Zahlreiche gesellschaftliche Probleme werden unserem Wirtschaftssystem zugeschrieben. Bei MONNETA interessiert uns vor allem, welche Probleme aus der Konstruktion des Geldsystems entstehen. Vier Hauptprobleme sind eng miteinander verwoben: Systembedingte Wachstumszwänge, eine stetige Umverteilung von Arm zu Reich, die Notwendigkeit einer ständig zunehmenden Verschuldung, und nicht zuletzt die Rolle des Geldsystems als Auslöser von Wirtschafts,- Finanz- und Währungskrisen.

Finance Watch ist eine unabhängige gemeinnützige Mitgliederorganisation, die 2011 ins Leben gerufen wurde, um ein Gegengewicht zur mächtigen Lobby der Finanzindustrie zu schaffen. Unsere Aufgabe ist es, in den Debatten um wichtige Finanzmarktreformen die Stimme der Gesellschaft zu stärken. Dies tun wir, indem wir als Bürgeranwalt gegenüber dem Gesetzgeber und der Öffentlichkeit das Gemeinwohlinteresse vertreten. Unsere Mitglieder sind zivilgesellschaftliche Organisationen und Finanzexperten, sie werden durch einen festen Mitarbeiterstab unterstützt.

In Kürze:

  • Finance Watch vertritt das Gemeinwohlinteresse bei der Finanzmarktregulierung.
  • Wir sind völlig unabhängig, sowohl von politischen Parteien als auch von der Finanzindustrie.
  • Unsere über 70 Mitglieder umfassen zivilgesellschaftliche Organisationen und Finanzexperten, die zusammen Millionen europäische Bürger repräsentieren.
  • Tausende Finance Watch Freunde unterstützen uns ins ganz Europa und bleiben durch unseren Newsletter auf dem Laufenden. Machen auch Sie mit!
  • Unser Team besteht aus 11 Experten, von denen viele früher selbst im Finanzsektor gearbeitet haben.
  • Wir finanzieren uns ausschließlich über private Spenden, Stiftungsgelder, öffentliche Fördermittel und Mitgliedsbeiträge.
  • Im Jahr 2015 haben wir 18 Berichte und Stellungnahmen verfasst, an über 131 offiziellen Treffen mit Gesetzgebern und Vertretern der Finanzindustrie teilgenommen und sind in zahlreichen Artikeln und Beiträgen in den Medien erwähnt worden. Die Zahl unserer Follower auf Facebook und Twitter wuchs auf 20.000 bzw. 7.600 an. Inzwischen erhalten 11.500 Freunde von Finance Watch unseren monatlichen Newsletter. Mehr dazu in unserem Jahresbericht 2016 (auf Englisch).

Diesen Text sowie alle Weiteren Informationen von und über Finance Watch finden sich auf: http://finance-watch.org

Ein Blick in die tägliche Presse zeigt: Ob Hunger, Umweltzerstörung, Klimawandel, Finanzmarktkrise, soziale Ungleichheit oder Arbeitslosigkeit – die (ökonomischen) Probleme unserer Zeit sind vielfältig und komplex. Die Antworten der akademischen VWL, privaten Forschungsinstituten und der Presse sind hingegen meist eindimensional. Ein wichtiger Grund hierfür ist, dass die dahinter liegenden theoretischen Konzepte meist ein und derselben Denkschule entspringen, weshalb ihre Modelle einseitig und ihre Perspektive eingeschränkt bleiben. Genau hier liegt das Problem:

Junge NachwuchsökonomInnen bekommen in Ihrer Ausbildung meist nur dieses eine Denkmuster – die neoklassische Modellökonomik – vermittelt, und auch danach sind DoktorandenInnen, Postdocs und ProfessorenInnen der VWL einem hohen Konformitätsdruck ausgesetzt. Die Lösung realer gesellschaftlicher Probleme rückt dabei im Schein mathematischer Objektivität und eines überhöhten Dogmatismus in den Hintergrund.

Dies ist nicht nur das interne Problem einer akademischen Disziplin, sondern wirkt sich über Expertisen und wirtschaftspolitische Empfehlungen von ÖkonomInnen an die Politik auf die ganze Gesellschaft aus, betrifft also alle Menschen.

Unser Ziel ist es, der Vielfalt ökonomischer Theorien Raum zu geben, die Lösung realer Probleme in den Vordergrund zu stellen sowie Selbstkritik, Reflexion und Offenheit in der VWL zu fördern. Dabei gehen wir bewusst über einen VWL-internen Diskurs hinaus und richten unsrer Anliegen gezielt an Zivilgesellschaft, Politik und mediale Öffentlichkeit.

Der von verschiedenen pluralen Gruppen und über 750 Personen unterstützte offene Brief vom September 2012 steht für die Notwenigkeit einer Neugestaltung der Volkswirtschaftslehre im Sinne von Theorien- und Methodenvielfalt sowie Selbstreflexion des Faches. Er ist zugleich der gemeinsame Nenner der Initativen, die sich zum Netzwerk Plurale Ökonomik e.V. zusammengeschlossen haben, um gemeinsam für die Öffnung der Volkswirtschaftslehre eintreten.

Aktivitäten

Entsprechend unseren Zielen sind unsere Aktivitäten hauptsächlich auf die Vernetzung interessierter und aktiver Menschen, sowie die inhaltliche kritische Auseinandersetzung mit pluraler Ökonomik ausgerichtet. Momentan liegt der Fokus auf der Professionalisierung und Verstetigung unserer Arbeit durch die Kampagne PluraloWatch.

Einige Aktivitäten des Netzwerks:

  • Veröffentlichung des offenen Briefs
  • Organisation einer pluralistischen Ergänzungsveranstaltung zur Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik (Göttingen 2012)
  • Planung eines PluraloRankings zur systematischen Evaluierung der Pluralität der Lehre an VWL Fakultäten in Deutschland
  • Multiplikation erfolgreicher Veranstaltungen der Netzwerkmitglieder, z.B.: Vorlesungen, Seminare, Vortragsreihen, Kongresse im Rahmen der Informations- und Aktionsplattform PluraloWatch
  • Entwicklung alternativer Lehrmodule pluraler volkswirtschaftlicher Lehre und Bereitstelltung auf einer virtuellen PluraloUni
  • Aufbau und Pflege einer gemeinsamen Literatur- und Materialsammlung sowie Videos heterodoxer Vorträge
  • Regelmäßige bundesweite und lokale Treffen
  • Erweiterung des Netzwerkes durch weitere lokale Gruppen und neue Mitglieder

Das Netzwerk wird weitgehend von ehrenamtlicher Arbeit getragen. Wir freuen uns über jede personelle oder finanzielle Unterstützung durch Studierende, Promovierende, Postdocs, ProfessorInnen und von allen an einer pluralen Ökonomik interessierten Menschen!

Dieser Artikel und mehr Information zum Netzwerk Plurale Ökonomik findet sich unter

https://www.plurale-oekonomik.de

Die Mitglieder der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe nachhaltiges Geld haben sich zum Ziel gesetzt, folgende Fragen tiefergehend zu analysieren:

  • Verhält sich Geld so neutral, wie es die Wirtschaftswissenschaft in den meisten ihrer Modelle voraussetzt? Oder treibt die Konstruktion des Finanzsystems, treibt das Geld selbst wirtschaftliches Wachstum mit an?
  • Inwieweit ist die Geldarchitektur auf Wachstum angewiesen, um ihre eigene Stabilität nicht zu gefährden?
  • Eröffnen sich der Politik hier neue, bisher übersehene Gestaltungsspielräume, um das Wachstumsparadigma zu überwinden?

Mitgleider sind derzeit:

http://geld-und-nachhaltigkeit.de

Die New Economics Foundation (NEF) ist eine Ideenschmiede in Großbritannien, die soziale, wirtschaftliche und ökologische Gerechtigkeit fördert. NEF ist seit 1996 das führende gemeinnützige Forschungsinstitut Großbritanniens für das Studium von Geld, Kredit und komplementären Währungen.

www.neweconomics.org