Virtuelle Währungen im engeren Sinne existieren nur in online Welten und Spielen. Sie haben keine physische Form und Verwendungsmöglichkeit außerhalb dieses Raumes.

Einige online Spielwelten wie „Second Life“ geben ihr eigenes Geld aus. Spieler kaufen diese Währung mit nationaler Währung. Sie können diese Währung nur im Spiel benutzen um Gegenstände zu benutzen, zu tauschen oder zu kaufen.

Oftmals werden die Begriffe virtuell, digital und elektronisch synonym verwendet, jedoch liegt auch der größte Teil konventioneller Währungen heute in digitaler Form auf elektronischen Speichermedien (Computern) vor, sodass diese Begriffe kaum Unterscheidungschärfe besitzen.

Eine weitere Gruppe von Währungen die ebenfalls oft missverständlich mit virtuellen oder digitale n Währungen zusammen behandelt wird, sind Kryptowährungen. Dies sind Währungen deren Zahlungsystem, Aufbewahrung, und Management durch ein dezentrales Computerprotokoll organisiert ist, dessen Fälschungssicherheit durch kryptographische Signaturenfolgen sicher gestellt wird. Aber auch diese Beschreibrung sagt über die Eigenarten einer Vielzahl an neuen Währungsprojekten dieser Art wenig über die einzelnenAnsätze aus.
Das bekannteste Beispiel für eine virtuelle bzw. Krypto-Währung ist „Bitcoin“. Sie war die erste Währung, die ein internationales online Bezahlsystem etabliert hat hat, welches keine Banken als Zwischenhändler und Garanten braucht. Es nutzt eine sogenannte ‘blockchain’ Technologie (deutsch: Block-Kette) eine Art dezentraler Datenbank, die Geschichte und Echtheit jeder Transaktion nachvollziehbar und ohne Hierarchien überprüfbar macht. Diese Technologie und der Erfolg von Bitcoin hat viele Imitatoren wie ‚Namecoin’, ‘Litecoin’, ‘Ripple’, ‘Faircoin’ etc. inspiriert. Manche dieser Währungen können bereits benutzt werden um weltweit Waren und Dienstleistungen zu kaufen.

Beide Währungsarten werden im Bericht der Europäischen Zentralbank „Virtual Currency Schemes“ behandelt: http://www.ecb.europa.eu/pub/pdf/other/virtualcurrencyschemes201210en.pdf

Währung ist für die meisten von uns selbstverständlich das nationale gesetzliche Zahlungsmittel, z.B. der Euro, den wir jeden Tag benutzen. Aber es gibt viele Formen von sogenannten Komplementärwährungen, die den Euro ergänzen, ohne ihn ersetzen zu wollen: Regionalwährungen wie der Chiemgauer, Bonussysteme und Kundenbindungsprogramme (Unternehmenswährungen), Business-to-Business-Währungen (Bartersysteme und WIR-Bank), staatliche Parallelwährungen, Tauschringe und Zeitbanken , so genannte Virtuelle und Krypto-Währungen wie z.B. Bitcoins, Energiewährungen, Freebanking und andere Komplementärwährungen. Jede von ihnen füllt eine andere Nische in unserem wirtschaftlichen Ökosystem. Eine Vielfalt von Geldsystemen ist dabei genauso nützlich für die Entfaltung unserer Beziehungen und Gesellschaft, wie die Artenvielfalt für eine nachhaltige Umwelt.weiterlesen

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Die Gemeinwohl-Ökonomie ist eine Idee und eine Bewegung. Die Gemeinwohl-Ökonomie möchte in einem demokratischen, partizipativen und ergebnisoffenen Prozess ein Wirtschaftssystem etablieren, in dem das Gemeinwohl an oberster Stelle steht. Geld und Wirtschaften sollen Mittel zum Zweck sein und nicht Selbstzweck.

Die zugrunde liegenden Werte:

  • Menschenwürde
  • Solidarität
  • Mitbestimmung und Transparenz
  • Soziale Gerechtigkeit
  • Ökologische Nachhaltigkeit

 

 

Die Eckpunkte:

1. Die Gemeinwohl-Ökonomie ist der Aufbruch zu einer ethischen Marktwirtschaft, deren Ziel nicht die Vermehrung von Geldkapital ist, sondern das gute Leben für alle.

2. Sie setzt die Menschenwürde, die Menschenrechte und die ökologische Verantwortung als Gemeinwohlwerte auch in der Wirtschaft um.

3. Wie diese Werte im unternehmerischen Alltag gelebt werden können, zeigt die Gemeinwohl-Matrix. Sie wird laufend weiterentwickelt und soll demokratisch entschieden werden.

4. Anhand der Matrix erstellen die Unternehmen eine Gemeinwohl-Bilanz. Im Gemeinwohl-Bericht erklären sie die Umsetzung der Gemeinwohlwerte sowie ihr Entwicklungspotential und nehmen eine Bewertung vor. Bericht und Bilanz werden extern überprüft und veröffentlicht. Damit werden die Leistungen für das Gemeinwohl bekannt gemacht.

5. Gesellschaftliche Unterstützung erfahren Gemeinwohl-Unternehmen zunächst am Markt durch VerbraucherInnen, KooperationspartnerInnen und gemeinwohlorientierte GeldgeberInnen.

6. Als Ausgleich für überdurchschnittliche Leistungen zum  Gemeinwohl sollen Gemeinwohl-Unternehmen rechtliche Vorteile bei Steuern, Krediten und öffentlichen Aufträgen sowie im internationalen Handel erhalten.

7. Unternehmensgewinne dienen der Stärkung der Unternehmen sowie der  Einkommenserzielung und der Alterssicherung der UnternehmerInnen und der Beschäftigten, nicht aber der Vermögensvermehrung externer KapitalgeberInnen. So gelangen die UnternehmerInnen zu Freiräumen für gemeinwohlorientiertes Wirtschaften, frei vom Druck zu größtmöglicher Kapitalrendite.

8. Dadurch schwindet der Drang zum Wirtschaftswachstum. Es öffnen sich Möglichkeiten für ein erfülltes Leben bei Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. In der Arbeit können sich Wertschätzung und Fairness sowie Kreativität und Kooperation besser entfalten.

9. Mit der Begrenzung von Vermögensungleichheiten steigen die Chancen für die gleichberechtigte Teilhabe Aller am wirtschaftlichen und politischen Leben.

10. Die Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung lädt dazu ein, die Verwirklichung der genannten Werte in Wirtschaft und Gesellschaft mitzugestalten. Alle Ideen für eine zukunftsfähige Wirtschaftsordnung sollen in demokratischen Prozessen entwickelt, vom Souverän entschieden und in der Verfassung verankert werden.

Die Strategie:

Auf gesellschaftlicher Ebene ist die Bewegung für eine Gemeinwohl-Ökonomie eine Initiative der Bewusstseinsbildung für Systemwandel, die auf dem gemeinsamen, wertschätzenden Tun möglichst vieler Menschen beruht. Die Bewegung gibt Hoffnung und Mut und sucht die Vernetzung und Befruchtung mit anderen alternativen Initiativen.

Auf politischer Ebene will die Bewegung für eine Gemeinwohl-Ökonomie rechtliche Veränderung bewirken. Ziel des Engagements ist ein gutes Leben für alle Lebewesen und den Planeten, unterstützt durch ein Gemeinwohl-orientiertes Wirtschaftssystem. Menschenwürde, globale Fairness und Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung sind dabei wesentliche Elemente. Die nötigen Veränderung sollen „bottom-up“ durch Wirtschaftskonvente herbeigeführt werden.

Auf wirtschaftlicher Ebene ist die Gemeinwohl-Ökonomie eine lebbare, konkret umsetzbare Alternative für Unternehmen verschiedener Größen und Rechtsformen. Der Zweck des Wirtschaftens und die Bewertung von Unternehmenserfolg werden anhand Gemeinwohl-orientierter Werte definiert. In der Gemeinwohl-Bilanz werden den Kernwerten 17 Einzelindikatoren zugeordnet, um die Gemeinwohl-Orientierung von Unternehmen, Einzelpersonen und Gemeinden zu erfassen, zu bewerten und vergleichbar zu machen. Die Bilanz wird von Auditorinnen geprüft. Sie besteht aus einem ausführlichen „Gemeinwohl-Bericht“ und dem „Testat“, das die Ergebnisse des Berichts in Form der Gemeinwohl-Matrix auf einer Seite zusammenfasst.

DIe Gemeinwohl-Matrix

Die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie sieht perspektivisch vor, dass Gemeinwohl-bilanzierte Organisationen und Unternehmen wirtschaftliche Vorteile bekommen sollen, u.a. durch:

  • Steuererleichterungen
  • bessere Kreditkonditionen, z.B. bei der eigens dazu gegründeten Bank für Gemeinwohl und anderen ethisch-ökologischen Banken
  • Weitergabe von Preisvorteilen im Verbund der Gemeinwohl-Unternehmen.

Die Gemeinwohl-Währung:

Innerhalb der Gemeinwohl-Bewegung gibt es Überlegungen, eine eigene Gemeinwohl-Währung zu etablieren. Am 5. April 2014 wurde die AG Gemeinwohl-Währung eingerichtet und offiziell durch die Delegiertenversammlung bestätigt.

Ansprechpartner ist Roland Wiedemeyer.

Zur Entstehungsgeschichte:

Die Gemeinwohl-Ökonomie geht zurück auf Joachim Sikora, der 2001 gemeinsam mit Günter Hoffmann „Visionen einer Gemeinwohl-Ökonomie“ entwirft, auf Basis von Regiogeld, Schwundgebühr, leistungsorientiertem Grundeinkommen und Bodenreform. 2008 legt Christian Felber mit seinem Buch „Neue Werte für die Wirtschaft“ die Grobskizze einer neuen Wirtschaftsordnung vor, die im Schlusskapitel des Buches publiziert wurde. Auf das Buch hin meldete sich rund ein Dutzend UnternehmerInnen, die sich von der Alternative angezogen fühlten und anboten, die Grobskizze zu verfeinern und sich gemeinsam für die Umsetzung einzusetzen. Fast zwei Jahre brütete die Gruppe über dem Modell, bis im Mai 2010 das erste Energiefeld gegründet wurde und im August 2010 die „Gemeinwohl-Ökonomie“ „zur Welt kam“. 2011 wurde die Vereinsgründung auf den Weg gebracht.

Mehr zur Geschichte hier.

Im Bereich der Reformen des Finanz- und Geldsystems wird beispielsweise oft der Wechsel der Bank empfohlen und die Berücksichtigung ethischer Kriterien bei der Geldanlage. Das globalisierungskritische Netzwerk Attac ruft seit einiger Zeit zur „Krötenwanderung“ auf, also zum Bankwechseln: Statt bei rein kommerziell agierenden Banken sollen Bankinstitute wie die GLS, die Umweltbank, Triodos oder lokale Bankinstitute wie die Sparkassen oder die genossenschaftlich organisierten Volks- oder Raiffeisenbanken gewählt werden.

Regiogeld ist eine Kurzform des Begriffs Regionalwährung und ein Zahlungsmittel, ähnlich dem Euro. Es unterscheidet sich insbesondere darin, dass es nur in einer Region gültig ist, was meist schon durch den Namen der Regiogeld-Initiative deutlich wird: Chiemgauer, Havelblüte, Elbtaler, Vorarlberger Talente.

In den deutschsprachigen Ländern ist der Begriff vor allem durch ein paar sehr bekannte Initiativen wie den Chiemgauer und den Verband Regiogeld e.V. geprägt, die Qualitätsprinzipien garantieren. Im weiteren Sinne werden international bisweilen jegliche geographisch auf eine Region begrenzte Komplementärwährungen als Regiogeld bezeichnet.

Regiogeld soll den Euro nicht ersetzen, sondern ergänzen. Es wird oft in Form von Gutscheinen herausgegeben, zunehmend aber auch auf elektronischen Konten geführt. Es dient dazu, gemeinwohlorientiertes Wirtschaften in den Regionen zu befördern,

  • indem es Kaufkraft an die Regionen bindet, die regionalen Unternehmen fördert und regionale Wirtschaftskreisläufe stimuliert,

  • indem es die unternehmerischen Handlungsmöglichkeiten um einen regionalen Markt erweitert und als Werkzeug zur Regionalentwicklung einsetzbar ist,

  • indem es hilft, regionale Produkte abzusetzen, neue Umsätze zu ermöglichen und Arbeitsplätze zu schaffen,

  • indem es hilft, Transportwege zu verkürzen und dadurch eine umweltschonende Wirtschaftsweise fördert.

Regiogeld ist für Gemeinden, Kommunen und Gemeinschaften interessant, da es von Unternehmen, Bürgern und Verwaltungen direkt ausprobiert werden kann, ohne auf „die große Politik“ warten zu müssen. Da kleine Währungsräume auf den ersten Blick unzeitgemäß erscheinen („Aber wir haben doch den Euro extra für ganz Europa eingeführt!“) löst Regiogeld leicht Diskussionen über Geld und Wirtschaft aus. So fördert das Regiogeld das Bewusstsein für finanzwirtschaftliche Zusammenhänge und die Erkenntnis, das Geld eine soziales Gestaltungsmittel ist, das mitgestaltet werden kann.

Geldschöpfung: Entstehung von Regionalwährungen
Um gut zu zirkulieren braucht ein Regiogeld eine kritische Masse an Nutzern über alle Sektoren hinweg: Bürger, Unternehmen, Freiwilligenorganisationen und lokale Regierungen. Je größer und vielfältiger die Nutzergruppe ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass Waren und Dienste Abnehmer finden, die auch Regiogeld akzeptieren.

In Deutschland sind es vor allem zwei Arten, in denen Regiogeld in die Welt kommt („Geldschöpfung“):

1. Durch Umtausch nationaler Währung („Euro-Deckung“): Benutzer kaufen die Regionalwährung mit nationaler Währung um bei teilnehmenden Unternehmen mit Regiogeld bezahlen zu können. Unternehmen können die Regiogeld-Einahmen jederzeit in nationale Währung zurücktauschen, ggf. mit einem Abschlag, der z.B. im Falle des Chiemgauers gemeinützigen Vereinen und Projekten zukommt. Dieses Modell wird auch international angewandt, wie zum Beispiel bei den Berkshares und den englischen „Transitioncurrencies“ Brixton und Bristol Pound.

2. Gedeckt durch Versprechen auf spätere Güter und Leistungen („Leistungsdeckung“): Die Herausgeber beurteilen die Leistungsversprechen der Teilnehmer und wie viel Regionalwährung insgesamt in Umlauf kommen soll und unterstützen aktiv die Zirkulation der Währung. Beispiele in Deutschland sind der Urstromtaler, Elbtaler und Lausitzer. International werden z.B. Ithaca HOURS und Equal Dollars in den USA auf diese Art herausgegeben. Weitere Arten der Schöpfung von regionalen Geldern existieren, wie zum Beispiel das Community Way aus Kanada.

Mehr Informationen über Regiogeld und Regiogeld-Initiativen: www.regiogeld.de
Ein kurzer
Videovortrag von Norbert Rost erläutert in 10 Minuten Sinn und Wirkung der Regiogelder.

Beim Crowdfunding werden Leute gesucht, die Geld in einen gemeinsamen Topf geben, mit dem Projekte realisiert werden können. Kollektives Fundraising und Vorausbezahlungen für vereinbarte Lieferungen sind Jahrhundertelang bewährte Geschäftspraxis. Die moderne Form davon ist das Crowdfunding, wo dies über Internetplattformen ermöglicht wird. Beim Crowdfunding sind daher immer drei Parteien beteiligt: Der Projektinitiator oder Unternehmer, der um Finazierung für sein Vorhaben wirbt; Die „Crowd“ – also Gruppen oder Individuen, die das Vorhaben unterstützen; sowie eine Vermittlungsinstanz – eine Organisation und/oder Plattform, die beide Seiten zusammenbringt. Letzteres hat sich inzwischen als eigenständiger Geschäftszweig etabliert: Auf so genannten Crowdfunding-Plattformen werben Musik-Bands bei ihren Fans um Vorfinanzierung ihres nächsten Albums. Filmemacher verkaufen vorab die DVDs ihres noch zu produzierenden Dokumentarfilms. Festival-Veranstalter geben Tickets „an die Crowd“, die dafür im voraus den Finanztopf füllt. Anstatt durch Bankkredite, die für manches Vorhaben gar nicht oder nur zu schlechten Konditionen zu bekommen wären, finanzieren sich solche Projekte also aus einer Vielzahl kleiner Gaben derjenigen, die die zu finanzierende Leistung später auch in Anspruch nehmen wollen. Anstelle von Zinsen erhalten sie das versprochene Produkt, andere Sachleistungen oder symbolische Gegenleistungen („Rewards-Crowdfunding“).

Bekommen die Geldgeber Eigenkapital-Anteile am Unternehmen und tragen so das Erfolgsrisiko mit („Equity Crowdfunding“) oder stellen sie den Betrag als ggf. verzinstes Darlehen (Fremdkapital) für ein Projekt bereit, spricht man auch von Crowdinvesting.

Wo sich keine investitionswillige „Crowd“ findet, können Mikrokredite ein Weg zur Finanzierung sein. Für so genannte „nicht bankfähige Kreditnehmer“ („unbankable“), insbesondere in den sich entwickelnden Ländern, sind Kleinkredite oft das Sprungbrett in eine selbständige Arbeitsweise und die einzige Möglichkeit die zum unternehmerischen Handeln nötigen Werkzeuge anschaffen zu können. Doch auch hierzulande nutzen manche Kleinunternehmer solche Angebote. Mikrokredite werden von so genannten Mikrofinanzinstitutionen (MFIs) herausgegeben, die in der Regel wie Banken gesetzlicher Regulierung unterstehen. In Deutschland experimentierte die GLS-Bank und die Trägergenossenschaft des Chiemgauers, die Regios e.G., mit Mikrokrediten. Im Chiemgau gab es solche Kleinkredite querfinanziert sogar zinslos, wenn sie in Chiemgauern ausgezahlt wurden. Hier beflügelten sich Mikrokredite und Regiogeld gegenseitig.

Weiterführende Links

Top 10 Crowdfunding Sites: http://www.crowdfunding.com
Crowdfunding Plattformen Übersicht: http://www.crowdfunding.de/plattformen
Microfinance Gateway: http://www.microfinancegateway.org
KIVA – about microfinance: http://www.kiva.org/about/microfinance
Vision Microfinance: http://www.visionmicrofinance.com
Mikrofinanzwiki: http://www.mikrofinanzwiki.de
Centre for European Research in Microfinance: http://www.cermi.eu
Deutsches Mikrofinanz Institut: http://mikrofinanz.net
Microfinance Information Exchange: http://www.themix.org

 

 

Alle Prämienprogramme wie Air Miles, Nectar Points, Bahnbonuspunkte und Payback zielen darauf ab, Kunden anzuregen mehr Geschäfte mit einem bestimmten Unternehmen zu machen. Kunden bestimmter Unternehmen sammeln Punkte, welche sie gegen Vergünstigungen mit dem Unternehmen oder Partnerunternehmen eintauschen können. Punkte können unter anderem elektronisch oder Papiergutscheine sein. Diese sogenannten Unternehmenswährungen werden meistens direkt eingelöst und können nicht aus dem wirtschaftlichen Kreislauf transferiert werden. Unternehmen gewinnen wertvolle Daten über ihre Kunden und können regeln welche Produkte gegen Punkte erstanden werden können, sodass minimale Opportunitätskosten durch die Herausgabe der Punkte entstehen.

American Express Air Miles https://www.airmiles.ca/

Lufthansa Bonusmeilenprogramm Miles & More http://milesandmore.com/

Nectar http://www.nectar.com/NectarHome.nectar

Payback: http://www.payback.com

Der amerikanische Philosoph Charles Eisenstein hat das Konzept eines “Lebens in Schenkökonomie” bekannt gemacht. Dies bezeichent eine Kultur in der Menschen miteinander teilen ohne eine direkte Gegenleistung zu erwarten. Weite Bereiche unseres Lebens funktionieren nur durch Schenkökonomie: die meiste Arbeit, die in Familien geleistet wird, geschieht nach dem Prinzip der “Schenkökonomie”, z.B. arbeiten Eltern sehr viel um ihre Kinder großzuziehen. Ohne das Vertrauen in eine selbstverständliche, aber meist unbewusste “Schenkökonomie” als Basis der Gesellschaft, könnte unsere Wirtschaft kaum funktionieren. Für die Ausweitung dieser Idee auf andere Bereiche der Gesellschaft plädieren vor allem jene, die von einer egoistischtischen, konsumorientierten, kapitalistischen Marktwirtschaft Abstand nehmen möchten. Es ist ein Versuch der zunehmenden Ökonomisierung der Lebenswelt einen Gegenentwurf basierend auf menschlichen Werten entgegenzusetzen.

Vertreter der Schenkökonomie wollen die der Finanzwirtschaft zugrundeliegende Philosophie verändern. Warum, fragen sie, müssen Waren und Dienste immer im Tausch hergegeben werden, also immer eine Gegenleistung erfordern, wenn man etwas hergibt? Ließe sich nicht auch eine Wirtschaftsordnung auf dem bedingungslosen Schenken errichten? Wenn jeder seine Leistung verschenkt und zugleich von den anderen beschenkt wird, hat zum Schluß doch auch jeder, was er braucht, oder? Kritiker argumentieren, dass in der heutigen Überflusskultur des westlichen Kapitalismus immer Waren und Produkte übrig bleiben, die leicht verschenkt werden können, aber meist weggeworfen werden, was gegen das Funktionieren der Schenkökonomie sprechen würde. Wie sollte eine Schenkökonomie dann erst in einer Knappheitssituation funktionieren?

Es gibt Menschen, die diesen Ansatz zum Kern ihrer Lebensgestaltung gemacht haben und die vollständig ohne Geld auskommen, wie zum Beispiel Heidemarie Schwermer.

Ein weiterer Trend hat sich vor allen in den Jahren seit der weltweiten Finanzkrise etabliert und ist vielerorts unter dem Schlagwort der Sharing Economy (Ökonomie des Teilens) und immer mehr auch unter dem Begriff der Collaobrative Economy (Kollaborative Ökonomie) bekannt. Ganz verschiedene online Platformen und Firmen arbeiten mit diesem Konzept . Die oftmals zitierte Hauptidee dabei ist es, ungenutzte Resourcen durch neue Informationstechnoligen einen breiten Publikum zugänglich zu machen: Unterkunft, Transport, Werkzeug, Deisntleistungen – alle Produkte und Services können dabei geteilt werden.

Aber auch Komplementärwährugen, Mikrofinanzierung und direkte Kredite (Peer-to-peer lending) werden dabei zur Sharing Economy gezählt z. B. auf der Website Compare and Share.

Diese Ökonomie des Teilens scheint zwar auf den ersten Blick von Werten wie Solidarität und Kooperation geleitet, steht jedoch ebenso oft in der Kritik, von kommerziellen Profiteuren gekapert zu werden. Stand die Idee erst dafür, untereinander Werkzeuge, Fahrzeuge oder Räume zu teilen, während man sie nicht braucht, so sind inzwischen ganz kapitalistische Geschäftsmodelle daraus erwachsen: Bei Airbn „teilen“ Mieter ungenutzte Räume mit Touristen, bei Uber “teilen” Autobesitzer ihre Fahrt mit einem Mitfahrer.

Abseits dieser zwei bekannten, stark profitorientierten Beispiele gibt es viele weitere, die den Kern der Sharingökonomie noch lebendig halten: CarSharing-Firmen erlauben es, dass Nicht-Auto-Besitzer Autos nutzen können und ersetzen so acht Privat-PKW durch ein Teil-Auto. In städtischen Gemeinschaftsgärten teilen sich Hobby-Gärtner den Boden, das Werkzeug, die Arbeit und nicht selten mit Spaß die Ernte. Bei der Solidarischen Landwirtschaft teilt sich eine (meist 100 bis 200 Menschen umfassende) Gruppe die Lebenshaltungskosten des Landwirts: Die Gruppe bestimmt gemeinsam, was angebaut wird und zahlt dem Landwirt die Lebenshaltungskosten; er pflanzt und pflegt und verteilt die Ernte an die Gruppenmitglieder – das Risiko wird ebenso geteilt wie die Ernte und man übernimmt stärker Verantwortung füreinander und für eine gute Ernährung.

Eine kritische Plattform in diesem Bereich ist die ursprünglich in Frankreich entstandene Plattform “Ouishare”.

Parallelwährungen sind staatlich herausgegebene, offizielle Zweitwährungen neben dem gesetzlichen Zahlungsmittel, sie können auch zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt werden. Eine Parallelwährung kann eine stabile, harte Währung sein (z.B. eine ausländische Währung), die neben der schwachen, weichen Landeswährung verwendet wird um beispielsweise einer Hyperinflation in der Landeswährung zu entgehen. Umgekehrt kann aber auch eine schwache Inlandswährung als Parallelwährung herausgegeben werden um die Binnenwirtschaft anzukurbeln und die Exportwirtschaft wieder wettbewerbsfähiger zu machen.

In der Literatur (Hahn 1969) wird gelegentlich unterschieden zwischen Parallelwährungen (mit frei schwankendem Wechselkurs) und Doppelwährungen (mit festem Wechselkursverhältnis zur offiziellen Erstwährung). Doppelwährungen waren bis ins 19. Jahrhundert vor allem in Münzgeld-Systemen verbreitet, so wurden z.B. Gold- und Silbermünzen oder Scheidemünzen mit einem festgelegten Wertverhältnis zueinander gehandelt bzw. verrechnet und akzeptiert. In den Jahren bis zur Euro-Einführung am 1. Januar 2002 stellten auch die Nationalwährungen unwiderruflich an den Eurokurs gekoppelte Doppelwährungen dar.

Viele Ökonomen sehen darin im Nachhinein einen der „Geburtsfehler“ der Euro-Währung. Denn befinden sich unterschiedlich leistungsstarke Wirtschaftsräume in einem einheitlichen Währungsraum, ist die gemeinsame Währung für starke und schwache gleichermaßen suboptimal. Mindestens einer von beiden muss sich dann den einheitlichen Maßstäben anpassen oder ist auf Transfers angewiesen (Frankel 1999, Jacobs 1984). Das Geltungsgebiet der Gemeinschaftswährung ist insofern kein optimaler Währungsraum („optimal currency area“, OCA). Mit einer landeseigenen Währung – oder einer Parallelwährung mit frei schwankendem oder per „Abwertungsband“ vorgegebenem Kurswert kann hingegen jeder Staat gezielt und dosiert geldpolitisch Einfluss auf die eigene Binnenkonjunktur und Außenwirtschaft nehmen und sich so aus seiner Transfer- und Exportabhängigkeit befreien.

In seiner Zeit als Finanzminister hatte Oskar Lafontaine im Zuge der Deutsch-Deutschen Wiedervereinigung für die vorübergehende Beibehaltung der Ostmark als Parallelwährung zur DM plädiert. Damit wollte er ein Ausbluten der „strukturschwachen“ neuen Bundesländer verhindern und ihnen eine behutsame Anpassung an die wettbewerblichen Marktverhältnisse des Westens ermöglichen, konnte sich mit seinem Vorschlag aber nicht durchsetzen. Auch gab es lange vor der Euro-Einführung offizielle Überlegungen, den ECU zunächst als Parallelwährung zu den Nationalwährungen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft einzuführen (Graumann 1979). In den ersten Jahren nach der Euro-Einführung flammte das Thema noch einmal kurz und vereinzelt in außerparlamentarischen Kreisen auf, so z.B. in Großbritannien (Boyle 2003). In mehreren südamerikanischen Ländern wird der US-Dollar als Parallelwährung zur heimischen Währung genutzt. Kuba hat erst in 2015 den „Peso Convertible“, eine mit US-Dollar gedeckte Parallelwährung wieder abgeschafft. Selbst Arnold Schwarzenegger griff für den US-Bundesstaat Kalifornien im Sommer 2009 auf staatliche Schuldverschreibungen, so genannte IOU’s (von „I owe you: Ich schulde Dir“) als Parallelwährung zurück, um einen Liquiditätsengpass zu überbrücken.

Zuletzt sind Parallelwährungen im Zuge der Euro-Schuldenkrise wieder vermehrt in die Diskussion gekommen, vornehmlich für Griechenland. Laut einer Studie der UBS halten die Finanzmärkte Kapitalverkehrskontrollen und die Einführung einer staatlichen Parallelwährung auf Basis zukünftiger Steuergutschriften (IOUs) eines von vier realistischen Szenarien – wohlgemerkt ohne Grexit und Staatsbankrott. Für Furore sorgte der „Geuro“-Beitrag des damaligen Deutsche Bank Chefvolkswirts Thomas Mayer. Eigene Vorschläge kommen auch von MONNETA (Schuster/Kennedy 2011) und (Gelleri 2012). Selbst der griechische Finanzminister Giannis Varoufakis hatte bereits vor Amtsantritt seine eigene Parallelwährungs-Idee (FT-Coins) auf Basis von Steuergutschriften und Bitcoins neuartiger Blockchain-Technologie veröffentlicht und scherzhaft am 1. April 2015 die tatsächliche Einführung angekündigt.

Weit über 30 verschiedene Parallelwährungs-Ansätze v.a. für Griechenland und die Eurozone sind derzeit bekannt, wie MONNETA Experte Ludwig Schuster für eine Studie im Auftrag des Bundesverbands Mittelständischer Wirtschaft (BVMW) recherchierte. Die Parallelwährungs-Vorschläge kommen aus den unterschiedlichsten ökonomischen und politischen Richtungen und unterscheiden sich teils gravierend im Hinblick auf die Motive – „was soll damit eigentlich bezweckt und wem soll damit geholfen werden?“ – aber auch hinsichtlich der konkret vorgeschlagenen Maßnahmen. Bei aller Unterschiedlichkeit sind sich die Befürworter darin einig, dass Parallelwährungen angesichts stark unterschiedlicher wirtschaftlicher Bedingungen in den europäischen Mitgliedsstaaten ein Mittel zur ökonomischen Selbsthilfe und aufholenden Entwicklung sein können. Bei entsprechender Zielstellung seien sie grundsätzlich geeignet, das volkswirtschaftliche Fundament in den einzelnen Mitgliedsstaaten zu stärken und den gemeinsamen Währungs- und Wirtschaftsraum zu stabilisieren, so die Unterzeichner der gemeinsamen Erklärung.

Literatur:

BVMW Sammelband (2013): Die Parallelwährung. (PDF)
Frankel, J. A (1999): No Single Currency Regime is Right for All Countries or at All Times, Essays in International Finance No. 215, Princeton.
Gelleri, C und Mayer, T (2012): Expressgeld statt Euroaustritt.
Gelleri, C (2015): Parallelwährung für Griechenland, INWO.
Graumann, D (1979): Die Parallelwährung als Europäische Integrationsalternative.
Hahn, H (1969): Geld- und Währungsrecht, München.
Jacobs, J (1984): Cities and the Wealth of Nations, New York.
Schuster, L und M. Kennedy (2011): Mit einer Komplementärwährung kann Griechenland abwerten und in der Euro-Zone bleiben, ZfSÖ 170/171.(PDF)
Schuster, L (2014): Parallel Currencies fort he Eurozone. An outline and an attempt at systemisation. Veblen Institute. (PDF)
Vaubel, R (1990) Currency Competition and European Monetary Integration, In: The Economic Journal, Vol. 100,
No. 402, pp 936-946.

Weiterführende Links:

MONNETA Aufruf: Ja zu einer Parallelwährung für Griechenland, 2012
Ludwig Schuster, Vortrag bei Ergänzungsveranstaltung zur VfS Jahrestagung in Göttingen, 2012 (PDF-Präsentation, Youtube Video)
Ludwig Schuster, Vortrag bei Veblen Institut, Paris, 2013 (PDF-Präsentation)

Viele Bartersysteme zielen darauf ab ihren Teilnehmern die Möglichkeit zu bieten, sich gegenseitig Waren und Dienstleistungen anzubieten und zu erwerben, ohne dabei herkömmliches Geld als Zahlungsmittel einzusetzen. Der Tausch wird innerhalb des Netzwerkes in einer internen Einheit verrechnet, auf die sich die Teilnehmer geeinigt haben. Bei professionellen und kommerziellen Tauschgeschäften zwischen Unternehmen spricht man von Barter- oder Kompensationsgeschäften.

Sowohl Schulden als auch Guthaben im Barter- und Kompensationsgeschäft sind üblicherweise zinsfrei. Es können jedoch Mitgliedsbeiträge, Vermittlungsprovisionen, Werbungs- und Transaktionsgebühren anfallen (in Nationalwährung und/oder Verrechnungseinheiten). Bei einem Zahlungsausfall oder Regelverstoß kann die Betreibergesellschaft die Mitgliedschaft kündigen und eine Begleichung des offenen Kontensaldos und ggf. entstandener Schäden in der Nationalwährung verlangen.

Diese Praxis ermöglicht Unternehmen Geschäfte mit Kunden und Zulieferern innerhalb des Barter-Netzwerks auch ohne Vorhaltung von Bargeldreserven. Das schont die Liquidität und kann vor allem in konjunkturschwachen Zeiten hilfreich sein. Viele Barterclub-Mitglieder nutzen die Plattform zudem als sekundären Markt, um unterausgelastetes Produktionspotenzial oder überflüssige Lagerbestände mit einem Preisabschlag zu verwerten, ohne dass sie damit den auf dem „ersten Markt“ veranschlagten Standardpreis gefährden. Nicht zuletzt ist auch die Gewinnung von neuen Kunden und Lieferanten für viele Unternehmen ein wichtiges Argument.

Die globale Barter-Industrie setzt nach Aussage der International Reciprocal Trade Organisation (IRTA) jedes Jahr Milliarden um. In Deutschland ist die Bekanntheit von Bartersystemen noch relativ gering, auch wenn während der Finanzkrise das Interesse daran offenbar zugenommen hat. Laut eigenen Angaben ist in Deutschland die DKG (Deutsche Kompensationsgesellschaft mbH) die führende B2B (Business to Business) Plattform für Bartergeschäfte. Diese ist wie viele andere Bartergesellschaften international vernetzt, so dass Teilnehmer mit Hilfe dieser Plattformen lokale, nationale und internationale Mitglieder-Märkte erschließen können. In Österreich sind die abc markets oder die GIT Trading aktiv.

Einkünfte aus Bartergeschäften werden wie Euroeinnahmen versteuert. Insoweit der Betreiber keinen Umtausch von Bartereinheiten gegen Nationalwährung anbietet, sind diese Währungen von Finanzaufsichtsauflagen befreit. Entscheidend ist dabei auch, dass innerhalb von Bartersystem nur zwischen den Mitgliedern verrechnet („kompensiert“) wird, aber keine Transaktionen von Bar- oder Giralgeld stattfinden. Zum anderen bietet die Betreibergesellschaft eines Barterclubs ihren Mitgliedern selbst weder Kredite noch Anlagemöglichkeiten und betreibt daher rechtlich gesehen kein Kredit- und Einlagengeschäft, das den Geschäftsbanken vorbehalten ist. Sie stellt nur den technisch-organisatorischen Rahmen und das Regelwerk zur Verfügung, mit dem sich die Mitglieder gegenseitig Überziehungsrahmen auf ihren Konten einräumen können.

Der Schweizer WIR-Franken (CHW) ist aus diesem Grund definitionsgemäß keine Barter-Währung, wie oft fälschlich dargestellt, sondern eine von der genossenschaftlichen WIR-Bank als Unternehmerkredit emittierte Privatwährung.

Mehr zur Funktionsweise der WIR Bank hier.

Beiträge

Bargeldverbot – Eine Folge der andauernden Finanzkrise?

Immer mehr Banken, Ökonomen und Politiker raten seit ein paar Jahren dazu, das Bargeld in Europa abzuschaffen (im Euroraum, aber auch in der Schweiz, Schweden, Norwegen, Dänemark und Großbritannien). Zahlung sollen dann nur mehr durch E-Cash, also Bankomat- oder Kredit­karten und andere elektronische Systeme möglich sein (PayPal, Handy, Chips, Prepaid-Karten…) Worum geht es den Gegnern des Bargeldes?

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Bericht: Forschungskonferenz „Monetary Institutionalism in the French Speaking World“

Zu Recht wird vielerorts lamentiert, dass heterodoxen Gedanken und Forschung zum Thema Geld nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird. In dieser Hinsicht, war die Konferenz in Lyon (Frankreich) vom 1. bis 3. Juni 2016 ein Lichtblick. Mehr als 60 Wissenschaftler aus der ganzen Welt kamen zusammen um Rück-und Vorschau zu halten über diese Tradition von Ideen […]

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Veranstaltungen

19
Apr

Global Forum on New Economy & Social Innovation – from 19th to 22th of April (Malaga, Spain)

NESI Global Forum “New Economy and Social Innovation”, to be held on 19-22 April in Málaga (Spain) is a meeting place for people and organisations working to create a more sustainable, fair, collaborative and people-oriented New Economy. Professionals and citizens are calling to participate in this “Call for Proposals” open for those who want to share their good practices and/or solve a challenge through a collaborative process.

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10
Mai

IV International Conference on Social and Complementary Currencies: money, awareness and values for social change

Veranstaltung auf English/Spanish/Französisch. The 4th International Conference on Social and Complementary Currencies will take place from Wed 10th to Sun 14th May 2017, at the Universitat Oberta de Catalunya UOC (www.uoc.edu, Castelldefels, Barcelona-Spain). More information, call for papers, registration here. UOC will organise the event together with Research Association on Monetary Innovation and Community and […]

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21
Aug

UNRISD at Resilience 2017 – from 21st to 23rd of August (Stockholm, Sweden)

If you are researching policies that support resilience and social-ecological transformations to sustainability, UNRISD would like to hear from you. We are organizing a session on “The Transformation we want: Towards a global policy environment for resilient futures” at the Resilience 2017 conference, taking place in Stockholm, Sweden on 21-23 August 2017 and are seeking abstracts on policy reforms and innovations which will produce environmentally sustainable and socially just solutions.

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