Zahlreiche gesellschaftliche Probleme werden unserem Wirtschaftssystem zugeschrieben. Bei MONNETA interessiert uns vor allem, welche Probleme aus der Konstruktion des Geldsystems entstehen. Vier Hauptprobleme sind eng miteinander verwoben: Systembedingte Wachstumszwänge, eine stetige Umverteilung von Arm zu Reich, die Notwendigkeit einer ständig zunehmenden Verschuldung, und nicht zuletzt die Rolle des Geldsystems als Auslöser von Wirtschafts,- Finanz- und Währungskrisen.

von Dr. Eva-Maria Hubert, in: Zeitschrift für Sozialökonomie (ZfSÖ) 172/173, Mai 2012

Was ist Geld? Wer denkt, das ist doch ganz einfach, es ist ein Zahlungsmittel, der hat Recht. Geld ist Zahlungsmittel. Zahlungsmittel zu sein, das ist seine ureigenste Aufgabe – und zwar unabhängig davon, ob es als Muschel-, Weizen-, Münz- oder Papiergeld, ob es als Zeit- oder Internetwährung auftritt. Zusätzlich kann Geld auch als Rechenmittel und Wertspeicher dienen. Doch das „Agens Geld“ ist weit mehr: Es ist eine Sozialtechnik und zwar eine, die sich über Jahrtausende hin entwickelte und immer noch weiterentwickelt.

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Neue Geldpolitik ohne Zinseszinseffekt und Wachstumszwang. Von Norbert Olah, Thomas Huth und Dirk Löhr.

Veröffentlicht in: Zeitschrift für Sozialökonomie Nr. 164/165, Januar 2010

Aus den normativ gegebenen Zielen des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts, die den Sollzustand eines Wirtschaftssystems beschreiben, werden mit Hilfe der goldenen Regel der Kapitalakkumulation von Allais und der Eigenzinstheorie von Keynes notwendige Bedingungen an die Zinsstruktur einer Marktwirtschaft auf einem optimalen Wachstumspfad mit maximalem Konsum und maximalen Gewinnen abgeleitet. Aus den Bedingungen für eine optimale Zinsstruktur wird eine neue Geldpolitik entwickelt, die Stabilität ohne Zinseszinseffekt, Wachstum ohne Zwang, Preisstabilität und eine aus Zinseinsparungen bezahlbare Vollbeschäftigung verspricht.

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von Eva-Maria Hubert, in: Zeitschrift für Sozialökonomie Nr. 160/161, April 2009

Einführung
Unterschiedlichste Faktoren seien für die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten verantwortlich. Regelmäßig werden auch das zu geringe Niveau von Schuldzinsen und übermäßige Renditeansprüche angeführt, sie rücken verstärkt in die öffentliche Diskussion. Doch verwischen zahlreiche Finanzinnovationen zunehmend die Grenzen zwischen Eigen- und Fremdkapital. Wenn daher im Folgenden vereinfacht von Zinsen die Rede ist, handelt es sich um Geldzinsen auf eigenes und fremdes Geldkapital, genauer: Zinsen werden hier als „Preis eigenen und fremden Geldes“ definiert, ein Vorgehen, das gerechtfertigt erscheint durch die überwältigende Dominanz von Anlageentscheidungen als rein monetäre Entscheidung. Interessanterweise lässt eine solche Sichtweise die komplexe Funktionalität des Zinses deutlicher hervortreten.

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Eine ökonomische Begründung von Regionalgeld. Von Eva-Maria Hubert.

Veröffentlicht in: Zeitschrift für Sozialökonomie Nr. 152, April 2007

Auszug:
Spannend ist es gerade aus ökonomischer Sicht, die Entwicklungslinien unterschiedlicher Regionalgeld-Projekte zu verfolgen: Nach ausgedehnter Planungs- und Vorbereitungsphase nehmen sie konkrete Gestalt an, klein und bescheiden. Heranwachsend durchlaufen sie allerlei Kinderkrankheiten, zeigen gleichwohl weiteres Entwicklungspotential und entfalten ihre Stärken. Interessanterweise offenbaren sie dann Tugenden, die eigentlich jedem überzeugten Marktwirtschaftler und jedem vorausschauenden Menschen helle Freude bereiten sollten, Tugenden, von denen zu erwarten steht, dass sie erst im reifen Zustand ihr volles Ausmaß zeigen können. Es geht um die Fähigkeit, bekannten, der Marktwirtschaft zuzuordnenden Marktversagensphänomenen und weiteren Effizienzmängeln, aber auch psycho-sozialen Defiziten entgegenzuwirken.

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