Wir brauchen mehr Wirtschaftswachstum, so das verbreitete Credo. Warum müssen wir eigentlich wachsen?

Ralf Becker, Diplom Kaufmann, geboren im Jahr 1966, studierte Wirtschaftswissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (1987 – 1993) und war Stipendiat der Begabtenförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Als Mitbegründer der Entschuldungskampagne erlassjahr.de und früherer Referent für die Studie „Zukunftsfähiges Deutschland“ beschäftigt er sich seit der Zahlungsunfähigkeit Mexikos im Jahr 1982 mit den internationalen Finanzmärkten. Er wirkte an der Erstellung des Club-of-Rome-Berichts „Finance and Sustainability: The Missing Link“ (2012) mit (Deutsch: Geld und Nachhaltigkeit – Von einem überholten Finanzsystem zu einem monetären Ökosystem, 2013)

Als langjähriger Koordinator des Fachbeirats im Regiogeld e.V. verfügt Ralf Becker über ein fundiertes Wissen unterschiedlicher Geldsysteme und deren Umsetzungsmöglichkeiten. Er hält als Social Entrepreneur Vorträge zu den Themen Nachhaltige Geld- und Finanzarchitektur und hat an Universitäten und Akademien in mittlerweile sieben europäischen Ländern referiert.

Ralf Becker ist über folgende e-mail zu erreichen: becker.nrw (at) gmx.de

Veröffentlichungen von Ralf Becker auf monneta.org:

Die EZB ist erst am Anfang ihres Lateins – nicht am Ende (10. März 2016)

Strukturelle Gewalt im Geld und Finanzsystem (17. Juni 2014)

Geld neu denken (13. Juni 2013)

Haben wir die Wahl – Unser aktuelles Geldsystem zwingt uns zum Wirtschaftswachstum (14. Mai 2014)

Ralf Becker über nachhaltiges Geld (2009 – Video 5 min.)

 

Leander Bindewald schloss sein Studium an der Universität Freiburg mit einem Diplom in Neurobiologie (2007) und einem Magister Artium in Philosophie und Wirtschaft (2009) ab und arbeitet seitdem zum Thema Währungsvielfalt in verschiedenen Länder in Europa und Amerika.

Als Projektmanager und Berater für Komplementärwährungen bei der New Economics Foundation in London, einem unabhängigen Forschungsinstitut für Postwachstumsökonomie und nachhaltige Wirtschaftsformen, betreut er dort seit 2012 das im EU Interreg Programm geförderte Forschungsprojekt „Community Currencies in Action“ (CCIA).

Darüber hinaus ist er seit 2015 Doktorand am Institute for Leadership and Sustainability der Universität Cumbria.

Mehr zu seiner Person und seinen Aktivitäten auf www.CriteriCal.net.

Veröffentlichungen von Leander Bindewald auf monneta.org:

Bericht von der 3. Forschungskonferenz zur Währungsvielfalt, Brasilien(1. November 2015)

 

Dr. Eva-Maria Hubert ist Ökonomin und arbeitet an wirtschaftshistorischen Fragen, Geldtheorien, Geldpolitik und komplementären Währungs- und Wirtschaftsformen. Aktuell entwickelt sie „mittlere Wege“ für Wirtschaft und Gesellschaft im 21. Jahrhundert. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter.

Publikationen:

  • Sozialtechnik Geld und Währungsmorphologie, in: Zeitschrift für Sozialökonomie, 172, Februar 2012.
  • Wirtschaften mit gedrosselten Wachstumsmotoren: Die Soziale Plastik als Zukunftsentwurf von Joseph Beuys, in: Dorothée Deimann, Simon Mugier (Hrsg.): Schöpfungskraft Wirtschaft, Basel, edition gesowip, März 2011.
  • Wirtschaften mit gedrosselten Wachstumsmotoren: Die Soziale Plastik als Zukunftsentwurf von Joseph Beuys, Zeitschrift für Sozialökonomie, 166, November 2010.
  • Benoît B. Mandelbrot und Richard L. Hudson: Fraktale und Finanzen – Märkte zwischen Risiko, Rendite und Ruin, Zeitschrift für Sozialökonomie, 164, April 2010.
  • Zinsfunktionen und das Problem doppelter Inkonsistenz, Zeitschrift für Sozialökonomie, 160, April 2009.
  • Joachim Bauer: Prinzip Menschlichkeit – Warum wir von Natur aus kooperieren, Zeitschrift für Sozialökonomie, 158, Oktober 2008.
  • Marktversagen, Verschwendung und bürgerschaftliches Engagement: Versuch zur ökonomischen Begründung von Regionalgeld, Zeitschrift für Sozialökonomie, 152, April 2007.
  • Tauschringe und Marktwirtschaft: Eine ökonomische Analyse lokaler Komplementärökonomien, Berlin, Duncker & Humblot, 2004.
  • Struktur öffentlicher Finanzen in Württemberg-Baden von 1945 bis 1952, St. Katharinen, Scripta Mercaturae, 1998.

    Eva-Maria Hubert ist über folgende e-mail zu erreichen: em.hubert(at)arcor.de

Veröffentlichungen auf monneta.org:

Sozialtechnik Geld und Währungsmorphologie (Mai 2012)

Zinsfunktionen und das Problem doppelter Inkonsistenz (April 2009)

Marktversagen, Verschwendung und bürgerliches Engagement (April 2007)

Tauschringe, Regios, Bartergeschäfte … Alternative Verrechnungssysteme für eine bessere Welt? (17. Mai 2010)

Eva-Maria Hubert und das Zinsproblem (2009 – Video 6min.)

Frank Jansky ist Rechtsanwalt und erster Vorsitzender des Regiogeldverbandes e.V. Er ist Jahrgang 1967 geboren und in Genthin aufgewachsen, machte eine Berufsausbildung als Maschinenbauer und studierte nach seiner Einberufung als Soldat auf Zeit und seinem Fachschulabschluss als Staatswissenschaftler Rechtswissenschaften an der Universität Potsdam. Es folgten Referendariate und Tätigkeiten bei verschiedenen Rechtsanwälten, das zweite juristische Staatsexamen und schließlich seit 1998 die freiberufliche Tätigkeit als Rechtsanwalt. In seiner Kanzlei betreut er schwerpunktmäßig eigenständige, in der Regionalwirtschaft tätige Klein- und Mittelständische Unternehmen sowie Rechtsrat suchende Bürger. Während seiner langjährigen Tätigkeit hat er verschiedene Kompetenzfelder entwickelt, darunter auch den Bereich Geld- und Währungsrecht.

Frank Jansky ist Dozent für Rechtskunde im Rahmen von Aus- und Weiterbildung, eingetragener Streitschlichter und führt den Vorsitz in Vorständen und Aufsichtsorganen verschiedener Vereine und Kapitalgesellschaften. Als Mitglied der Aktionsgruppe Lobby Control setzt er sich für folgende Forderungen ein: Lobbyisten raus aus den Ministerien! Offenlegung aller Informationen über die bisherige Mitarbeit von Lobbyisten in Ministerien. Transparente und demokratische Wege zu externem Sachverstand, z.B. über Anhörungen oder andere Beteiligungsverfahren.

Frank Jansky lebt in Magdeburg, war dort Initiator der Regionalwährung „Urstromtaler“ und engagiert sich im BUND Sachsen-Anhalt. Zurzeit begleitet er das Schülerprojekt „WIR-Schülerbank“ in der Sekundarschule ‚An der Elbe‘ in Parey.

Frank Jansky ist über folgende E-Mail zu erreichen: frank.jansky(at)freenet.de

Veröffentlichungen von Frank Jansky auf monneta.org:

Frank Jansky über Regionalgeld (2009 – Video 6 min.)

Prof. Dr. Christian Kreiß, Jahrgang 1962, studierte Volkswirtschaftslehre und promovierte in München über die Große Depression 1929 bis 1932. Nach neun Jahren Berufstätigkeit als Bankier in verschiedenen Geschäftsbanken, davon sieben Jahre als Investment Banker, unterrichtet er seit 2002 als Professor an der Hochschule Aalen Finanzierung und Wirtschaftspolitik. 2004 und 2006 hielt er an der University of Maine, USA, Master of Business Administration (MBA) Vorlesungen über Investment Banking. Christian Kreiß ist ein sehr gesuchter Vortragsredner, weil er sein großes Fachwissen dem Publikum spannend und allgemeinverständlich vermitteln kann.

Er hat zahlreiche Interviews im Rundfunk und Fernsehen gegeben und viel publiziert. Sein neues Buch ist 2013 erschienen unter dem Titel: Profitwahn – Warum sich eine menschengerechte Wirtschaft lohnt

Darin tritt Christian Kreiß gegen die Diktatur der Finanzmärkte an und gegen seine eigene Zunft – die Wirtschaftsexperten. Sie beraten die Regierungen der Welt und beeinflussen, was der Öffentlichkeit als wissenschaftliche Wahrheit verkauft wird. Mit historischen Fakten und aktuellen Zahlen entlarvt Kreiß das zu bitterem Ernst gewordene Monopoly-Spiel der Finanzindustrie. Er veranschaulicht, wie in der Vergangenheit jede wirtschaftliche Wachstumsphase in sozialen Unfrieden und Chaos umschlug. Seine erschreckende Bilanz: Wir selbst befinden uns am Ende einer solchen Periode. Es ist höchste Zeit für eine Gesellschaftsordnung, die Mensch und Umwelt gerecht wird. Auf dem Spiel stehen ein menschenwürdiges Dasein und echte Demokratie.

Prof. Dr. Christian Kreiß ist zu erreichen unter: christian.kreiss (at) hs-aalen.de

Mehr zu seiner Person und seinen Aktivitäten auf http://menschengerechtewirtschaft.de/

Kathrin Latsch ist Geschäftsführerin von MONNETA gGmbH, Journalistin und freie Autorin für Reportagen, Fernsehberichte und Dokumentationen u. a. für ARTE und das NDR-Fernsehen. 2007 erhielt sie den Ekotop-Filmpreis „International Sustainable Development Film“.

Zudem moderiert sie bei Veranstaltungen hauptsächlich zu den Themenbereichen Wissenschaft, Bildung, Umwelt und nachhaltige Finanzwirtschaft. Seit der Finanzkrise 2008 arbeitet sie mit dem Netzwerk der Experten von MONNETA zusammen, die über nachhaltige Geldsysteme und Gemeinschaftswährungen informieren, diese erforschen und weiter entwickeln. Gemeinsam mit Ludwig Schuster hat sie die „Umweltkarte“, ein Prämiensystem für umweltfreundliches Verhalten entwickelt und mit diesem Projekt 2012 den Bürgerideenwettbewerb in Hamburg gewonnen.

Ihr Kurzfilm „Fehler im Geldsystem?“ klärt über Probleme auf, die z.B. durch den Zinseszins entstehen und dient auch als Einspielfilm in Vorträgen über grundsätzliche Probleme in der Finanzwirtschaft und neue Lösungsmöglichkeiten.

Kathrin Latsch lebt in Hamburg und ist über folgende e-Mail zu erreichen:

kathrin (at) monneta.org

Bernard Lietaer ist ein internationaler Finanzexperte für Geldsysteme, der seit 35 Jahren in ungewöhnlich vielfältigen Funktionen der Finanzbranche gearbeitet hat. Bei der belgischen Zentralbank war er an der Gestaltung und Umsetzung des Konvergenzmechanismus (ECU) im europäischen Währungssystem beteiligt und wurde anschließend Präsident des belgischen elektronischen Zahlungssystems. Er war Generalmanager und Währungstrader beim Gaia Hedgefonds. Business Week ernannte ihn 1990 zum Toptrader der Welt. Er hat verschiedene Geldsysteme erfunden (wie den Terra oder den Saber), viele Währungen weiter entwickelt und Regierungen, Gesellschaften und gemeinnützigen Organisationen in finanzwirtschaftlichen Fragen beraten. Derzeit ist er Research Fellow an der University of California in Berkley und Gastprofessor an der Finanzuniversität in Moskau und an der Sorbonne in Paris.

Lietaer hat 15 Bücher geschrieben z.B. „The Future of Money“, das in 18 Sprachen übersetzt wurde. 2012 veröffentlichte er (mit Arnsperger, Goerner, Brunnhuber ) einen Bericht für den Club of Rome „Geld und Nachhaltigkeit – von einem überholten Finanzsystem zu einem monetären Ökosystem“.

Am 4.12.2012 erhielten Margrit Kennedy und Bernard Lietaer den schwedischen Preis „Utstickarpris“ für ihre mutigen Arbeiten zu Geldsystemen, die den Menschen, der Wirtschaft und der Umwelt dienen.

Ausgewählte Veröffentlichungen:

  • Das Geld der Zukunft. München: Riemann, Oktober 1999.
  • Mysterium Geld: Bedeutung und Wirkungsweise eines Tabus. München: Riemann, April 2000.
  • Regionalwährungen: Neue Wege zu nachhaltigem Wohlstand. Mit Prof. Dr. Margrit Kennedy.  München: Riemann, März 2004.
  • Die Welt des Geldes: Das Aufklärungsbuch. Würzburg: Arena, 2001.
  • Nur Steuern verleihen Wert, TAZ, Interview Eric Bonse, 5. Juni 2012.
  • Alternatives Geld gegen die Krise, Schweizer Fernsehen, 26. Dezember 2011.
  • Wege zur Bewältigung systemischer Bankenkrisen, mit Dr. Robert Ulanowicz und Dr. Sally Goerner. Wissenschaftliche Arbeit für die World Academy of Arts and Sciences (WAAS) Hyderabad, Indien, 2008.
  • Geld und Nachhaltigkeit: Von einem überholten Finanzsystem zu einem monetären Ökosystem. Bericht des Club of Rome mit Christian Arnsperger, Sally Goerner, Stefan Brunnhuber, Europa Verlag Berlin 2013 (Original: Money and Sustainability, 2012)

Bernard Lietaer lebt in Brüssel und ist unter folgender e-Mail-Adresse zu erreichen:

bernard (at)lietaer.com

Die Webseite von Bernard Lietaer:

www.lietaer.com

Veröffentlichungen von Bernard Lietaer auf monneta.org:

„Geld für die Zukunft – Auswege aus zyklischen Wirtschaftskrisen“ (2009 – Video 50 min.)

Tobias Plettenbacher arbeitet seit vielen Jahren im Bereich des Geld- und Finanzsystems, der komplementären Währungen und nachhaltiger Wirtschaft. Bereits vor der Finanzkrise 2008 hat er ein Buch geschrieben, in dem die Krise vorhergesagt und Auswege vorgestellt werden: „Neues Geld – Neue Welt: Die drohende Wirtschaftskrise – Ursachen und Auswege“ (planet Verlag 2006). Dieses Buch stellt er auch im PDF-Format kostenlos zum Download (2,8 MB) zur Verfügung.

In Österreich und in Deutschland baut Tobias Plettenbacher seit 2008 ein komplementäres Geldsystem auf, das erfolgreich in 25 Regionen für ca. 2000 Mitglieder funktioniert: Das Zeittauschnetzwerk WIR GEMEIMSAM

http://www.wirgemeinsam.net

Er ist ein gefragter Redner und Berater insbesondere für Initiativen, die Alternativen aufbauen wollen, denn er hat viel praktisch Erfahrung und durch seinen professionellen Hintergrund als Ökologe, Informatiker und Programmierer auch ein fundiertes Know-how.

Mehr Informationen finden Sie auf der seiner Homepage:

https://www.plettenbacher.net

Tobias Plettenbacher lebt in Ried im Innkreis in Oberösterreich und ist unter folgender e-Mail zu erreichen: office@plettenbacher.net

Ludwig Schuster, geb. 1975, ist Projektmanager, Berater und Referent für nachhaltige Entwicklung, sowie Experte für Komplementärwährungen und alternative Geldsysteme. Zurzeit arbeitet er in der sinnwerkstatt Medienagentur GmbH als Strategieberater für öko-soziale Unternehmen. Seit vielen Jahren berät er nachhaltige Komplementärwährungs-Startups in Deutschland und Europa.

Ludwig Schuster engagiert sich in der Gemeinwohlökonomie-Bewegung und war Mitglied im Fachbeirat des Regiogeld-Verbands. Im Rahmen der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe Nachhaltiges Geld, die er mit gegründet und koordiniert hat, forscht er zu den monetären Ursachen des Wachstumszwangs und möglichen (geld-)ordnungspolitischen Ansätzen für eine nachhaltige Ökonomie.

Publikationen und Aufsätze zum Thema:

Mehr Informationen zu Ludwig Schuster hier.