: A Fractal View of Financial Turbulence: A Fractal View of Risk, Ruin, and Reward“

More information about Benoît Mandelbrot: http://www.math.yale.edu/mandelbrot

 

von Eva-Maria Hubert, in: Zeitschrift für Sozialökonomie Nr. 160/161, April 2009

Einführung
Unterschiedlichste Faktoren seien für die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten verantwortlich. Regelmäßig werden auch das zu geringe Niveau von Schuldzinsen und übermäßige Renditeansprüche angeführt, sie rücken verstärkt in die öffentliche Diskussion. Doch verwischen zahlreiche Finanzinnovationen zunehmend die Grenzen zwischen Eigen- und Fremdkapital. Wenn daher im Folgenden vereinfacht von Zinsen die Rede ist, handelt es sich um Geldzinsen auf eigenes und fremdes Geldkapital, genauer: Zinsen werden hier als „Preis eigenen und fremden Geldes“ definiert, ein Vorgehen, das gerechtfertigt erscheint durch die überwältigende Dominanz von Anlageentscheidungen als rein monetäre Entscheidung. Interessanterweise lässt eine solche Sichtweise die komplexe Funktionalität des Zinses deutlicher hervortreten.

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Tauschringe und Regiogeld werden häufig in einem Atemzug genannt und dabei voreilig in einen Topf geworfen. Das mag an den besonders hervorstechenden Merkmalen liegen, denn beide Erscheinungen sind den komplementären Währungen zuzurechnen und verdanken sich freiwilligem Engagement von Bürgern. Tatsächlich kennzeichnen sie bei allen Gemeinsamkeiten auch erhebliche Unterschiede, vor allem im Hinblick auf ihre Bedeutung, auf Teilnehmer, Träger, Ziele und Grundsätze, auf Angebot und Währung sowie auf Arten, die Wirtschaftsform und eine mögliche Weiterentwicklung. Es erscheint unerlässlich zum richtigen Verständnis von Tauschringen und Regiogeld zu sein, sich das Gemeinsame und Trennende vor Augen zu führen.weiterlesen

Eine ökonomische Begründung von Regionalgeld. Von Eva-Maria Hubert.

Veröffentlicht in: Zeitschrift für Sozialökonomie Nr. 152, April 2007

Auszug:
Spannend ist es gerade aus ökonomischer Sicht, die Entwicklungslinien unterschiedlicher Regionalgeld-Projekte zu verfolgen: Nach ausgedehnter Planungs- und Vorbereitungsphase nehmen sie konkrete Gestalt an, klein und bescheiden. Heranwachsend durchlaufen sie allerlei Kinderkrankheiten, zeigen gleichwohl weiteres Entwicklungspotential und entfalten ihre Stärken. Interessanterweise offenbaren sie dann Tugenden, die eigentlich jedem überzeugten Marktwirtschaftler und jedem vorausschauenden Menschen helle Freude bereiten sollten, Tugenden, von denen zu erwarten steht, dass sie erst im reifen Zustand ihr volles Ausmaß zeigen können. Es geht um die Fähigkeit, bekannten, der Marktwirtschaft zuzuordnenden Marktversagensphänomenen und weiteren Effizienzmängeln, aber auch psycho-sozialen Defiziten entgegenzuwirken.

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