Immer mehr Banken, Ökonomen und Politiker raten seit ein paar Jahren dazu, das Bargeld in Europa abzuschaffen (im Euroraum, aber auch in der Schweiz, Schweden, Norwegen, Dänemark und Großbritannien). Zahlung sollen dann nur mehr durch E-Cash, also Bankomat- oder Kredit­karten und andere elektronische Systeme möglich sein (PayPal, Handy, Chips, Prepaid-Karten…) Worum geht es den Gegnern des Bargeldes? Wollen sie möglicherweise Bankkonkurse, Schwarzarbeit, Geldwäsche und Steuerhinterziehung verhindern, den Überwachungsstaat ausbauen und die Wirtschaft mit negativen Zinsen ankurbeln?

Vorgeschichte

Seit Jahrzehnten wird in Europa versucht, Bargeld zurückzudrängen, elektronisches Geld zu fördern und alle BürgerInnen mit Girokonten, Bankomat- und Kreditkarten auszustatten – bisher jedoch erst mit begrenztem Erfolg. „Nur Bares ist Wahres.“ denken sich die meisten, wollen die Kontrolle über ihre Ausgaben behalten und fürchten die Kontrolle durch Banken und staatlichen Institutionen.
Die Menschen setzen im Gegenteil sogar vermehrt auf Bargeld, holen ihr Geld von der Bank und legen es „unter die Matratze“, weil die Zinsen so niedrig sind und das Vertrauen in die Banken verloren geht. So ist die Bargeldmenge in der EU 2015 um 80 Mrd. auf über eine Billion € gestiegen1. Auch in der Schweiz steigt die Nachfrage nach 1.000 SFR Scheinen enorm2. Bürger, Banken und Pensionsfonds legen ihr Geld in Tresore3. Bereits 28% des gesamten Euro-Bargelds wird in 500 € Scheinen gehalten. Das Horten großer Scheine ist ein Krisenindikator.

Aktuelle Situation

  • Derzeit gibt es schon in 18 EU-Ländern Obergrenzen bei Bargeld-Zahlungen: Griechenland 500 €, Italien, Frankreich und Portugal 1.000 €, Spanien 2.500 €, Belgien 3.000 €, Slowakei 5.000 €, Deutschland derzeit Vorschläge von 2.000 – 5.000 € u.a.m. Höhere Barzahlungen sind steuerlich nicht absetzbar oder sogar strafbar (Strafen bis 250.000 € wie in Belgien).
  • Griechenland ist unter massivem Druck der EU ein Vorreiter beim Bargeldverbot: Neben der Obergrenze, die seit 2011 von 1.500 auf 500 € gesenkt wurde (geplant ist die weitere Senkung auf 70 €), gab es Beschrän­kungen in der Bargeldbehebung (60 € pro Tag und Bürger), Steuer­vorteile für Kreditkartennutzung im Handel und eine Meldepflicht für Bargeld und Schmuck4.
  • Italien hat die Obergrenze 2011 auf 1.000 € festgelegt, aufgrund von Protesten aber nun auf 3.000 € erhöht. Die Strafe beträgt weiterhin mindestens 3.000 € und bis zu 40% der Summe!
  • Dänemark hat die Bargeldannahmepflicht aufgelockert: Einzelhändler, Tankstellen und Restau­rants können sich nun weigern, Bargeld anzunehmen5. Dies soll künftig auf Supermärkte und die gesamte Wirtschaft ausgeweitet werden. Die Zentralbank hat angekündigt, ab Ende 2016 „mangels Nachfrage“ keine neuen Banknoten mehr zu drucken6. Und: Bei Barzahlungen ab ca. 1.344 € kann der Verbraucher belangt werden, wenn der Händler den Betrag nicht versteuert!
  • In Finnland, Estland, Schweden und Irland können Händler die Bargeldannahme verweigern.
  • In Holland zahlen Banken Bargeld nur noch auf Bestellung und mit Wartezeit aus.
  • Schweden hat keine gesetzlich vorgeschriebene Höchstgrenze, schränkt aber die Nutzung von Bargeld erheblich ein – meist mit dem Argument, dies sei zur „Kriminalitätsbekämpfung“ nötig, und beabsichtigt das Bargeld in den nächsten Jahren gänzlich abzuschaffen. Wer in Schweden bar zahlen möchte, muss damit rechnen wie ein Krimineller angesehen zu werden.
  • Demnächst soll der 500,- € Schein von der EZB gänzlich abgeschafft werden7.
  • Die EU arbeitet angeblich an konkreten Plänen, das Bargeld 2018 völlig abzuschaffen8.

Höchstgrenzen für Bargeldzahlungen in der EU

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Quelle: www.evz.de Hinweis: Die dort angegeben Höchstgrenzen sind nicht für alle Länder aktuell (z.B. Griechenland).

Die offiziellen Argumente

Terrorbekämpfung und Verhinderung von Geldwäsche: Terroristen, Drogendealer und andere Kriminelle haben schon längst Wege gefunden, ihrem Geschäft unbeschadet nachzugehen. Und das würden sie auch in Zukunft und ganz ohne Bargeld tun9. Illegale Zahlungen und Geldwäsche erfolgen nicht nur mit Bargeld, sondern über Scheinfirmen, dem arabischen Hawala-System oder sog. Kryptowährungen wie Bitcoin.

„Große Summen werden in der organisierten Kriminalität bargeldlos mittels Scheinfirmen hin und her transportiert, sodass diese das Bargeld gar nicht mehr brauchen.“
Prof. Friedrich Schneider, JKU Linz, Experte für Schattenwirtschaft

Verringerung der Kriminalität: In Schweden versuchen Polizei, Banken, Handel und VIPs (wie der ABBA-Star Björn Ulvaeus10) in der Aktion „Bargeldfrei jetzt!“ der Bevölkerung einzureden, dass es die Abschaffung des Bargeldes die Kriminalität deutlich reduziert (keine Raub­überfälle). Bargeld sei das „Blut in den Adern Krimineller“11. Das Betrugsrisiko ist aber bei elektronischem Geld viel höher (gehackte Passwörter, Phishing, Trojaner…). Ich habe noch nie einen Raubüber­fall erlebt, aber bereits mehrmals den Betrug mit Bankomat- oder Kreditkarten v.a. im Internet. Schon mit Name, IBAN, Zahlschein und eingescannter Unterschrift lassen sich unbemerkt viele kleine Beträge abbuchen oder das ganze Konto leerräumen – so viel Bargeld tragen die meisten sicher nicht mit sich herum. Terror, Geldwäsche und Kriminalität lassen sich nicht durch die „Scheinlösung“ der Bargeldabschaffung bekämpfen.
Bargeld sei unpraktisch und teuer: Dem würden wohl die meisten Menschen widersprechen – im Gegenteil: Bargeld ist sehr praktisch, man bleibt anonym und behält den Überblick. Richtig ist, dass durch die Reduktion von Personal-, Druck-, Sach- und Transport­kosten in der EU vor allem für die Banken Einsparungen über 1 Mrd.€ pro Jahr möglich sind.12

Bargeld sei unhygienisch: Bargeld trage zur Übertragung von Krankheiten bei. Aber wer küsst schon seine Geldscheine und Münzen?
Bargeld spiele keine große Rolle mehr: Man argumentiert, dass über 90% der Zahlungen bereits heute elektronisch erfolgen. Es stimmt, dass in der Wirt­schaft und auf den Finanz­märkten heute schon fast alle Transaktionen elektronisch erfolgen. Die Konsumenten nutzen aber vorwiegend Bargeld zum Einkauf – vor allem in Deutschland und Österreich (im Handel 79% der Transaktionen und 53% der Umsätze13)! In den USA wird Bargeld tatsächlich nur wenig genutzt, sondern vor allem Kreditkarten. In der Folge gibt es in den USA das Problem hoher Kreditkartenschulden, weil Menschen den Überblick verlieren und am Ende des Monats ihre Kreditkartenschulden nicht bezahlen können.
Verhinderung von Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung: Durch die Schulden­berge und die stagnierende Wirtschaft haben die meisten Staaten große finanzielle Probleme. Diese versuchen sie durch zusätzliche Steuereinnahmen zu lösen, indem sie Transaktionen digital erfassen (z.B. durch Registrierkassen). Allerdings bleiben die großen Steuersünder und die Gesetze unangetastet, die den Konzernen und Superreichen z.B. durch Gruppenbesteuerung bzw. Stiftungen Steuerfreiheiten erlauben. Steuerreformen und Maßnahmen gehen meistens zu Lasten der Kleinen, während die Großen sich im Bezug auf die sog. „Steueroptimierung“ beraten lassen. Diese legale Steuervermeidung hat dazu geführt, dass internationale Konzerne wie Amazon, Apple und IKEA viel weniger Steuern zahlen als klein- und mittelständische Betriebe. Die Lobbyarbeit der „Großen“ scheint sich also auszuzahlen. Ferner gibt es keine Millionen vollzeitbeschäftigter Schwarzarbeiter. Für ein Gros der Schwarz­­­arbeit sind meist Großunternehmen verantwortlich, die durch Subunternehmen Menschen auf Werkvertrags­basis ausbeuten.

Hintergründe und Risiken

Verhindern von Bank Runs und Bankkonkursen

Von einem „Bank Run“ spricht man, wenn die Sparer bei einem Crash das Vertrauen in eine Bank verlieren und ihre Ersparnisse abheben (siehe z.B. Zypern oder Northern Rock in England). Die Banken haben aber nur ein paar Prozent der Einlagen ihrer Kunden in Bar bzw. als Eigen­kapital. Daher würde jede Geschäftsbank bankrott (Ital. „banca rotta“) gehen und das Banken- und Geldsystem kollabieren, wenn nur ein paar Prozent der Bürger ihr Geld abheben würden. Die BürgerInnen würden nur Bruchteile ihrer Ersparnisse bekommen, denn Buchgeld auf Konten oder Spar­büchern ist nicht ihr eigenes Geld (staatliches Zahlungs­mittel), sondern entspricht nur Forderungen gegenüber den Banken auf Geld, das niemand garantieren kann – sicher nicht die Banken selbst. Die staatliche „Einlagensicherung“ ist 2015 nicht wie geplant ganz gefallen, aber seit Jänner 2016 auf 100.000 € pro Konto reduziert worden. Dass die bestehenden Notfallfonds und der Staat bei einem Banken-Crash oder Bank Run überfordert ist, zeigte unlängst Bulgarien im August 2014 sowie Italien im Sommer 2016.
Möglich ist das, weil Banken jeden Geldschein gegen Zinsen bis zu 100 Mal verleihen dürfen. Geschäftsleute, die Waren verkaufen, die sie nicht besitzen, würden hinter Schloss und Riegel wandern. Banken verdienen durch dieses Schöpfen von Buchgeld, der Staat durch die Ausgabe von Bargeld (sog. Seigniorage). Denn die Geschäftsbanken müssen sich Bargeld von der Nationalbank leihen, dafür Sichteinlagen (z.B. Wertpapiere) hinterlegen und Zinsen bezahlen. Je mehr Bargeld im Umlauf ist, umso teurer kommt dies die Banken bzw. umso mehr reduziert dies ihr verfügbares Kapital. Ohne Bargeld entfallen diese Kosten und erhöht sich das verfügbare Kapital der Privatbanken.
Die Abschaffung des Bargeldes würde die Konkursgefahr für Banken eliminieren, weil niemand mehr Geld abheben könnte. Ohne Bargeld können wir BürgerInnen den Banken nicht mehr unser Vertrauen entziehen – ein unbegrenzter Freibrief für das Bank- und Finanzsystem. Das Verhindern des Systemcrashs ist prinzipiell im Interesse von uns allen. Die Frage ist, wer dafür bezahlt – die bisherigen Nutznießer des Systems (Multimillionäre, die den Großteil aller Vermögen haben) oder die große Mehrheit der Bevölkerung. Ferner gäbe es auch andere Möglichkeiten, das Problem zu lösen, von Schuldenschnitten bis hin zu Systemreformen (wie die Geldschöpfung in staatliche Hand – siehe unterhalb) – ohne das Bargeld abzuschaffen und unsere Freiheit einzuschränken.

Aufbau eines Überwachungsstaates

Ohne Bargeld gibt es fast keine Chance mehr, zu leben ohne auf Schritt und Tritt überwachbare digitale Spuren zu hinterlassen. Jede Bewegung, jeder Urlaub, jeder Einkauf sind nachvollziehbar. Da wird es einerseits schwer, der Ehefrau jede Ausgabe auf dem Kontoauszug zu erklären. Andererseits warnen Experten vor einem Überwachungsstaat im Dienst der Finanzindustrie, ein „Zeitalter des ökonomischen Totalitarismus“. Wer garantiert nach dem NSA-Skandal den Daten­­schutz? Dank dem SWIFT-Abkommen darf die USA seit 2010 auf alle EU-Bankdaten zugreifen. Somit weiß auch die NSA sofort, was Sie wann und wo einkaufen. (Dieses Abkommen wurde übrigens ebenfalls im Namen der Terrorbekämpfung verabschiedet.) Die Registrierkassenpflicht in Österreich ist bereits ein Schritt in die Richtung der Kontrolle aller Zahlungen. Auch die Begehr­lichkeiten der Konzerne sind groß, bieten sich doch (alp-)traumhafte Marketingmöglichkeiten.
Aus dem rein elektronischen Zahlungsverkehr ergeben sich auch unheimliche Steuerungs- und Kontrollmöglichkeiten: Man bräuchte keine Gefängnisse, um Kritiker mundtot zu machen. Man könnte unbequeme BürgerInnen einfach aus der Gesellschaft ausschließen, indem man ihr Konto sperrt. Man könnte per Knopfdruck Alkoholikern das Bezahlen von Alkohol verunmögli­chen, Sozialhilfe­empfängern vorgeben, was sie kaufen dürfen, Ressourcen und Lebens­mittel ratio­nieren, Enteig­nungen im großen Stil durchführen und vieles mehr. Es wird zwar beteuert, dass wir ein Rechtsstaat seien und so etwas nie passieren würde. Aber wer garantiert uns, dass das so bleibt? Die Skandale der letzten Jahre haben gezeigt: Alles, was machbar ist, wird auch getan, vor allem wenn die Angst und „die Gier nach Geld den Mächtigen die Hirne zerfrisst“ (Heiner Geißler). Man bräuchte nur einen Sozialhilfe-Missbrauchsskandal hochkochen, schon wären die ersten Schritte möglich14.
„Ein vollelektronisches Geldsystem – völlig transparent, ohne jeglichen Schutz der Privatsphäre bei Transaktionen und mit dem ständigen Risiko einer Enteignung durch den Staat – bedeutet, dass Geld kein privates Eigentum mehr sein wird. Der Weg in die Hölle ist mit guten Absichten gepflastert.“ so Andreas Höfert, Chef-Ökonom der UBS, Die Weltwoche 27/2014.15
Wenn man dieses Szenario weiterdenkt, sind auch implantierte Chips vorstellbar. Dann könnten nur noch gechipte Menschen kaufen und verkaufen. So versucht man, Jugendliche in Diskos für implantierte Chips zu begeistern. Es sei „cool“ mit einem Schlenker des Handgelenks zu bezahlen. Spannend ist, dass schon in der Bibel etwas Ähnliches prophezeit wird16:
„Und es macht, dass die Kleinen und die Großen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Knechte allesamt sich ein Malzeichen geben an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn, dass niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Malzeichen, nämlich den Namen des Tiers oder die Zahl seines Namens. Hier ist Weisheit! Wer Verstand hat, der überlege die Zahl des Tiers; denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist […] 666.“ Offenbarung des Johannes (13,16)

Einführung von negativen Zinssätzen

Die Zentralbanken wollen negative Zinsen einführen (man würde am Konto oder Sparbuch also Geld verlieren), um die Menschen zum Konsum zu zwingen 17 und Wirtschaftswachstun und Ressourcenvergeudung anzukurbeln. Normal würden negative Zinsen auf Spar­einlagen zu Kapital­flucht führen: Die Sparer würden ihr Geld abheben. Was die Banken davon abhält, die negativen Leit­zinsen der Zentralbanken zu umgehen und nur noch Bargeld zu halten, sind die Aufbewahrungs­kosten in den Tresoren. Die Tresorkosten schaffen eine Obergrenze für den Strafzins. Durch Abschaffung der 500 € Scheine (28% des gesamten Euro-Bargelds) könnte die EZB den Strafzins von 0,3 auf 0,75% erhöhen18.

Mögliche schrittweise Umsetzung der Bargeldabschaffung

  • sukzessive Absenkung der zulässigen Höchstgrenzen von Bargeld-Zahlungen
  • sukzessive Abschaffung der Banknoten (500, 200, 100, 50, 20, 10, 5 €…)
  • sukzessive Aufhebung der Bargeldannahmepflicht (Dänemark)
  • sukzessive Abhebungsbeschränkungen vom Konto (Griechenland, Holland)
  • sukzessive Erhebung von Steuern und Gebühren für die Bargeldnutzung (z.B. bei Abhebungen/Einzahlungen oder Zahlungen laut Buchhaltung)
    • steuerliche oder Transaktionskosten-Vorteile bei elektronischer Zahlung (Griechenland)
  • Übertragung des Status des gesetzlichen Zahlungsmittels von Bargeld auf Buchgeld

Ein wahrscheinliches Szenario

Da ein Bargeldverbot derzeit in der Bevölkerung aufgrund der großen Widerstände unmöglich durchsetzbar ist, versucht man uns langsam an den Gedanken zu gewöhnen, dass es keinen anderen Ausweg gäbe. Durch die astronomischen Geldsummen, die in unser Finanzsystem gepumpt wurden, wurden an den Börsen wieder riesige Blasen aufgebaut. Die Kurse sind seit 2009 wieder um das 3-fache gestiegen! Wenn die Medien das Steigen der Börsenkurse feiern, sollte dem Fachkundigen ein leises Schaudern über den Rücken laufen oder das blanke Entsetzen kommen. Die Finanzwirtschaft ist mittlerweile auf etwa die 10-fache Größe der Realwirtschaft angewachsen. Ursprünglich sollten Finanzdienstleister der realen Wirtschaft dienen. Nun steht allein schon das Handelsvolumen der Derivate mit ca. 700 $ Billionen (BIZ 2014) einem Welt­brutto­sozialprodukt von ca. 70 $ Billionen gegenüber. Das verschiebt nicht nur die Macht­verhältnisse. Bei der derzeitigen Entwicklung ist in absehbarer Zeit wieder mit einem Börsen-Crash von historischem Ausmaß zu rechnen, der den von 2008 voraussichtlich übertreffen wird.
Nach diesem Crash wird man vermutlich die meisten Banken aus Angst vor Bank Runs und Banken-Pleiten für einige Tage schließen (sog. Bankenfeiertage). Im Gegensatz zu 2008 werden diesmal keine Staaten mehr einspringen und Schulden in Billionenhöhe machen können, um die Banken zu retten. Man wird den Menschen klar machen, dass sie den Großteil ihrer Spargut­haben verlieren werden, außer… Ja, außer man schafft das Bargeld ab. Die Bargeldabschaffung wird als „Rettung der sauer verdienten Ersparnisse“ begrüßt und bejubelt werden. Und die Menschen werden es widerwillig schlucken, aus Angst. So wie wir aus Angst fast alles mit uns geschehen lassen. Man wird die Banken wieder öffnen, ganz normal Bargeld einzahlen, Zahlungen durchführen, Kredite aufnehmen können etc. – nur kein Bargeld mehr abheben.
Zuletzt muss die EU nur noch das Bargeld aus dem Verkehr ziehen und elektronisches Buchgeld zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklären. Die Banken, die Staaten und auch die Konzerne werden profitieren. Die kleinen Einzelhändler ohne Bankomat- und Kreditkartenterminal werden leider Pleite gegangen sein. Und die angeblich geretteten BürgerInnen werden ohne Bargeld erst zu spät merken, was sie verloren haben: Einen Großteil ihrer Freiheit.

Mögliche Auswirkungen eines Bargeldverbots

  • Aufschwung digitaler Kryptowährungen wie Bitcoin. Diese sind durch dezentrale Netzwerke und kryptographische Verschlüsselung fast unangreifbar. Laut Wikipedia gibt es derzeit bereits über 3.000 Kryptowährungen, aber nur 100 mit größeren Umsätzen19.
  • Aufschwung von Komplementärwährungen (Tauschkreise, Regiogelder): In vielen Krisenländern wie Griechenland und Spanien boomen Tauschsysteme und sind für viele Menschen bereits überlebensnotwendig, weil das Geld fehlt. Diese Systeme bieten den Teilnehmern die Möglich­keit selbst Geld zu schöpfen – Geld entsteht beim Tausch ohne eine Bank oder einen Kredit. Die Systeme haben oft auch eigene Geld-, Zeit- oder sonstige Gutscheine, die anonymes Zahlen oder Tauschen untereinander ermöglichen. So funktionierte über 80% der Wirtschaft in Argentinien in der Krise 2001-2002 mit sog. Créditos.
  • In vielen Ländern (z.B. Italien) wechselt man auch vermehrt zum direktem Warenaustausch: Der leere LKW transportiert am Rückweg Wein, Kühlschränke, Autoreifen oder andere Waren – ganz ohne Geld und meist an der Steuer vorbei. In diesen Ländern haben viele damit auch kein schlechtes Gewissen, da der Staat als Feind, als Räuberhöhle angesehen wird. Wie sagte schon Augustinus um ca. 400 nach Christus: „Staaten ohne Gerechtigkeit sind nichts anderes als große Räuberhöhlen.“
  • Der Markt für elektronische Bezahlsysteme ist heiß umkämpft. Alleine im Bereich von Handy­zahlungen gibt es bei uns derzeit knapp 50 Startup-Unternehmen, die versuchen den Markt zu erobern und größere Banken als Partner zu gewinnen. Weite Verbreitung findet das Handy als Zahlungsmedium derzeit noch nicht – das könnte sich mit der Bargeldabschaffung ändern.
  • Wertanlagen wie Edelmetalle, Immobilien etc. könnten boomen und die Preise explodieren.

Was wir gegen das Bargeldverbot tun können

  • Informationen und Reformen: Informieren Sie sich selbst und andere über unser Finanzsystem (www.monneta.org)und fordern Sie radikale Reformen, z.B. die Vollgeldreform bzw. Geldschöpfung in öffent­liche Hand, also die Über­tragung des Rechts der Buchgeldschöpfung von Privat­­banken zum Staat (www.monetative.de, www.vollgeld-initiative.ch). Dann könnte man die Gesellschaft durch Geldschöpfung statt durch Schulden (Kredite, Staats­anleihen, Aktien…) finanzieren und das „Spielkasino“ schließen, also Spekulation unter­binden. Entscheidend ist dabei die Neuregelung der Bilanzierung und der Kriterien für die Kreditvergabe wie es die Gemeinwohl-Ökonomie und -bank vorsieht (www.ecogood.org, www.mitgruenden.at).
  • Komplemetärwährungen nutzen, fördern oder selbst initiieren: Es gibt bereits in jedem Land zahlreiche Tauschkreise, Zeitbanken und Regionalwährungen, die Sie einfach nutzen können. Alternativwährungen schaffen ihr eigenes Geld, soziale Netzwerke, zusätzliches Einkommen und persönliche Handlungsspielräume. Falls es bei Ihnen kein regionales System gibt, können Sie über die bestehenden Systeme meist eine eigene regionale Gruppe gründen. In Ober­österreich, Salzburg und Bayern gibt es z.B. WIR GEMEINSAM (www.wirgemeinsam.net) mit 2.000 Mitgliedern in 25 Regionen. Eine Liste der größeren Tauschsysteme im deutschspra­chigen Raum finden Sie bei ZART (Zusammen­arbeit regionaler Tauschsysteme www.zart.org).
  • Wer sein eigenes, völlig selbst-kontrolliertes Währungssystem aufbauen will, findet dazu auch Open Source Software: Am weitesten verbreitetet ist Cyclos (siehe www.cyclos.org), das es bei ZART auch in Deutsch inkl. Server, Wartung, System-übergreifender Abrechnung (sog. Clearing) und gemeinsamem Marktplatz gibt. Tauschen-ohne-Geld bietet kostenlose Tausch­systeme auf einer Online-Plattform an (www.tauschen-ohne-geld.de). Der Andrang war so groß, dass sich in kurzer Zeit 70 Tauschringe gegründet haben und die Plattform zurzeit mangels Kapazitäten Neuanmeldungen gestoppt hat.

    „Wie kann ich mich gegen das Bargeld-Verbot schützen? […] Es bieten sich Regionalwährungen wie der Chiemgauer oder Verrechnungsgutscheine zum Tausch von Leistungen an (also Rasen­mähen gegen Klavier­unterricht). Wichtig ist auch der Aufbau von Sozialkapital, so dass man in Krisenzeiten auf ein Netzwerk qua Familie, Freundeskreis und Nachbarschaft bauen kann.“ Gerald Mann, Prof. für Volkswirtschaftslehre München20

Fazit

Wenn die Reichen immer noch reicher werden und die Kapitalrenditen weiterhin systematisch durchgesetzt werden, die Wirtschaft aber kaum mehr wächst, geht dies nur auf Kosten der breiten Masse und der Arbeitseinkommen, also durch Umverteilung von unten nach oben oder genauer von den Fleißigen zu den Vermögenden. Es geht nicht darum, am Bargeld oder unserem überholten Finanzsystem festzuhalten, sondern dessen Prinzipien und Spielregeln in Frage zu stellen und neu festzulegen. Wer kontrolliert dieses System und wem dient es? Geld braucht nur Information zu sein, um den Ausgleich von Geben und Nehmen herzustellen und die Zugriffsrechte auf Ressourcen und Produktion gerecht zu regeln. Die Entwicklung geht jedoch in Richtung von noch mehr Unfreiheit, Ungerechtigkeit, Ungleich­heit, Machtkonzen­tration, Gier und „Wachsdumm“. „Heute stehen wir vor dem Abgrund, morgen sind wir einen entscheidenden Schritt weiter.“ Es liegt an uns die Richtung mitzubestimmen. Wir brauchen ein Finanzsystem, das allen Menschen dient und nicht eines, das die Vermögenden bevorteilt.

„Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.“ Benjamin Franklin

Dieser Artikel wurde erstmals am 9.3.2016 auf der Seite www.wirgemeinsam.net veröffentlicht.

Buchtipp

Norbert Häring: Die Abschaffung des Bargeldes und die Folgen – Der Weg in die totale Kontrolle (Bastei Lübbe 2016)

Autor:

Dipl.-Ing. Tobias Plettenbacher, Programmierer, Experte für komplementäre Wäh­rungen, Autor des Buchs „Neues Geld – Neue Welt“, Mitglied der Initiative NeuesGELD.com, Initiator der Zeit­bank WIR GEMEINSAM, eMail: plettenbacher@wirgemeinsam.net, Tel.: +43 (0)664/ 543 49 39, Vortragsübersicht

 

Fußnoten:

  1. www.ecb.europa.eu/stats/money/euro/circulation/html/index.en.html#
  2. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/23/flucht-ins-bargeld-schweizer-horten-1-000-franken-scheine
  3. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/wenig-vertrauen-in-banken-schweizer-setzen-auf-bargeld-2
  4. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/12/01/eu-fuehrt-erstmals-meldepflicht-fuer-bargeld-und-schmuck-ein
  5. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/05/11/tankstellen-und-restaurants-nicht-mehr-zur-annahme-von-bargeld-verpflichtet und www.heise.de/forum/p-5505952
  6. www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/daenemark-zentralbank-willl-notendruck-stoppen-13582761.html
  7. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/ezb-bereitet-abschaffung-des-500-euro-scheins-vor
  8. www.mmnews.de/index.php/politik/41036-eu-bargeld-verbot-ab-2018#14569399711072
  9. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  10. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/money-money-money-abba-star-fuer-abschaffung-des-bargelds-12736131.html
  11. www.youtube.com/watch?v=Ilc9Q3obcmo (3SAT Bargeldlos – Der große Coup der ganz großen Kriminalität)
  12. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  13. www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/BBK/2015/2015_03_19_studie.html
  14. www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/buchrezension-bargeldverbot-bargeld-gegen-den-ueberwachungsstaat/11873806.html
  15. www.welt.de/politik/deutschland/article152000241/Geld-wird-kein-privates-Eigentum-mehr-sein.html
  16. www.egon-w-kreutzer.de/002/PaD142015.html
  17. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/01/schleichende-abschaffung-wer-bargeld-will-soll-dafuer-eine-gebuehr-zahlen
  18. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/hans-werner-sinn-wie-sich-der-einzug-des-500-euro-scheins-rechnet-14054372.html
  19. https://de.wikipedia.org/wiki/Kryptowährung
  20. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/06/03/ende-des-bargelds-umerziehung-des-deutschen-sparers-zum-konsum-trottel

Zu Recht wird vielerorts lamentiert, dass heterodoxen Gedanken und Forschung zum Thema Geld nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird. In dieser Hinsicht, war die Konferenz in Lyon (Frankreich) vom 1. bis 3. Juni 2016 ein Lichtblick.

Mehr als 60 Wissenschaftler aus der ganzen Welt kamen zusammen um Rück-und Vorschau zu halten über diese Tradition von Ideen und Forschungsprogrammen, die in Frankreich seit den 1970er Jahr einen besonderen Rückhalt hat.

In einer Zusammenkunft von verschiedenen historischen und aktuellen Strömungen bildete sich damals eine Schule von Theorien und Theoretikern heraus, die nun rückblickend als Französischer Monetärer Institutionalismus bezeichnet wird. Dabei wird Geld nicht als neutrales Tauschmittel angesehen, dessen Attribute rein effizienz-technisch oder historisch gegeben sind. Vielmehr wird es als Institution betrachtet, die unsere Interaktionen und natürlich auch Transaktionen maßgeblich prägt. Soweit würde natürlich auch niemand aus der traditionellen Wirtschaftswissenschaft widersprechen. Was jedoch bei einer institutionellen Sichtweise besonders hervortritt, ist wie sehr Geld nicht nur auf soziale Prozesse wirkt, sondern selber auch ein Produkt sozialer Prozesse ist. Eine reduktionistische, wertneutrale Betrachtung des Geldes ist dann nicht mehr möglich. Weder in Hinsicht auf die Verfassung des Geldes noch in Bezug auf die Interessen die es abbildet. Geht eine neoliberale Interpretation immer erst von dem Individuum und seinen Interessen aus, „kann man als Institutionalist nicht über das Individuum reden ohne gleichzeitig auch das Kollektive mitzudenken“, so Jean Cartelier in seinem Vortrag. Denn, so ergänzte Michel Aglietta, „individuelle Werte sind missverstanden, wenn sie nicht auch als kollektive Werte verstanden werden“ und „Geld wird damit zum strategischen Verbindungsglied unserer gesellschaftlichen Beziehungen.“

Und diese Funktion kann Geld nicht nur ausüben, wenn es staatlich legitimiert ist, wie so oft angenommen wird, sondern eben auch in privater Initiative. Beispiele dafür sind nicht nur die vielen gegenwärtig genutzten Komplementärwährungen, sondern wie Ökonom und Historiker Lucien Gillard zeigte, auch in Beispielen die historisch Bedeutung hatten, sogar im internationalen Hande, wie z.B. die kaufmännischen Ausgleichskassen der Renaissance. Und dies mit einer Verbreitung und realwirtschaftlicher Relevanz, die den heutigen Hype um bitcoins marginal erscheinen lässt.

Fragen nach dem „wie“ und „wieso“ und „warum nicht anders“ in Bezug auf Geld, wie wir es kennen, werden greifbarer und eine Pluralität von verschiedenen Geldern ist dann nicht nur ein Effizienzproblem, sondern ein Ausdruck verschiedener parallel berechtigter Werte oder Wertevorstellungen. Daher ist diese Schule an Geldtheoretikern auch viel aufgeschlossener gegenüber den Ideen und Praktiken komplementärer Währungen, die für andere Wissenschaftler oftmals nur eine Randerscheinung sind, die für Theoriediskussionen irrelevant erscheinen.

Über die Jahrzehnte hat sich Lyon als Hauptsitz dieser französischsprachigen Gruppe von Denkern etabliert, die, so bezeichnete es Jean-Michel Servet in seinem Rückblick, andernorts als die „Lyoneser Heretiker“ beschrieben wurden. So war der Veranstaltungsort am Institute für Politikwissenschaften mehr als passend.

Und ebenso waren die Vortragenden eine gute Repräsentanz des französischsprachigen Feldes heterodoxer Geldtheoretiker. Neben André Orleans und Michel Aglietta, die mit ihren Arbeiten massgeblich zur internationalen Anerkennung und zum Selbstverständnis des monetäre Institutionalismus beigetragen haben, stellten die Plenarsitzungen mit Jean Cartelier, Jean-Michel Servet, Massimo Amato und Bruno Theret eine seltene hochkarätige und multi-disziplinäre Umschau auf dies eine Thema dar. Es ging dabei aber nicht nur um das Selbstverständnis und eine interdisziplinäre Renaissance der Geldtheorien, sondern auch um die Schwierigkeit, ihnen in einer Atmosphäre von Tabuisierung und immer weiter fortschreitender Eingleisigkeit moderner Wirtschaftswissenschaften Gehör zu verschaffen. In thematischen Workshop Sitzungen, in denen die einzelnen wissenschaftlichen Arbeiten vorgetragen wurden, ging es unter anderem um die Zusammenhänge und Perspektiven des Geldthemas mit Politik, Philosophie, Soziologie und Anthropologie, sowie die Rolle von Zentralbanken und internationalen Geldinstitutionen, historischen Perspektiven und aktuelle Fallstudien – wie dem Programm der Konferenz zu entnehmen ist.

Unter den Themen dieser Sitzungen fanden sich auch solche zum Thema Komplementärwährungen, betrachtet aus historischer, theoretischer, praktischer und aktueller Sicht. Der Anerkennung dieses Themas unter den Teilnehmern war es auch zu verdanken, dass im Rahmen dieser Konferenz die erste öffentliche Sitzung der neugegründeten internationalen Forschungsgesellschaft für Währungsvielfalt: RAMICS (Research Association on Monetary Innovation and Community and Complementary Currency Systems) stattfand. Über deren neuen Webpräsenz können sich nun sowohl individuelle als auch institutionelle Mitglieder anmelden. Die nächste von RAMICS organisierte Konferenz wird vom 10. bis zum 14. Mai 2017 in Barcelona stattfinden.

Ein Überblick des Französischen Monetären Institutionalismus findet sich in einem neuen Buch, das ebenfalls während der Konferenz der Öffentlichkeit vorgestellt wurde: „Théories Francaise de la Monnaie“ , von Pierre Alary, Jerome Blanc, Ludovic Desmedt und Bruno Theret.

theorie-francasieDas ein Buch über diese Theorien aus dem französischen Sprachraum aber nur auf französisch erscheint, schien im Rahmen der Konferenz fast wie ein rekursiver und schmerzlicher Scherz. Zwar waren während aller Plenarsitzung Simultanübersetzungen zwischen Französisch und Englisch angeboten, und dank der internationalen Gäste gab es teilweise auch Sitzungen auf Spanisch und Portugiesisch, aber die Beschränkung der wissenschaftlichen Publikationen auf die französische Sprache war nicht nur in den Kaffeepausen ein Thema. Eine ganze Sitzungsrunde beschäftigte sich unter dem passenden Title „Lost in Translation“ damit. Dazu passte leider auch, dass sich von den vielen internationalen Ehrengästen des wissenschaftlichen Komitees schließlich nur wenige unter den Anwesenden befanden und keiner aus dem englischsprachigen Ausland.

Immerhin ein Grundtext dieser Schule ist seit 2014 wenigstens in englischer Sprache erhältlich: André Orleans „The Empire of Value“ bietet einen Einstieg, der in Zukunft hoffentlich nicht an Sprach- und Denkgrenzen enden muss.

Mehr Informationen zur Konferenz, mit Downloads aller vorgestellten Arbeiten finden sich auf der offiziellen Webseite: https://imf2016.sciencesconf.org

Unser Autor Leander Bindewald schreibt seine theoretische Doktorarbeit zum Thema Geld und Komplementärwährungen als diskursive Institutionen am „Institute for Leadership and Sustainability“ der Universität Cumbria in Nordengland.

Fußnoten:

  1. www.ecb.europa.eu/stats/money/euro/circulation/html/index.en.html#
  2. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/23/flucht-ins-bargeld-schweizer-horten-1-000-franken-scheine
  3. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/wenig-vertrauen-in-banken-schweizer-setzen-auf-bargeld-2
  4. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/12/01/eu-fuehrt-erstmals-meldepflicht-fuer-bargeld-und-schmuck-ein
  5. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/05/11/tankstellen-und-restaurants-nicht-mehr-zur-annahme-von-bargeld-verpflichtet und www.heise.de/forum/p-5505952
  6. www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/daenemark-zentralbank-willl-notendruck-stoppen-13582761.html
  7. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/ezb-bereitet-abschaffung-des-500-euro-scheins-vor
  8. www.mmnews.de/index.php/politik/41036-eu-bargeld-verbot-ab-2018#14569399711072
  9. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  10. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/money-money-money-abba-star-fuer-abschaffung-des-bargelds-12736131.html
  11. www.youtube.com/watch?v=Ilc9Q3obcmo (3SAT Bargeldlos – Der große Coup der ganz großen Kriminalität)
  12. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  13. www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/BBK/2015/2015_03_19_studie.html
  14. www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/buchrezension-bargeldverbot-bargeld-gegen-den-ueberwachungsstaat/11873806.html
  15. www.welt.de/politik/deutschland/article152000241/Geld-wird-kein-privates-Eigentum-mehr-sein.html
  16. www.egon-w-kreutzer.de/002/PaD142015.html
  17. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/01/schleichende-abschaffung-wer-bargeld-will-soll-dafuer-eine-gebuehr-zahlen
  18. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/hans-werner-sinn-wie-sich-der-einzug-des-500-euro-scheins-rechnet-14054372.html
  19. https://de.wikipedia.org/wiki/Kryptowährung
  20. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/06/03/ende-des-bargelds-umerziehung-des-deutschen-sparers-zum-konsum-trottel
  21. www.ecb.europa.eu/stats/money/euro/circulation/html/index.en.html#
  22. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/23/flucht-ins-bargeld-schweizer-horten-1-000-franken-scheine
  23. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/wenig-vertrauen-in-banken-schweizer-setzen-auf-bargeld-2
  24. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/12/01/eu-fuehrt-erstmals-meldepflicht-fuer-bargeld-und-schmuck-ein
  25. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/05/11/tankstellen-und-restaurants-nicht-mehr-zur-annahme-von-bargeld-verpflichtet und www.heise.de/forum/p-5505952
  26. www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/daenemark-zentralbank-willl-notendruck-stoppen-13582761.html
  27. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/ezb-bereitet-abschaffung-des-500-euro-scheins-vor
  28. www.mmnews.de/index.php/politik/41036-eu-bargeld-verbot-ab-2018#14569399711072
  29. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  30. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/money-money-money-abba-star-fuer-abschaffung-des-bargelds-12736131.html
  31. www.youtube.com/watch?v=Ilc9Q3obcmo (3SAT Bargeldlos – Der große Coup der ganz großen Kriminalität)
  32. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  33. www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/BBK/2015/2015_03_19_studie.html
  34. www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/buchrezension-bargeldverbot-bargeld-gegen-den-ueberwachungsstaat/11873806.html
  35. www.welt.de/politik/deutschland/article152000241/Geld-wird-kein-privates-Eigentum-mehr-sein.html
  36. www.egon-w-kreutzer.de/002/PaD142015.html
  37. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/01/schleichende-abschaffung-wer-bargeld-will-soll-dafuer-eine-gebuehr-zahlen
  38. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/hans-werner-sinn-wie-sich-der-einzug-des-500-euro-scheins-rechnet-14054372.html
  39. https://de.wikipedia.org/wiki/Kryptowährung
  40. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/06/03/ende-des-bargelds-umerziehung-des-deutschen-sparers-zum-konsum-trottel

Warum die EZB-Entscheidungen vom 10.03.2016 eine nachhaltige Stabilisierung der Finanzmärkte in Europa einleiten können. Ein Kommentar von Dipl.-Kaufmann Ralf Becker. Der Artikel kann hier als PDF heruntergeladen werden.

1. Die Leitzins-Senkungen entsprechen dem Vermögens-Überangebot an den Märkten

Einem zunehmenden Angebot von Geld- und Sparvermögen innerhalb Europas steht heute eine sinkende Nachfrage nach Krediten gegenüber. Bei zunehmendem Kapital und Wohlstand tendiert der Gleichgewichts-Kreditpreis für langfristige Geldanlagen und Kredite – wie in einer Marktwirtschaft üblich – gegen Null.

Bereits seit 25 Jahren sinkt in den Industrieländern – trotz der seitdem expansiven Geldpolitik der Zentralbanken – das allgemeine reale Zinsniveau, wie nachfolgende Durchschnittswerte des realen Zinsniveaus von Bundesanleihen mit mehr als 9-jähriger Laufzeit zeigen1:

1990-1999: 4,8 %        2000-2009: 2,8 %          2010-2014: 0,5 %

Aus Sparer-Sicht könnte der Zins zunehmend als Preis für nachhaltige Vermögens-Transformation betrachtet werden. Wir sollten UnternehmerInnen zunehmend als berufene Wertebewahrer schätzen. Dank der Risikobereitschaft der Unternehmer ist es möglich, derzeitige Vermögen über Investitionen in die Zukunft zu transferieren.

Theoretisch ist es möglich, dass wir in Zukunft für diese Transferleistung den Unternehmern einen Preis zahlen müssen, anstatt von ihnen einen Preis verlangen zu können. Selbst die mit hohem Druck betriebene Globalisierung der Finanzmärkte kann heute und in Zukunft keine wachsenden Kreditmärkte in der bisherigen Form mehr gewährleisten. Insofern ist es nur folgerichtig und unumgänglich, dass die EZB ihre Leitzinsen auf Null senkt.

2. Die Leitzins-Senkungen halten die Finanzmärkte Europas bei anhaltend hohen Exportüberschüssen Deutschlands im Gleichgewicht

Dass viele Länder insbesondere im Süden Europas sich seit Jahrzehnten ver- und überschulden, ist nicht allein deren Verantwortung. Indem Deutschland seit Jahrzehnten stetig mehr ex- als importiert (im Jahr 2015 allein 260 Mrd. Euro), trägt Deutschland Mitverantwortung für die zunehmende ökonomische Instabilität innerhalb der EU.

Diese Entwicklung ist nicht nur dadurch aufzuhalten, dass andere EU-Länder ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern. Bei jährlich wachsender Produktivität brauchen wir alle für das gleiche materielle Wohlstandsniveau zukünftig schlicht weniger arbeiten – wenn eine gerechte Verteilung der erwirtschafteten Produktivitätsgewinne gelingt. Wenn wir Deutschen trotzdem immer weiter einseitig immer mehr arbeiten, produzieren und exportieren, dann zahlen wir einen Preis dafür:

Die notwendige Konsequenz unseres andauernden Exportüberschuss-Verhaltens ist eine steigende Ver- und schließlich Überschuldung der stetig importierenden Staaten. Wenn wir diese nicht mit Gewalt zu höheren Exporten zwingen wollen, müssen wir entweder unsere Exporte, also Verkäufe, in diese Länder beschränken oder unseren durch unsere Exportüberschüsse gewonnenen Reichtum mit ihnen teilen.

D.h. entweder wir erlassen diesen Importländern regelmäßig einen Teil ihrer Schulden oder wir schenken ihnen – z.B. über die EU – regelmäßig einen Teil unseres Einkommens in Form von Steuermitteln. Wenn wir uns entscheiden, weiter mehr als die anderen zu arbeiten, verhalten wir uns wie ein/e FamilienernährerIn, der oder die bewusst mehr Einkommen als andere Familienmitglieder erwirtschaftet und seiner Familie einen Teil seines oder ihres Einnkommens schenkt – das kann sinnvoll und befriedigend sein, wenn man gern arbeitet und gern teilt.

So lange wir diesen finanziellen Ausgleich unserer Export-Überschuss-Politik nicht aktiv betreiben, erfolgt dieser Ausgleich, der von uns mit verantworteten Schieflage mittelbar zum Teil durch die EZB. Denn deren aktuelle Politik führt zur Senkung der Zinsen, die die überschuldeten Import-Staaten für ihre zunehmende Verschuldung zahlen müssen, so dass diese Länder weiter zahlungsfähig bleiben und unsere deutschen Exportüberschüsse abnehmen können.

3. Negativzinsen ermöglichen nachhaltige Krisen- und Deflationsbekämpfung ohne
massiven Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB

Eine weitere Absenkung der von der EZB bereits eingeführten Negativzinsen auf kurzfristige Einlagen der Geschäftsbanken bei der EZB auf bis zu Minus 5 Prozent könnte die Wirtschaft in der Eurozone wieder in Schwung bringen: Denn wenn die Geschäftsbanken noch höhere Zinsen für Übernachteinlagen bei der EZB bezahlen müssten, wäre es für sie günstiger, noch mehr Geld an Unternehmen auszuleihen. Die Wirtschaft käme wieder in Gang und eine Deflation wäre abgewendet – ohne massiven Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB. Das Risiko zunehmender Blasen und eines erneuten Crashes durch das Quantitave Easing könnte durch eine Erhöhung der Negativzinsen gebannt werden.

Die Risiken der Geschäftsbanken würden sich bei solch einer erweiterten Kreditvergabe an Unternehmen erhöhen – das ist jedoch in Zeiten zunehmender Sättigung der Märkte marktwirtschaftlich völlig normal und letztlich nicht durch expansive Geldpolitik der EZB, sondern nur durch Stärkung des Haftungsprinzips für Banken incl. deren geregelter Insolvenzen zu verhindern. Das alles mindert die Profitabilität von Banken – auch das ist normal in zunehmend gesättigten Märkten.

4. Negativzinsen müssen auf die Bar- und Giralgeldhaltung ausgeweitet werden

Damit die Geschäftsbanken bei steigenden Negativzinsen auf deren kurzfristige Geldanlagen bei der EZB nicht zunehmend Bargeld horten, muss die EZB den Negativzins auch auf Bargeld erheben. Dann entfällt der Anreiz für die Geschäftsbanken, ihre Vermögen in Bargeld zu halten anstatt sie auf die Konten der EZB zu überweisen – sie zahlen in beiden Fällen den gleichen Negativzins.

Damit sich auf den Vermögens- und Kreditmärkten ein weiter sinkendes Gleichgewichts-Zinsniveau einpendeln kann, sollte somit sowohl für Geschäftsbanken wie für alle Marktteilnehmer der bisherige Positiv-Zinsanreiz für langfristiges Sparen durch einen Negativ-Zinssatz auf Bar- und Giralgeld und somit auf kurzfristiges Sparen ersetzt werden.

Ralf Grafic EZB

Durch einen Negativzinssatz von ca. 5 Prozent auf Übernachteinlagen der Geschäftsbanken bei der EZB und nachfolgend auch auf Bar- und Giralgeldbestände kann sich die bisherige Zinstreppe in Zukunft nach unten – d.h. auf ein nachhaltiges Gleichgewichtszinsniveau für langfristige Anlagen um Null – verschieben.

Unternehmen bräuchten dann im Vergleich zu heute noch weniger Zinsen zu zahlen und die EZB könnte die Inflations- und Deflationsrate exakt um die Null Prozent halten:

Herkömmliche Abstufung der Zinssätze:

Für Bargeld (A) erhält man keinen Guthabenzins,
für Girokonten-Guthaben (B) erhielt man einen geringen Zins,
für kurzfristige und mittelfristige Geldanlagen (C und D) bereits höhere Guthabenzinsen
und für langfristige Einlagen (E) den höchsten Zins.

Abstufung der Zinssätze im negativen Bereich:

Für Bargeld (A) zahlt man eine Negativ-Zinsgebühr in Höhe von ca. 5 Prozent,
für Girokonten-Guthaben (B) in Höhe von ca. 4 Prozent,
für kurzfristige und mittelfristige Geldanlagen (C und D) bereits geringere Zinsgebühren
und für langfristige Einlagen (E) erhält man einen Guthabenzins in Höhe der durch-
schnittlichen realen Wachstumsrate der Wirtschaft (ca. 0 bis 1,5 Prozent).

Verschiedene Think Tanks im Umfeld der Zentralbanken diskutieren auf Basis von Gedanken des renommierten Ökonomen Irving Fisher bereits seit langem praktische Umsetzungsmöglichkeiten des Negativzinses auf Bargeld. Denkbar wäre z.B. die Einführung zeitlich nur befristet gültiger Bargeldscheine, nach deren Ablauf Negativzinsen vom Nennwert der Scheine einbehalten werden. Wie ein solches Verfahren praktisch umgesetzt werden könnte, erläutert Thomas Seltmann in dem Artikel „Umlaufsicherung von Banknoten“ (Humane Wirtschaft 2/2010).
In Form elektronischer Banknoten könnten Bargeldscheine wahlweise mit Magnetstreifen, Displays oder Funk-Chips (RFID) ausgestattet und Negativzinsen beim Bezahlen elektronisch berechnet werden.

Für die Einführung von Negativzinsen auf Giralgeld bräuchte es eine Umstellung der Bankgebühren für Girokonten. Anstelle bisher üblicher fixer monatlicher Gebühren werden diese dann in Abhängigkeit von der Höhe des jeweiligen Giralgeld-Guthabens berechnet. In jedem Fall scheinen die Probleme zur Umsetzung von Negativzinsen technisch und praktisch lösbar. Es würde sich lohnen, diese Möglichkeiten weiter zu entwickeln – um ein Geldsystem zu stabilisieren, das bislang von einer Krise zur nächsten wankt.

Der Artikel kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Fußnoten:

  1. www.ecb.europa.eu/stats/money/euro/circulation/html/index.en.html#
  2. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/23/flucht-ins-bargeld-schweizer-horten-1-000-franken-scheine
  3. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/wenig-vertrauen-in-banken-schweizer-setzen-auf-bargeld-2
  4. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/12/01/eu-fuehrt-erstmals-meldepflicht-fuer-bargeld-und-schmuck-ein
  5. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/05/11/tankstellen-und-restaurants-nicht-mehr-zur-annahme-von-bargeld-verpflichtet und www.heise.de/forum/p-5505952
  6. www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/daenemark-zentralbank-willl-notendruck-stoppen-13582761.html
  7. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/ezb-bereitet-abschaffung-des-500-euro-scheins-vor
  8. www.mmnews.de/index.php/politik/41036-eu-bargeld-verbot-ab-2018#14569399711072
  9. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  10. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/money-money-money-abba-star-fuer-abschaffung-des-bargelds-12736131.html
  11. www.youtube.com/watch?v=Ilc9Q3obcmo (3SAT Bargeldlos – Der große Coup der ganz großen Kriminalität)
  12. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  13. www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/BBK/2015/2015_03_19_studie.html
  14. www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/buchrezension-bargeldverbot-bargeld-gegen-den-ueberwachungsstaat/11873806.html
  15. www.welt.de/politik/deutschland/article152000241/Geld-wird-kein-privates-Eigentum-mehr-sein.html
  16. www.egon-w-kreutzer.de/002/PaD142015.html
  17. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/01/schleichende-abschaffung-wer-bargeld-will-soll-dafuer-eine-gebuehr-zahlen
  18. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/hans-werner-sinn-wie-sich-der-einzug-des-500-euro-scheins-rechnet-14054372.html
  19. https://de.wikipedia.org/wiki/Kryptowährung
  20. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/06/03/ende-des-bargelds-umerziehung-des-deutschen-sparers-zum-konsum-trottel
  21. www.ecb.europa.eu/stats/money/euro/circulation/html/index.en.html#
  22. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/23/flucht-ins-bargeld-schweizer-horten-1-000-franken-scheine
  23. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/wenig-vertrauen-in-banken-schweizer-setzen-auf-bargeld-2
  24. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/12/01/eu-fuehrt-erstmals-meldepflicht-fuer-bargeld-und-schmuck-ein
  25. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/05/11/tankstellen-und-restaurants-nicht-mehr-zur-annahme-von-bargeld-verpflichtet und www.heise.de/forum/p-5505952
  26. www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/daenemark-zentralbank-willl-notendruck-stoppen-13582761.html
  27. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/ezb-bereitet-abschaffung-des-500-euro-scheins-vor
  28. www.mmnews.de/index.php/politik/41036-eu-bargeld-verbot-ab-2018#14569399711072
  29. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  30. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/money-money-money-abba-star-fuer-abschaffung-des-bargelds-12736131.html
  31. www.youtube.com/watch?v=Ilc9Q3obcmo (3SAT Bargeldlos – Der große Coup der ganz großen Kriminalität)
  32. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  33. www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/BBK/2015/2015_03_19_studie.html
  34. www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/buchrezension-bargeldverbot-bargeld-gegen-den-ueberwachungsstaat/11873806.html
  35. www.welt.de/politik/deutschland/article152000241/Geld-wird-kein-privates-Eigentum-mehr-sein.html
  36. www.egon-w-kreutzer.de/002/PaD142015.html
  37. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/01/schleichende-abschaffung-wer-bargeld-will-soll-dafuer-eine-gebuehr-zahlen
  38. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/hans-werner-sinn-wie-sich-der-einzug-des-500-euro-scheins-rechnet-14054372.html
  39. https://de.wikipedia.org/wiki/Kryptowährung
  40. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/06/03/ende-des-bargelds-umerziehung-des-deutschen-sparers-zum-konsum-trottel
  41. Die Daten beruhen auf Angaben des Sachverständigenrats der Bundesregierung zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Bundesbank. Die Zinsniveaus langfristiger Bundesanleihen gelten allgemein als Maß für den Preis langfristiger Geldanlagen und Kredite.
  42. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/23/flucht-ins-bargeld-schweizer-horten-1-000-franken-scheine
  43. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/wenig-vertrauen-in-banken-schweizer-setzen-auf-bargeld-2
  44. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/12/01/eu-fuehrt-erstmals-meldepflicht-fuer-bargeld-und-schmuck-ein
  45. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/05/11/tankstellen-und-restaurants-nicht-mehr-zur-annahme-von-bargeld-verpflichtet und www.heise.de/forum/p-5505952
  46. www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/daenemark-zentralbank-willl-notendruck-stoppen-13582761.html
  47. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/ezb-bereitet-abschaffung-des-500-euro-scheins-vor
  48. www.mmnews.de/index.php/politik/41036-eu-bargeld-verbot-ab-2018#14569399711072
  49. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  50. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/money-money-money-abba-star-fuer-abschaffung-des-bargelds-12736131.html
  51. www.youtube.com/watch?v=Ilc9Q3obcmo (3SAT Bargeldlos – Der große Coup der ganz großen Kriminalität)
  52. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  53. www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/BBK/2015/2015_03_19_studie.html
  54. www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/buchrezension-bargeldverbot-bargeld-gegen-den-ueberwachungsstaat/11873806.html
  55. www.welt.de/politik/deutschland/article152000241/Geld-wird-kein-privates-Eigentum-mehr-sein.html
  56. www.egon-w-kreutzer.de/002/PaD142015.html
  57. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/01/schleichende-abschaffung-wer-bargeld-will-soll-dafuer-eine-gebuehr-zahlen
  58. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/hans-werner-sinn-wie-sich-der-einzug-des-500-euro-scheins-rechnet-14054372.html
  59. https://de.wikipedia.org/wiki/Kryptowährung
  60. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/06/03/ende-des-bargelds-umerziehung-des-deutschen-sparers-zum-konsum-trottel

1444662339

 

 

Wer die BWL- oder VWL-Studiengänge mit ihrem Formelwissen langweilig findet, die Lehre vom Homo oeconomicus für beschränkt hält und den Glauben, dass der Markt es schon regeln wird, nicht teilt, der könnte sich für eine Studium der Ökonomie an der neuen Cusanus Hochschule interessieren.

In einer kleinen Stadt, malerisch gelegen an der Weinstraße der Mosel, in Bernkastel Kues entsteht etwas Neues: eine private Hochschule, die sich selbst gehört in freier Trägerschaft, gegründet von einer Gruppe von Professoren und Spendern, die einen Kontrapunkt setzen wollen in einer Hochschullandschaft, in der Studium und Bildung zunehmend als Geschäftsmodell verstanden werden. An der Cusanus Hochschule soll die Verantwortung für die Gestaltung nicht – wie ansonsten üblich – beim Träger, sondern in den Händen ihrer Mitglieder liegen. Immer wieder versuchen Großsponsoren an privaten Hochschulen ihre Interessen durchzusetzen. Die Rechtsstruktur der Cusanus Hochschule soll dies ausschließen. Hier soll den Studenten Freiraum gegeben werden um „Wirtschaft denkend neu zu gestalten“.

Die Cusanus Hochschule möchte nicht nur eindimensionale Wirtschaftswissenschaft, sondern eine plurale Ökonomie lehren und damit eine Alternative zu den etablierten Wirtschaftsstudiengängen anbieten. Verbindlich vorgesehen sind in allen Studiengängen auch die sogenannten „Studia humanitatis“: Diese allgemeinbildenden Veranstaltungen sollen zur Persönlichkeitsbildung der Studierenden beitragen und sie zu interdisziplinärem Zusammenarbeiten sowie zu gesellschaftlichem Engagement befähigen.

Die 3 wichtigsten Studienangebote im Fachbereich Wirtschafts- und Sozialgestaltung sind:

  1. Bachelor in Ökonomie und Unternehmensgestaltung (ab Herbst 2016)
  2. Master in Ökonomie und Gesellschaftsgestaltung/Wirtschaftsgestaltung
  3. Seminarangebote für externe Studierende

Alle Stu­di­engänge wer­den inter­diszi­plinär aus­gerichtet sein und sollen zu Kom­mu­nika­tion und Ver­mit­tlung zwis­chen Fäch­ern und gesellschaftlichen Tätigkeits­feldern befähi­gen. Ziel ist die Her­aus­bil­dung von individuellen und zugle­ich fach­spez­i­fis­chen Fähigkeiten, die Men­schen befähi­gen, ihre eigene Biogra­phie sou­verän zu gestal­ten. Es wer­den sich den Studieren­den vielfältige Möglichkeiten anbi­eten Fra­gen aus der Praxis in Projektform in das Studium zu inte­gri­eren und Zwis­chen­räume von The­o­rie und Praxis für Studium sowie Beruf gleicher­maßen pro­duk­tiv  zu machen.

 

Studienstart Cusanus

Neuer Studiengang: Mas­ter Ökonomie

plural — kri­tisch — transdisziplinär

Schw­er­punkt Gesellschafts­gestal­tung
Der Schw­er­punkt Gesellschafts­gestal­tung stellt die Ökonomisierung der Lebenswel­ten in den Mit­telpunkt. Im inter­diszi­plinären Dia­log zwis­chen Ökonomie und Philoso­phie ler­nen Sie, dieses Phänomen aus unter­schiedlichen Per­spek­tiven zu reflek­tieren und alter­na­tive Gestal­tungs­for­men zu diskutieren.

Schw­er­punkt Wirtschafts­gestal­tung
Der Schw­er­punkt Wirtschafts­gestal­tung stellt die kri­tis­che Reflex­ion der wirtschaftswis­senschaftlichen Stan­dard­methodik (Mainstream-Ökonomik) und ihrer Wech­sel­beziehun­gen zur Wirtschaft in den Mit­telpunkt. Zudem set­zen wir uns inten­siv mit het­ero­doxen ökonomis­chen Meth­o­den auseinan­der und bear­beiten

zur Stu­di­en­gangs­broschüre

Anmeldung und weitere Informationen zu diesem und anderen Studienangeboten auf der Webseite der Hochschule:

www.cusanus-hochschule.de

Fußnoten:

  1. www.ecb.europa.eu/stats/money/euro/circulation/html/index.en.html#
  2. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/23/flucht-ins-bargeld-schweizer-horten-1-000-franken-scheine
  3. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/wenig-vertrauen-in-banken-schweizer-setzen-auf-bargeld-2
  4. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/12/01/eu-fuehrt-erstmals-meldepflicht-fuer-bargeld-und-schmuck-ein
  5. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/05/11/tankstellen-und-restaurants-nicht-mehr-zur-annahme-von-bargeld-verpflichtet und www.heise.de/forum/p-5505952
  6. www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/daenemark-zentralbank-willl-notendruck-stoppen-13582761.html
  7. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/ezb-bereitet-abschaffung-des-500-euro-scheins-vor
  8. www.mmnews.de/index.php/politik/41036-eu-bargeld-verbot-ab-2018#14569399711072
  9. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  10. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/money-money-money-abba-star-fuer-abschaffung-des-bargelds-12736131.html
  11. www.youtube.com/watch?v=Ilc9Q3obcmo (3SAT Bargeldlos – Der große Coup der ganz großen Kriminalität)
  12. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  13. www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/BBK/2015/2015_03_19_studie.html
  14. www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/buchrezension-bargeldverbot-bargeld-gegen-den-ueberwachungsstaat/11873806.html
  15. www.welt.de/politik/deutschland/article152000241/Geld-wird-kein-privates-Eigentum-mehr-sein.html
  16. www.egon-w-kreutzer.de/002/PaD142015.html
  17. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/01/schleichende-abschaffung-wer-bargeld-will-soll-dafuer-eine-gebuehr-zahlen
  18. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/hans-werner-sinn-wie-sich-der-einzug-des-500-euro-scheins-rechnet-14054372.html
  19. https://de.wikipedia.org/wiki/Kryptowährung
  20. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/06/03/ende-des-bargelds-umerziehung-des-deutschen-sparers-zum-konsum-trottel
  21. www.ecb.europa.eu/stats/money/euro/circulation/html/index.en.html#
  22. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/23/flucht-ins-bargeld-schweizer-horten-1-000-franken-scheine
  23. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/wenig-vertrauen-in-banken-schweizer-setzen-auf-bargeld-2
  24. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/12/01/eu-fuehrt-erstmals-meldepflicht-fuer-bargeld-und-schmuck-ein
  25. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/05/11/tankstellen-und-restaurants-nicht-mehr-zur-annahme-von-bargeld-verpflichtet und www.heise.de/forum/p-5505952
  26. www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/daenemark-zentralbank-willl-notendruck-stoppen-13582761.html
  27. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/ezb-bereitet-abschaffung-des-500-euro-scheins-vor
  28. www.mmnews.de/index.php/politik/41036-eu-bargeld-verbot-ab-2018#14569399711072
  29. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  30. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/money-money-money-abba-star-fuer-abschaffung-des-bargelds-12736131.html
  31. www.youtube.com/watch?v=Ilc9Q3obcmo (3SAT Bargeldlos – Der große Coup der ganz großen Kriminalität)
  32. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  33. www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/BBK/2015/2015_03_19_studie.html
  34. www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/buchrezension-bargeldverbot-bargeld-gegen-den-ueberwachungsstaat/11873806.html
  35. www.welt.de/politik/deutschland/article152000241/Geld-wird-kein-privates-Eigentum-mehr-sein.html
  36. www.egon-w-kreutzer.de/002/PaD142015.html
  37. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/01/schleichende-abschaffung-wer-bargeld-will-soll-dafuer-eine-gebuehr-zahlen
  38. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/hans-werner-sinn-wie-sich-der-einzug-des-500-euro-scheins-rechnet-14054372.html
  39. https://de.wikipedia.org/wiki/Kryptowährung
  40. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/06/03/ende-des-bargelds-umerziehung-des-deutschen-sparers-zum-konsum-trottel
  41. Die Daten beruhen auf Angaben des Sachverständigenrats der Bundesregierung zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Bundesbank. Die Zinsniveaus langfristiger Bundesanleihen gelten allgemein als Maß für den Preis langfristiger Geldanlagen und Kredite.
  42. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/23/flucht-ins-bargeld-schweizer-horten-1-000-franken-scheine
  43. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/wenig-vertrauen-in-banken-schweizer-setzen-auf-bargeld-2
  44. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/12/01/eu-fuehrt-erstmals-meldepflicht-fuer-bargeld-und-schmuck-ein
  45. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/05/11/tankstellen-und-restaurants-nicht-mehr-zur-annahme-von-bargeld-verpflichtet und www.heise.de/forum/p-5505952
  46. www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/daenemark-zentralbank-willl-notendruck-stoppen-13582761.html
  47. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/ezb-bereitet-abschaffung-des-500-euro-scheins-vor
  48. www.mmnews.de/index.php/politik/41036-eu-bargeld-verbot-ab-2018#14569399711072
  49. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  50. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/money-money-money-abba-star-fuer-abschaffung-des-bargelds-12736131.html
  51. www.youtube.com/watch?v=Ilc9Q3obcmo (3SAT Bargeldlos – Der große Coup der ganz großen Kriminalität)
  52. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  53. www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/BBK/2015/2015_03_19_studie.html
  54. www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/buchrezension-bargeldverbot-bargeld-gegen-den-ueberwachungsstaat/11873806.html
  55. www.welt.de/politik/deutschland/article152000241/Geld-wird-kein-privates-Eigentum-mehr-sein.html
  56. www.egon-w-kreutzer.de/002/PaD142015.html
  57. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/01/schleichende-abschaffung-wer-bargeld-will-soll-dafuer-eine-gebuehr-zahlen
  58. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/hans-werner-sinn-wie-sich-der-einzug-des-500-euro-scheins-rechnet-14054372.html
  59. https://de.wikipedia.org/wiki/Kryptowährung
  60. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/06/03/ende-des-bargelds-umerziehung-des-deutschen-sparers-zum-konsum-trottel
  61. Die Daten beruhen auf Angaben des Sachverständigenrats der Bundesregierung zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Bundesbank. Die Zinsniveaus langfristiger Bundesanleihen gelten allgemein als Maß für den Preis langfristiger Geldanlagen und Kredite.
  62. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/23/flucht-ins-bargeld-schweizer-horten-1-000-franken-scheine
  63. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/wenig-vertrauen-in-banken-schweizer-setzen-auf-bargeld-2
  64. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/12/01/eu-fuehrt-erstmals-meldepflicht-fuer-bargeld-und-schmuck-ein
  65. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/05/11/tankstellen-und-restaurants-nicht-mehr-zur-annahme-von-bargeld-verpflichtet und www.heise.de/forum/p-5505952
  66. www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/daenemark-zentralbank-willl-notendruck-stoppen-13582761.html
  67. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/ezb-bereitet-abschaffung-des-500-euro-scheins-vor
  68. www.mmnews.de/index.php/politik/41036-eu-bargeld-verbot-ab-2018#14569399711072
  69. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  70. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/money-money-money-abba-star-fuer-abschaffung-des-bargelds-12736131.html
  71. www.youtube.com/watch?v=Ilc9Q3obcmo (3SAT Bargeldlos – Der große Coup der ganz großen Kriminalität)
  72. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  73. www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/BBK/2015/2015_03_19_studie.html
  74. www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/buchrezension-bargeldverbot-bargeld-gegen-den-ueberwachungsstaat/11873806.html
  75. www.welt.de/politik/deutschland/article152000241/Geld-wird-kein-privates-Eigentum-mehr-sein.html
  76. www.egon-w-kreutzer.de/002/PaD142015.html
  77. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/01/schleichende-abschaffung-wer-bargeld-will-soll-dafuer-eine-gebuehr-zahlen
  78. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/hans-werner-sinn-wie-sich-der-einzug-des-500-euro-scheins-rechnet-14054372.html
  79. https://de.wikipedia.org/wiki/Kryptowährung
  80. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/06/03/ende-des-bargelds-umerziehung-des-deutschen-sparers-zum-konsum-trottel

9. Juli 2008: 250 Menschen kommen mit dem Schrecken davon, als der ICE 518
bei der Ausfahrt aus dem Kölner Hauptbahnhof entgleist. Der Zug vom Typ ICE-3
fuhr mit Schrittgeschwindigkeit, als eine Achse brach.
Seitdem hat die Bahn alle Achsen des Typs ICE-3 zehnmal häufiger untersucht als
vorher. Anstatt alle drei Monate wurden die Prüfungen alle drei Wochen durchgeführt.
Elf neue Ultraschallanlagen wurden gekauft und über hundert zusätzliche
Mitarbeiter geschult. Dieser erhebliche Mehraufwand hat den Bahnverkehr auf den
Schnellstrecken behindert.
Stellen Sie sich für einen Augenblick vor, die Bahn hätte nur einen einzigen ICE
Typ, dessen hunderte Exemplare den gesamten ICE-Verkehr abwickeln. Zweifellos
auf den ersten Blick sehr effizient: Einheitliche Ersatz- und Zubehörteile, vereinfachte
Schulung, effiziente Wartung. Es sind eine Reihe von Vorteilen denkbar, die
zu erheblichen Kosteneinsparungen führen können.
Stattdessen: Vielfalt der ICE-Typen, die in diesem Fall eine betriebliche Katastrophe
verhindert hat und dafür sorgte, dass der ICE Betrieb nachhaltig, wenn
auch mit Störungen aufrechterhalten werden konnte.
In den vergangenen Jahren ist der Zusammenhang zwischen Effizienz und Vielfalt
genauer studiert worden. Sally J. Goerner, Bernard Lietaer und Robert E. Ulanowicz
haben in einigen Artikeln beschrieben, wie es für jedes komplexe, vernetzte
System eine optimale Balance gibt zwischen Effizienz einerseits und Vielfalt andererseits,
um eine Höchstmaß an Nachhaltigkeit zu erzielen. Sie gingen dabei von
Forschungen aus der Biologie und der Komplexitätstheorie aus und zeigten dass die
dort gefundenen Zusammenhänge allgemein für komplexe Systeme gelten.1
Das kann das Bahnnetz sein, ein Ökosystem oder die globalen Finanzmärkte.
Ich bin davon überzeugt, dass die dabei gewonnenen Einsichten für viele andere
Bereiche ebenfalls gelten: Für Unternehmen, für soziale Systeme, für Volkswirtschaften,
kurz überall dort, wo versucht wird, Komplexität mit Kontrolle und
Steuerung „in den Griff“ zu bekommen. Das Ziel dabei ist häufig, die Effizienz zu
erhöhen, wobei übersehen wird, dass ein “Zuviel“ leicht die Robustheit des
Systems gegen Störungen und damit seine Nachhaltigkeit empfindlich schwächen
kann.
Wie sehen die Ergebnisse der von Goerner, Lietaer und Ulanowicz beschriebenen
Zusammenhänge aus?
Wie viele andere wissenschaftliche Erkenntnisse sind sie auf der Basisebene
schnell erklärt und einfach zu verstehen?

spinola vielfalt 1
Ein Optimum an Nachhaltigkeit in vernetzten komplexen Systemen kann nur
erreicht werden, wenn Vielfalt/Unterschiedlichkeit und eine Vielzahl von Verbindungen
einerseits und Effizienz andererseits in einer optimalen Balance gegeben
sind.
Nachhaltigkeit bedeutet unter anderem Belastbarkeit und Robustheit gegen
Störungen, gleichgültig ob von außen oder aus dem System heraus und sie
bedeutet damit langfristiges, gesundes Überleben.
Das Optimum und der es umgebende „Vitalitätsbereich“, d.h. die Toleranz für
Schwankungen sind dabei für jedes System unterschiedlich.
Natürlich taucht sofort die Frage auf, wie man den Vitalitätsbereich findet, welche
Parameter eine Rolle spielen und welche Messungen und Algorithmen notwendig
sind, um zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen.
Zur Messung der Effizienz betrachtet man den jeweiligen Materie-, Energie- und
Informationsfluss, den ein System bewältigen kann. Dafür gibt es seit Langem
brauchbare Instrumente, vor allem weil die Wissenschaft stärker auf die Evaluierung
fokussiert ist als auf die wesentlich schwierigere Frage nach der Belastbarkeit
und damit Nachhaltigkeit komplexer Systeme. Die Betriebswirtschaft mit
ihren zahlreichen Instrumenten, wie z.B. TQM, Lean Management, Shareholder
Value oder Leistungsbewertung im Personalwesen ist dafür ein gutes Beispiel.
Bernard Lietaer sagt dazu in einem Interview: „Als Belastbarkeit eines Systems
definiert man seine Fähigkeit, sich von Störungen zu erholen“. Diese Fähigkeit sei
aber deutlich schwieriger zu messen als die Effizienz.
Denn, so Lietaer weiter, „dafür wurden erst in jüngster Zeit die entsprechenden
mathematischen Modelle geschaffen. Belastbarkeit beschreibt die Reserven eines
Systems, seine flexiblen Ausweichmöglichkeiten und Handlungsoptionen, mit denen
es neu auftretende Störungen bewältigen kann. Die Wirtschaftswissenschaften
waren bisher blind für diese Größe. Sie konnten mit dem Bruttoinlandsprodukt nur
den Gesamtdurchsatz einer Volkswirtschaft messen, jedoch nicht ihre Belastbarkeit.
Es war also nicht möglich, zwischen einer gesunden Entwicklung und einer
Spekulationsblase zu unterscheiden. Die Vielfalt eines Systems, also die Existenz
verschiedener Akteurstypen, sowie der Vernetzungsgrad innerhalb eines Systems
sind die entscheidenden Variablen sowohl für Effizienz als auch für Belastbarkeit.
Beide, Effizienz und Belastbarkeit, wirken allerdings in entgegen gesetzte
Richtungen.“2
Im selben Interview gibt Lietaer ein sehr anschauliches Beispiel, wie diese
gegenläufigen Wirkungen aussehen können:
„Nehmen Sie zum Beispiel eine Fichtenmonokultur. Man kann sie leicht anlegen
und rationell ernten. Doch ein einziger Schädlingstyp kann sich sehr schnell
ausbreiten und den ganzen Wald vernichten. Will man das verhindern, muss man
mit Giften arbeiten, was langfristig noch größere Schäden im Ökosystem verursacht.
Ein Mischwald ist viel weniger anfällig gegen Schädlinge, doch die
Holzernte erfordert größeren Aufwand.“
Hat man diese für die Nachhaltigkeit eines Systems notwendige Balance zwischen
Vielfalt und Effizienz einmal verstanden, so fallen einem viele Beispiele ein – vor
allem, wenn man sich darüber im Klaren ist, dass die Vernetzung und Komplexität
in unserer ökonomischen, ökologischen und sozialen Umwelt ständig zunimmt.
Dazu einige Beispiele:

Die Natur, unsere Umwelt:
Wo immer der Mensch in natürliche Abläufe eingreift, um für sich den höchsten
Profit zu erzielen, führt dies sehr oft zu katastrophalen Ergebnissen.
Greenpeace berichtet über die Züchtung des in Europa beliebten Speisefisches
Viktoria-Barsch: „Vor rund 30 Jahren kam jemand auf die Idee, ein paar Exemplare
des schmackhaften Fischs im Viktoriasee auszusetzen. Das Ergebnis ist
eine Katastrophe. Der See ist heute ein sterbendes Gewässer. Die großen
Barsche haben sich unkontrolliert vermehrt, die heimischen Arten werden verdrängt
oder als Köder genutzt. Am Ufer ist eine ebenso unkontrollierte
kommerzielle Fischindustrie entstanden, frische Barschfilets werden massenhaft
in die Industriestaaten ausgeflogen. Nur wenige Menschen profitieren, die
traditionelle Kleinfischerei ist zerstört. In der Bevölkerung haben sich materielles
Elend und Prostitution ausgebreitet.“ (Greenpeace Hamburg, Sigrid Totz,
11. 2. 2007). Unter dem Titel „Darwins Alptraum“ hat Hubert Sauper darüber
einen Dokumentarfilm gedreht, der 2004 mehrere Filmpreise verliehen bekam.

Technische Systeme
Die Stromausfälle der letzten Jahre in USA haben gezeigt was passieren kann,
wenn technische Netzwerke zu sehr auf Effizienz getrimmt werden und die
Belastbarkeit zu wenig beachtet wird. Ein kleiner Fehler in diesen immer
komplexer vernetzten Systemen kann katastrophale Folgen haben, wenn nicht
auf Redundanz geachtet wird und das System bei einer Störung Ausweichmöglichkeiten
hat. Es scheint, dass im wichtigsten Netzwerk unserer Zeit, dem
Internet, bessere Bedingungen für Nachhaltigkeit gegeben sind: Bei Ausfall
eines wichtigen Knotens gibt es mehrere Möglichkeiten, den Betrieb – wenn
auch mit geringerer Effizienz – aufrecht zu erhalten. Zugunsten von Vielfalt wird
eine Einbuße an Effizienz in Kauf genommen.

Personalpolitik in der Wirtschaft
Unternehmen setzen „Diversity Management“ mehr und mehr als strategisch
wichtiges Instrument ein. 2006 wurde von Daimler, der BP Europa SE, der
Deutschen Bank und der Deutschen Telekom die „Charta der Vielfalt“ ins Leben
gerufen. Bis heute haben mehr als 1300 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen
diese Charta unterzeichnet. Darin heißt es unter anderem:
„Die Vielfalt der modernen Gesellschaft, beeinflusst durch die Globalisierung
und den demografischen Wandel, prägt das Wirtschaftsleben in Deutschland.
Wir können wirtschaftlich nur erfolgreich sein, wenn wir die vorhandene Vielfalt
erkennen und nutzen. Das betrifft die Vielfalt in unserer Belegschaft und die
vielfältigen Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden sowie unserer
Geschäftspartner.
Die Vielfalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren unterschiedlichen
Fähigkeiten und Talenten eröffnet Chancen für innovative und kreative
Lösungen.
Die Umsetzung der „Charta der Vielfalt“ in unserer Organisation hat zum Ziel,
ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht,
Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung,
Alter, sexueller Orientierung und Identität. Die Anerkennung und Förderung
dieser vielfältigen Potenziale schafft wirtschaftliche Vorteile für unsere
Organisation.
Wir schaffen ein Klima der Akzeptanz und des gegenseitigen Vertrauens. Dieses
hat positive Auswirkungen auf unser Ansehen bei Geschäftspartnern, Verbraucherinnen
und Verbrauchern sowohl in Deutschland als auch in anderen
Ländern der Welt.“3
Damit ist ein guter Anfang gemacht, um dem Thema Vielfalt – und damit
Anerkennung von Unterschiedlichkeit – mehr Gewicht in Wirtschaft und Gesellschaft
zu verschaffen. Es bleibt abzuwarten, wie weit sich diese Absichten
auch dann durchsetzen können, wenn im Einzelfall aus Renditegründen höhere
Effizienz gefordert wird.
Wir dürfen aber nicht vergessen woher wir kommen – aus einem Jahrhundert,
in dem Millionen von Menschen teilweise bestialisch ermordet wurden, weil sie
nicht dem Menschenbild der Machthaber entsprachen, seien sie Faschisten,
Kommunisten oder Anhänger anderer Ideologien.
Auch in der Wirtschaft dauerte es lange, bis wir vom Taylorismus über Charlie
Chaplins „Moderne Zeiten“ zur Anerkennung von Unterschiedlichkeit als Erfolgsfaktor
gekommen sind.
Lange galt die Metapher von der Pyramide als das Erfolgsmodell, mit Kirche und
Armee als Vorbilder. Eine höhere Macht sagt allen, wo es lang zu gehen hat.
Dann folgte die gut geölte Maschine im letzten Drittel des vergangenen
Jahrhunderts. Effizienz über alles: Shareholdervalue, Total Quality Management,
Lean-Management waren die neuen Erfolgsrezepte. Anfang der 80er Jahre
erlebte ich im globalen Grossunternehmen, in dem ich tätig war, wie ein Qualitätstraining
für Manager weltweit über alle Beteiligten „gestülpt“ wurde. Der
Hinweis, dass sich nicht „eines für Alle schickt“ und mehr Differenzierung zwar
teurer und schwieriger, vielleicht aber angebrachter sei, wurde mit einem
Achselzucken abgetan: Das obere Management hat entschieden – da kann man
nichts mehr machen. Das Programm wurde „durchgezogen“, brachte wenig und
einige Jahre später kämpfte das Unternehmen um seine führende Position im
Markt.
Mir fällt als Bild für eine Wirtschaft, in der das Bemühen um Vielfalt ernst
genommen wird, der Wochenmarkt ein, mit seinen vielen unterschiedlichen
Anbietern und Käufern (oder Interessenten!), die kommen und gehen können
und frei in ihren Entscheidungen sind, wie sie ihren jeweils unterschiedlichen
Bedarf am besten decken. Effizienz wird in solchen Strukturen durch Vernetzung
erreicht. Systeme, die diese Vernetzung unterstützen, werden immer
beliebter (und effizienter!), z. B. Xing und LinkedIn. Diese Vernetzungen
werden immer komplexer, z. B. indem sich Netzwerke miteinander vernetzen –
dann gibt es nicht nur „B2B“ (business to business) sondern auch „N2N“,
network to network“.4

Der globale Finanzmarkt
Über die globale Finanzkrise, die eine Wirtschaftskrise zur Folge hatte, ist viel
geschrieben und in Talkshows geredet worden. Es scheint allgemein der
Eindruck vorzuherrschen, dass die unmittelbaren Folgen von der Politik einigermaßen
geschickt und effizient gehandhabt werden. Über die Maßnahmen, die
getroffen werden müssen, um eine Wiederholung zu verhindern, sind sich die
Akteure weniger einig.
Was aber erstaunlich ist: Über die systemischen Ursachen der Krise wird wenig
geredet. Dabei gibt es genügend Hinweise, Untersuchungen und Vorschläge
darüber, welche grundlegenden systemischen Änderungen notwendig sind, die
für eine größere Nachhaltigkeit im Finanzsystem sorgen könnten.
Die Zeit drängt: Seit der Freigabe der Wechselkurse 1973 hat es 176 Finanzkrisen
gegeben, die sich zum Teil auf einzelne Länder oder Kontinente beschränkten.
Die andauernde globale Krise, die 2008 ausbrach, ist sicher nicht
die letzte und es wird höchste Zeit, sich um grundlegende Änderungen zu
kümmern. Mehr Kontrolle auszuüben und schärfere Gesetze zu erlassen ist
einfach zu wenig.
Unsere Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Vielfalt und Effizienz
hilft uns Vorschläge nachzuvollziehen, die seit vielen Jahren diskutiert werden,
aber auf den „Radarschirmen“ der Medien zu wenig sichtbar sind und daher
auch von der Politik nicht ernst genug genommen werden. Dazu kommt, dass
noch zu viele Ökonomen an alten Paradigmen und Modellen festhalten, die
längst widerlegt sind.
Es gibt kaum etwas Effizienteres als die globalen Finanzmärkte: Offene Märkte,
die rund um die Uhr funktionieren und in der Lage sind, Millionen Geldeinheiten
in Sekundenbruchteilen um den Globus zu schicken – ein Kasino mit tausenden
von Spielern, alle mit dem gleichen Ziel.
Der Einsatz in diesem Kasino sind die internationalen Währungen, die alle einen
Typ repräsentieren: Durch Kredite geschaffenes und zinstragendes Geld – egal
ob es sich um Dollar, Euro oder Yen handelt, um nur die wichtigsten zu nennen.
Aber es ist auch eine andere Art von Geld denkbar und schon vorhanden, selbst
wenn ihr Anteil am gesamten globalen Geldumlauf so klein ist, dass es kaum
wahrgenommen wird. Es sind die so genannten Komplementärwährungen, Geld,
das nicht dem Zins unterliegt und sehr unterschiedliche Formen annehmen
kann: Regionale Gutscheinsysteme, Zeitwährungen, Bildungsgutscheine – der
Kreativität sind wenige Grenzen gesetzt.

Hier sind drei Beispiele:
1. Im Chiemgau kann man seit vielen Jahren mit dem „Chiemgauer“ bezahlen,
einer von inzwischen ca. 30 Regionalwährungen in Deutschland. Er basiert
auf dem Euro, die Umlaufsicherung wird durch eine langsame Entwertung
erreicht (so wie Waren und Dienstleistungen ja auch einem zeitlichen
„Verfall“ unterliegen).5
2. In Japan existiert seit 1995 das Fureai-Kippu (Pflege-Ticket) System, eine
Zeitwährung, die ältere Menschen mit Hilfeleistungen von Jüngeren versorgt.
Die Tickets sind als Stundengutschriften zu einem späteren Zeitpunkt,
in einem anderen Teil des Landes oder von anderen Personen abrufbar.6
3. In der Schweiz existiert seit 1934 das bargeldlose Verrechnungssystem WIR
für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Der Jahresumsatz beträgt seit
Jahren etwa 1.6 Milliarden WIR, wobei ein WIR einem Franken entspricht.
Das System wirkt antizyklisch und unterstützt so die Politik der Zentralbank.
„Wer mit dem WIR arbeitet, nutzt ein Netzwerk von zurzeit fast 60.000
kleinen und mittleren Unternehmen – das sind ungefähr ein Fünftel der
Schweizer KMU. Das Netzwerk an sich ist ein Vorteil, die andere Seite sind
die WIR-Kredite, die von der Definition her sehr tiefe Zinsen haben.“ 7
Diese Beispiele zeigen die große Vielfalt der Möglichkeiten, Währungen zu kreieren,
die den jeweiligen Bedürfnissen der Region (z. B. Chiemgau) oder der Sektion (z.
B. Altenpflege oder Bildung) angepasst sind. Sie verfügen über drei wichtige Eigenschaften,
die sie von „Weltgeld“ unterscheiden: Sie sind
1. dezentral gültig,
2. nicht für Spekulation geeignet und
3. demokratisch kontrolliert.
Die Liste lässt sich beliebig verlängern – es gibt inzwischen tausende von teilweise
sehr kreativen Ansätzen, Vielfalt zu erzeugen und uns damit dem Ziel grösserer
Nachhaltigkeit näher zu bringen.

spinola vielfalt 2
Ich bin überzeugt, dass Vertretern anderer Wissensgebiete, z.B. der Ökologie, der
Medizin oder den Sozialwissenschaften, spontan weitere Beispiele einfallen.
Vielleicht sollten wir einen Wettbewerb neuer Ideen anstoßen um möglichst viele
Systeme robuster und damit krisenfester und nachhaltiger zu gestalten?
© Roland Spinola
Spinola-Macht der Vielfalt.doc/pdf/1626
Dieser Aufsatz erschien in der Zeitschrift: „Humane Wirtschaft, 01/2013


Roland Spinola
Klausenerstr. 4; D-36037 Fulda , Tel: +49-661-605293; Mobile: +49-171 4011038
Internet: http://www.rolandspinola.de , E-mail: Roland.Spinola@hid.de

Artikel als pdf: Roland Spinola-Macht der Vielfalt

Fußnoten:

  1. www.ecb.europa.eu/stats/money/euro/circulation/html/index.en.html#
  2. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/23/flucht-ins-bargeld-schweizer-horten-1-000-franken-scheine
  3. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/wenig-vertrauen-in-banken-schweizer-setzen-auf-bargeld-2
  4. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/12/01/eu-fuehrt-erstmals-meldepflicht-fuer-bargeld-und-schmuck-ein
  5. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/05/11/tankstellen-und-restaurants-nicht-mehr-zur-annahme-von-bargeld-verpflichtet und www.heise.de/forum/p-5505952
  6. www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/daenemark-zentralbank-willl-notendruck-stoppen-13582761.html
  7. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/05/ezb-bereitet-abschaffung-des-500-euro-scheins-vor
  8. www.mmnews.de/index.php/politik/41036-eu-bargeld-verbot-ab-2018#14569399711072
  9. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  10. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/money-money-money-abba-star-fuer-abschaffung-des-bargelds-12736131.html
  11. www.youtube.com/watch?v=Ilc9Q3obcmo (3SAT Bargeldlos – Der große Coup der ganz großen Kriminalität)
  12. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  13. www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/BBK/2015/2015_03_19_studie.html
  14. www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/buchrezension-bargeldverbot-bargeld-gegen-den-ueberwachungsstaat/11873806.html
  15. www.welt.de/politik/deutschland/article152000241/Geld-wird-kein-privates-Eigentum-mehr-sein.html
  16. www.egon-w-kreutzer.de/002/PaD142015.html
  17. www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/01/schleichende-abschaffung-wer-bargeld-will-soll-dafuer-eine-gebuehr-zahlen
  18. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/hans-werner-sinn-wie-sich-der-einzug-des-500-euro-scheins-rechnet-14054372.html
  19. https://de.wikipedia.org/wiki/Kryptowährung
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  41. Die Daten beruhen auf Angaben des Sachverständigenrats der Bundesregierung zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Bundesbank. Die Zinsniveaus langfristiger Bundesanleihen gelten allgemein als Maß für den Preis langfristiger Geldanlagen und Kredite.
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  79. https://de.wikipedia.org/wiki/Kryptowährung
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  81. Quantifying economic sustainability: Implications for free enterprise theory,
    policy and practice Sally J. Goernera, Bernard Lietaer, Robert E. Ulanowicz,
    Ecological Economics 69(2009)
  82. Zeitschrift BRAND EINS 01/09
  83. http://www.charta-der-vielfalt.de
  84. Hier ist ein Beispiel: http://www.n2nhub.com/about/who-we-are.html
  85. www.chiemgauer.de
  86. www.de.wikipedia.org/wiki/Fureai_Kippu
  87. http://www.evidero.de/themen/wir-bank-komplementaerwaehrungen
  88. www.mmnews.de/index.php/politik/41036-eu-bargeld-verbot-ab-2018#14569399711072
  89. www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4749356/Europa-wird-schrittweise-bargeldlos-
  90. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/money-money-money-abba-star-fuer-abschaffung-des-bargelds-12736131.html
  91. www.youtube.com/watch?v=Ilc9Q3obcmo (3SAT Bargeldlos – Der große Coup der ganz großen Kriminalität)
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