Ein Blick in die tägliche Presse zeigt: Ob Hunger, Umweltzerstörung, Klimawandel, Finanzmarktkrise, soziale Ungleichheit oder Arbeitslosigkeit – die (ökonomischen) Probleme unserer Zeit sind vielfältig und komplex. Die Antworten der akademischen VWL, privaten Forschungsinstituten und der Presse sind hingegen meist eindimensional. Ein wichtiger Grund hierfür ist, dass die dahinter liegenden theoretischen Konzepte meist ein und derselben Denkschule entspringen, weshalb ihre Modelle einseitig und ihre Perspektive eingeschränkt bleiben. Genau hier liegt das Problem:

Junge NachwuchsökonomInnen bekommen in Ihrer Ausbildung meist nur dieses eine Denkmuster – die neoklassische Modellökonomik – vermittelt, und auch danach sind DoktorandenInnen, Postdocs und ProfessorenInnen der VWL einem hohen Konformitätsdruck ausgesetzt. Die Lösung realer gesellschaftlicher Probleme rückt dabei im Schein mathematischer Objektivität und eines überhöhten Dogmatismus in den Hintergrund.

Dies ist nicht nur das interne Problem einer akademischen Disziplin, sondern wirkt sich über Expertisen und wirtschaftspolitische Empfehlungen von ÖkonomInnen an die Politik auf die ganze Gesellschaft aus, betrifft also alle Menschen.

Unser Ziel ist es, der Vielfalt ökonomischer Theorien Raum zu geben, die Lösung realer Probleme in den Vordergrund zu stellen sowie Selbstkritik, Reflexion und Offenheit in der VWL zu fördern. Dabei gehen wir bewusst über einen VWL-internen Diskurs hinaus und richten unsrer Anliegen gezielt an Zivilgesellschaft, Politik und mediale Öffentlichkeit.

Der von verschiedenen pluralen Gruppen und über 750 Personen unterstützte offene Brief vom September 2012 steht für die Notwenigkeit einer Neugestaltung der Volkswirtschaftslehre im Sinne von Theorien- und Methodenvielfalt sowie Selbstreflexion des Faches. Er ist zugleich der gemeinsame Nenner der Initativen, die sich zum Netzwerk Plurale Ökonomik e.V. zusammengeschlossen haben, um gemeinsam für die Öffnung der Volkswirtschaftslehre eintreten.

Aktivitäten

Entsprechend unseren Zielen sind unsere Aktivitäten hauptsächlich auf die Vernetzung interessierter und aktiver Menschen, sowie die inhaltliche kritische Auseinandersetzung mit pluraler Ökonomik ausgerichtet. Momentan liegt der Fokus auf der Professionalisierung und Verstetigung unserer Arbeit durch die Kampagne PluraloWatch.

Einige Aktivitäten des Netzwerks:

  • Veröffentlichung des offenen Briefs
  • Organisation einer pluralistischen Ergänzungsveranstaltung zur Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik (Göttingen 2012)
  • Planung eines PluraloRankings zur systematischen Evaluierung der Pluralität der Lehre an VWL Fakultäten in Deutschland
  • Multiplikation erfolgreicher Veranstaltungen der Netzwerkmitglieder, z.B.: Vorlesungen, Seminare, Vortragsreihen, Kongresse im Rahmen der Informations- und Aktionsplattform PluraloWatch
  • Entwicklung alternativer Lehrmodule pluraler volkswirtschaftlicher Lehre und Bereitstelltung auf einer virtuellen PluraloUni
  • Aufbau und Pflege einer gemeinsamen Literatur- und Materialsammlung sowie Videos heterodoxer Vorträge
  • Regelmäßige bundesweite und lokale Treffen
  • Erweiterung des Netzwerkes durch weitere lokale Gruppen und neue Mitglieder

Das Netzwerk wird weitgehend von ehrenamtlicher Arbeit getragen. Wir freuen uns über jede personelle oder finanzielle Unterstützung durch Studierende, Promovierende, Postdocs, ProfessorInnen und von allen an einer pluralen Ökonomik interessierten Menschen!

Dieser Artikel und mehr Information zum Netzwerk Plurale Ökonomik findet sich unter

https://www.plurale-oekonomik.de

Die Mitglieder der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe nachhaltiges Geld haben sich zum Ziel gesetzt, folgende Fragen tiefergehend zu analysieren:

  • Verhält sich Geld so neutral, wie es die Wirtschaftswissenschaft in den meisten ihrer Modelle voraussetzt? Oder treibt die Konstruktion des Finanzsystems, treibt das Geld selbst wirtschaftliches Wachstum mit an?
  • Inwieweit ist die Geldarchitektur auf Wachstum angewiesen, um ihre eigene Stabilität nicht zu gefährden?
  • Eröffnen sich der Politik hier neue, bisher übersehene Gestaltungsspielräume, um das Wachstumsparadigma zu überwinden?

Mitgleider sind derzeit:

http://geld-und-nachhaltigkeit.de

Die New Economics Foundation (NEF) ist eine Ideenschmiede in Großbritannien, die soziale, wirtschaftliche und ökologische Gerechtigkeit fördert. NEF ist seit 1996 das führende gemeinnützige Forschungsinstitut Großbritanniens für das Studium von Geld, Kredit und komplementären Währungen.

www.neweconomics.org

Der überparteiliche Verein Monetäre Modernisierung (MoMo) und der namhafte Wissenschaftliche Beirat setzen sich dafür ein, die Finanzwirtschaft in den Dienst der Realwirtschaft und das Geldsystem in den Dienst der Menschen zu stellen.

Der Verein wurde im Oktober 2011 gegründet und hat das Ziel, in der Schweiz eine öffentliche Diskussion über die Vollgeldreform nach Joseph Huber zu starten und eine Volksinitiative zu lancieren.

Ziele der Initiative:

1. Allein die Nationalbank stellt künftig elektronisches Buchgeld her.
2. Banken dürfen selbst kein eigenes Giralgeld mehr erzeugen, sondern nur noch das Geld verleihen, das es schon gibt.
3. Neues Vollgeld bringt die Nationalbank in der Regel durch schuldfreie Übergabe an Bund, Kantone oder die Bürgerinnen und Bürger in Umlauf.

Der Verein MoMo und die Vollgeld-Initiative im Web:

Homepage des Vereins: http://vollgeld.ch/verein-momo

Homepage der Vollgeld-Initiative: http://www.vollgeld-initiative.ch/

Facebook: http://facebook.com/vollgeldreform
Twitter: http://twitter.com/@Vollgeldreform
youtube: http://www.youtube.com/channel/UCLf3KRYVKuDLVPSag6gLpjw

Postanschrift/Geschäftsstelle

MoMo Verein Monetäre Modernisierung
Postfach 3160
CH-5430 Wettingen
Switzerland

Kontakt:

Vollgeld-Initiative

Infotelefon: +41 (0)44 586 69 94

Mail: info (at) vollgeld-initiative.ch / info (at) monnaie-pleine.ch

Verantwortlicher Redakteur: Thomas Mayer

Weitere Ansprechpartner siehe http://www.vollgeld-initiative.ch/ansprechpartner/

MoMo Verein Monetäre Modernisierung

Tel. +41 (0)79 773 34 50

Mail: info (at) vollgeld.ch

Vertreten durch: Hansruedi Weber (Präsident), Werner Kallenberger (Vizepräsident), Daniel Meier (Kassier, Geschäftsführung)

Im Jahr 2012 haben sich an einer Reform des Geldsystems interessierte Bürgerinnen und Bürger zusammengefunden und in Berlin den gemeinnützigen Verein Monetative e.V. gegründet (Satzung hier). Der Verein fordert eine grundlegende Reform des bestehenden Geldsystems. Er sieht die Hauptprobleme darin, dass:

  • nur das Bargeld von der Zentralbank herausgegeben wird, während das Geld für den bargeldlosen Zahlungsverkehr (Giralgeld) ausschließlich durch private Geschäftsbanken erzeugt wird
  • Banken bei Zahlungen an Nichtbanken immer neues Giralgeld aus dem Nichts schöpfen, etwa bei Kreditvergabe, Wertpapierkauf etc.
  • Instabilität und Finanzkrisen vorprogrammiert sind
  • Staat und Bürger bei Bankenpleiten haften müssen

Zu seinen Reformforderungen gehören:

  • die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung in der Verantwortung einer unabhängigen 4. Gewalt, der Monetative
  • ein sogenanntes Vollgeldsystem mit Beendigung jeglicher Geldschöpfung durch private Geschäftsbanken
  • die Inumlaufbringung neuen Geldes durch öffentliche Ausgaben zugunsten der Allgemeinheit

Der Verein Monentative e.V. ist der Internationalen Geldreformbewegung angeschlossen. Auf nationaler und europäischer Ebene verfolgt er das Ziel, die sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Erforschung der Funktionsweise von Geldwesen und Finanzordnung, insbesondere der Geldschöpfung in Geschichte, Gegenwart und möglichen Zukunftsszenarien; sowie die Wissensvermittlung und Erwachsenenbildung zu diesen Themen.

Der Verein und seine Mitglieder

  • veranstalten regelmäßige Infoabende, diskutieren Fachfragen in vereinsinternen Workshops und halten Jahrestagungen (siehe Veranstaltungen)
  • tragen zur allgemeinen Aufklärung zur Funktionsweise des Geldsystems bei
  • veröffentlichen einen regelmäßigen Newsletter
  • kontaktieren an Geldreform interessierte Journalisten, Politiker und Verbände
  • arbeiten weltweit mit inhaltlich nahestehenden Geldreforminitiativen zusammen

 

Die Monetative im Web:

Homepage: http://www.monetative.de/

Facebook: https://www.facebook.com/Monetative

Twitter: https://twitter.com/Monetative

youtube: http://www.youtube.com/channel/UCkxcl3lSt0WOJN1q5tlDRuA

Postanschrift/Geschäftsstelle

Monetative e.V.
Merseburgerstr. 14
10823 Berlin

Kontakt

Tel.  +49 (0)30 12064298

Mail: mail (at) monetative.de

Vertreten durch:

Klaus Karwat, 1. Vorsitzender